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Stadtumbau erfordert über zehn Jahre 20 Millionen Euro

Im Vorfeld der Diskussion in den politischen Gremien zitierte der Waterbölles am 6. August unter der Überschrift „Ein breites Spektrum an Aufwertungsmaßnahmenaus der Drucksache B61/354 der Stadtverwaltung, die sich mit dem Umbau der Stadtteile Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl beschäftigt. Seit der Ratssitzung vom 30. August ist diese Vorlage nun beschlossene Sache. Doch bei allem, was darin an Plänen und Absichtserklärungen aufgeführt ist, gilt es, Daumen zu drücken. Denn von den sieben Einzelpunkten des Ratsbeschlusses ist der letzte der über alles entscheidende: „Die Beschlussfassung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksregierung Düsseldorf (Kommunalaufsicht), der Bewilligung der Landesmittel, der Sicherung der Anteile Dritter sowie der Finanzierbarkeit im städtischen Haushalt“.

 

Für die Maßnahmen, die – als Einstieg in das Gesamtprojekt - spätestens 2008 beginnen sollen, stellt die Stadt bei der Bezirksregierung bis Monatsende einen Förderantrag über 548.100 Euro (gleich 70 Prozent der Gesamtkosten von 783.000 Euro). Der Anteil Dritter“ beträgt 156.600 Euro (gleich 20 Prozent), der städtische Eigenanteil 78.300 Euro (gleich zehn Prozent). Über die gesamte Laufzeit des Projektes (sechs bis zehn Jahre) werden die Kosten allerdings viel höher eingeschätzt – auf mehr als zwanzig Millionen Euro. Auch hier wird wieder von einem 70-prozentigen Landeszuschuss, einem 20-prozentigen „privaten“ Anteil Dritter und einem zehnprozentigen Anteil der Stadt ausgegangen. Mehr als zwei Millionen Euro sind für die Stadt angesichts ihrer Finanzmisere jedoch kein Papenstil. Und es könnten im ungünstigsten Fall noch vier Millionen Euro hinzu kommen, „wenn eine Finanzierung privater Dritter nicht gesichert werden kann“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Als Einzelmaßnahmen werden darin genannt:

  • Der Abriss der Bauruine Freiheitstraße 172 im Westen Stachelhausens,
  • der Ausbau der Linkläuer Straße, Straße am Bruch bis Kippdorfstraße,
  • - die Entdichtung (Anm.: Wortschöpfung von Städteplanern) im Bereich der Kindertageseinrichtung St. Suitbertus /Stachelhauser Straße),
  • die Entdichtung im Bereich alte Schreinerei (Stachelhauser Straße 27),
  • der Abriss der Bauruin Weststraße /Stachelhauser Straße,
  • der Rückbau der Wohlfahrtstraße,
  • der Anschluss Tannhäuserstraße an die Papenberger Straße,
  • die Umnutzung des Bunkers in Honsberg,
  • die Umgestaltung der Halskestraße im Honsberger Süden,
  • die Aufwertung und Umgestaltung des Honsberger Sportplatzes einschließlich Vorplatz sowie die Neuordnung des Ladenzentrums im Kremenholl.

Im Endbericht des Essener „Büros für Kommunal- und Regionalentwicklung“ heißt es: „Im Verbund lassen die vorgeschlagenen Maßnahmen eine nachhaltige Gesundung der Stadtumbau-Stadtteile erwarten, mit Qualitätssprüngen, die sich positiv auch auf die Entwicklung der Gesamtstadt auswirken dürften. Dabei ist die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes eine integrative Aufgabe. Die öffentlichen Investitionen müssen von privaten Investitionen begleitet werden. Sehr positiv zu bewerten sind die vielfach erkennbaren gewerblichen Entwicklungsinteressen wichtiger Akteure vor Ort ebenso wie das bislang erkennbare hohe Mitwirkungsinteresse der Anwohner.“

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Chronist am :

Im Jugendhilfeausschuss verwies Michael Happe vom Essener „Büro für Kommunal- und Regionalplanung“ gestern auf die bedenklichen Sozialdaten, die sein Büro für Honsberg und Stachelhausen ermittelt hatte. Sie seien noch schlechter als in Gelsenkirchen, und diese Stadt liege im Ruhrgebiet schon „weit hinten“. Ob es der finanzschwachen Stadt Remscheid bei den anstehenden Projekten überhaupt gelingen könne, den Eigenanteil von zehn Prozehnt aufzubringen (70 Prozent steuert das Land bei, 20 Prozent sollen von Sponsoren und Investoren kommen), wollte der Ausschuss wissen. Happe konnte beruhigen: Bei vergleichbaren Projekten seien bei den Städten nur zwei bis drei Prozent der Kosten hängen geblieben. Wenn es zum Beispiel gelinge, den leerstehenden Ladenkomplex in Kremenholl als Ärztehaus zu reaktivieren, indem man Vermieter und Ärzte zusammenbringe, koste das die Stadt Remscheid gar nichts. Und auch bei den Wohnungsmaßnahmen, die in Honsberg auf die GEWAG zukämen, sei die Stadt finanziell nicht beteiligt.

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