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Für Kommunikation sind Foren wichtig

Da besonders die Betreuung und Begleitung von Geflüchteten viele verschiedene Aspekte aufweist und daher auch viele Stellen in die Arbeit involviert sind, ist es notwendig, dass verbindliche Absprachen zwischen den einzelnen Beteiligten hergestellt und ein Konsens zu bestimmten Themen kommuniziert wird – nur so lässt es sich vermeiden, dass durch unterschiedliche Auskünfte von verschiedenen Stellen zum gleichen Thema Verwirrungen entstehen und die Außen-wahrnehmung der Stadtverwaltung in ihrer Gesamtheit beschädigt wird. Dabei ist ebenfalls zu beachten, dass oftmals Informationen innerhalb des Kreises von Ehrenamtlichen weitergegeben werden und unklare oder unzutreffende Aussagen durch Mund-zu-Mund-Propaganda missverstanden oder unterschiedlich interpretiert werden können. In der Kommunikation mit Ehrenamtlichen sollte daher, wenn möglich, eine ausdrücklich auf den Einzelfall bezogene Aussage getätigt und die Generalisierungen von Vorgängen vermieden werden.

Das ehrenamtliche Engagement für Geflüchtete stellt an die Ehrenamtlichen viele besondere Herausforderungen: z. B. müssen sie sich mit Verwaltungsabläufen und -vorgängen beschäftigen, die für sie vollkommen fremd sind und außerhalb ihres bisherigen Erfahrungshorizontes liegen. Auch kann es durch die starke emotionale Beziehung zwischen einem Ehrenamtlichen und Menschen mit traumatischen Fluchterfahrungen zu einer sekundären Traumatisierung der Helfen-den kommen. Besonders für solche Fälle sollte ein Austauschforum geschaffen werden, damit die Betroffenen mit ihren Erfahrungen nicht alleingelassen werden. Dabei ist es wünschenswert, dass diese Austauschforen nicht direkt der städtischen „Kontrolle“ unterliegen, sondern der Austausch offen in einem nichtöffentlichen, geschützten Rahmen stattfinden kann.

Von großer Bedeutung ist es, von Seiten der Ehrenamtskoordination einen engen Kontakt zu den Initiatoren der einzelnen Austauschforen zu halten, um ggf. schnell auf geäußerte Bedürfnisse z. B. durch spezielle Fort- und Weiterbildungsangebote zu reagieren. Des Weiteren ist es ebenso wichtig, ein Austauschforum für die betreuenden Träger zu unterhalten, in dem gezielt an gemeinsamen Lösungsansätzen für institutionsübergreifende Problemstellungen gearbeitet wird.

Viele der großen Träger der freien Wohlfahrtspflege verfügen bereits über einen eigenen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Ehren-amtlichen in der Flüchtlingshilfe, von dem auch kleinere und neugegründete Vereine profitieren können. Zudem können durch den offenen Austausch und die gemeinsame Arbeit hochwertigere Angebote für einen größeren Personenkreis initiiert und somit Fördergelder nachhaltig genutzt werden.

(Seit der Ratssitzung vom 30. November 2017 ist das neue „Ehrenamtskonzept für die Flüchtlingsarbeit der Stadt Remscheid“ beschlossene Sache. Der Waterbölles veröffentlicht es in einzelnen Kapiteln. Teil 3)

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