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Zahlen zum Lehrermangel an die Öffentlichkeit!

Waterbölles-Kommentar

In den Grundschulen ‚hakt es personell besonders‘“, titelte der Waterbölles am 1. Februar 2017. Zuvor war aus Remscheider Grundschulen nach draußen drang, dass junge Lehrerinnen und Lehrer besonders um Grundschulen mit hohem Anteil an Ausländer- und Migrantenkindern einen Bogen machen. Zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 10. Januar griff die SPD-Fraktion das Thema auf und fragte bei der Verwaltung nach: „Gibt es eine Unterversorgung an den Schulen?“ Doch damals wie jetzt fiel die Antwort dürftig aus. Abgegeben wurde sie von Schulrätin Brigitte Dörpinghaus. Konkret wurde sie lediglich bei den vakanten Schulleiterstellen - es sind sechs. Unbeantwortet blieb nicht nur die Frage nach der Zahl der Flüchtlingskinder in den einzelnen Schulen im Stadtgebiet – so soll offenbar vermieden werden, dass Eltern ihrer Kinder gezielt an Grundschulen mit geringem Anteil an Flüchtlingskindern anmelden –, sondern auch die Frage, wie viele Lehrerstellen zurzeit an Remscheider Schulen unbesetzt seien. „Diese Zahlen darf ich nicht nennen“, sagte die Landesbeamtin ganz im Sinne des Schulministeriums NRW, als ob diese Zahlen tatsächlich einer gesetzlich verbrieften Geheimhaltungspflicht unterlagen. Gerade so, als ob es das Informationsfreiheitsgesetz des Landes nicht gäbe. Aber wo kein Kläger...

Dabei könnten sich auch andere Gruppen in Remscheid um die Informationen kümmern, auf die die Eltern ein Anrecht haben. Da wären zum einen die Schulpflegschaften mit ihren Elternvertretern. Diese bräuchten nur die richtigen Fragen zu stellen. Oder nehmen wir die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Auch sie ist in den Schulen ganz dicht dran. Gewerkschaften kümmern sich, auch und gerade um die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder. Liegen diese in diesem Fall bei den organisierten Lehrerinnen und Lehrer im Argen, muss sich die GEW bemühen, diesen Missstand zu beseitigen. Diesen öffentlich zu machen, wenn er sich anders nicht abstellen lässt, war schon oft ein probates Mittel. Die GEW könnte es in diesem Fall ruhig einmal anwenden. Nicht nur in Remscheid, sondern landesweit.

Dass über dem Thema "Lehrermangel" offenkundig der Mantel des Schweigens liegt, lässt vermutet, dass es sich um ein Problem handelt, das weit größer ist als bisher angenommen.  Es stünde auch der Opposition im Düsseldorfer Landtag gut an, sich damit nicht abzufinden.

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Kommentare

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Fraktion der Linken am :

Die Lehrerversorgung an Grund – und Förderschulen in NRW wird allgemein als besorgniserregend beschrieben. Für Remscheid berichteten die lokalen Medien, dass die Grundschulen so ausgestattet seien, dass sie die Mindeststundentafel erfüllen könnten. Die Fraktion Die Linke bittet nun um konkretere Angaben. Wie sieht die Lehrerversorgung an Remscheider Grundschulen und den beiden Förderschulen zu Beginn des Schuljahres 20018/19 aus? Gibt es genügend Lehrerinnen und Lehrer, die über die Mindeststundentafel hinaus pädagogische Aufgaben erfüllen können (z.B. für Inklusion, zur Förderung der Flüchtlingskinder, zur Sprachförderung usw.)? Wie hoch ist der Anteil an sogenannten Seiteneinsteigern an Remscheider Grundschulen? Die Fraktion der Linken bittet die Verwaltung, diese Fragen zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 5. September schriftlich zu beantworten.

Lothar Kaiser am :

Aus dem Protokoll der Sitzung des Schulausschusses vom 5. September 2018: „Schulrätin Brigitte Dörpinghaus erklärt, dass an den Remscheider Grundschulen und Förderschulen zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 keine gute Lehrerversorgung vorherrscht. Detaillierte Zahlen werden nicht genannt.“ (Die Anfrage zur Lehrerversorgung an Grund- und Förderschulen hatte die Fraktion der Linken gestellt).

Norbert Landen am :

Wann werden denn die Zahlen genannt? Wie immer müssen die Schwächsten in unserer Gesellschaft leiden. Und wo sind die Zahlen für 2019/2020?

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