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Öffnungszeiten passen sich Kundenverhalten an

„Auch 2017 war für die Stadtsparkasse Remscheid wieder ein erfolgreiches Jahr. Es sei „besser verlaufen als erwartet“, sagte der Vorstandsvorsitzender Frank Dehnke gestern auf der Bilanzpressekonferenz in der Hauptstelle an der Alleestraße. „Und das in einem schwierigen Umfeld!“ Überraschend groß sei im vergangenen Geschäftsjahr die Nachfrage nach Baufinanzierungen gewesen. Denke: „Auf Rekordniveau! Bei den Maklergeschäften verzeichneten wir ein Plus von mehr als 30 Prozent, und auch das Baufinanzierunggeschäft ist um rund 44 Prozent gestiegen, so dass wir Personal aufstocken mussten. Im Gegensatz zu den großen Metropolen ist Wohnraum in Remscheid nach wie vor finanzierbar!“ Fazit: Die Stadtsparkasse Remscheid (sechs Geschäftsstellen und 14 SB-Standorten) ist weiterhin mit Abstand das größte Kreditinstitut in Remscheid. Und mit 316 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 23 Auszubildende,  ist sie einer der größten Arbeitgeber in der Stadt.

„Wir haben unsere starke Marktposition behauptet. Im Schnitt hat mehr als jeder zweite Remscheider ein Konto bei uns“, freute sich Frank Dehnke.  Obwohl das Geldinstitut einen Grundpreis von 7,90 Euro für Girokonten eingeführt hatte, war deren Zahl im vergangenen Jahr um 2.500 auf 75.000 gestiegen, gleichzusetzen mit neuen Kunden. Für Dehnke ein Vertrauensbeweis.  Und die Bilanzsumme mit einem Plus von 8,18 Prozent auf 1.560 Millionen Euro zeige gerade angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB und der weiter wachsende Regulatorik, dass die Stadtsparkasse Remscheid „alle Herausforderungen gemeistert“ habe.  

Ein stetiges Wachstum (plus 14 Millionen Euro) verzeichnete die Stadtsparkasse  auch beim Kreditgeschäft mit Industrie- und Handwerbebetrieben aus Remscheid und dem Oberbergischen Kreis. Die laufenden Kredite summierten sich auf 1.110.000 Euro (1,11 Milliarden). Das waren 80 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Und des bei Tilgungsraten von zwei bis drei Prozent. Ein Zeichen dafür, dass Remscheider Unternehmen investitionsbereit sind bei guter Geschäftslage.

Bei den Geldanlagen im Privatkundengeschäft wurde mit einem Plus von rund 14 Millionen Euro ebenfalls ein starkes Wachstum verzeichnet. Rund zwei Drittel der Kundeneinlagen waren dabei Sichteinlagen, „um schnell und flexibel auf Marktentwicklungen reagieren zu können“, so Dehnke. Leider ohne Zinserträge. Und dabei dürfte es auf absehbare Zeit auch bleiben. Denn Experten sehen ein Ende der Niedrigzinsphase erst im nächsten Jahrzehnt. Wohl auch deshalb werde der Sparkassenkapitalbrief mit Laufzeiten von acht, neun, zehn oder 15 Jahren nachgefragt (Zinssatz bei zehn Jahren Laufzeit: 1,1 Prozent). Aber auch die Umschichtung in Wertpapiere habe 2017 zugenommen. „Das gilt insbesondere für die Anlage in Investmentfonds der Deka. Lag der Zuwachs 2016 noch bei elf Millionen, konnten wir 2017 rund 20 Millionen Euro Zuwachs verzeichnen“, so Dehnke.

Zum 1. Februar passt die Stadtsparkasse Remscheid ihre Öffnungszeiten dem veränderten Kundenverhalten an. Eine Reaktion auf die gegenüber dem Servicebereich deutlich gestiegene Nachfrage nach einer umfassenden und individuellen Beratung. Das stellvertretende Vorstandsmitglied Herbert Thelen: „Das Kundencenter in der Hauptstelle an der Alleestraße wird ab 1. Februar Montag bis Freitag täglich durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet haben, die Geschäftsstellen Lüttringhausen, Handweiser, Hasten und Vieringhausen Montag und Donnerstag von 9bis 18 Uhr und Dienstag, Mittwoch und Freitag von 90 bis 16.30 Uhr, allerdings jeweils unterbrochen durch eine Mittagspause von 12.30 bis 14 Uhr.“ Allein die Zweigstelle in Lennep soll zunächst durchgehend geöffnet bleiben (Mo. und Do. 9 bis 18 Uhr, Di, Mi. und Fr. 9 bis 16.30 Uhr), um abzuwarten, wie sich der Kundenstrom nach Öffnung des neuen Einzelhandels gegenüber (vorm. Hertie) entwickeln wird. Die Öffnungszeiten bis 18 Uhr sollen es insbesondere Berufstätigen leichter machen, sich persönlich in der Stadtsparkasse beraten zu lassen (bei vorheriger Terminabsprache wird das auch noch nach 18 Uhr möglich sein). Damit reagiert die Stadtsparkasse auf statistische Erhebungen, wonach jeder Kunde nur noch einmal im Jahr seine Filiale besucht, aber mehr als 100 Mal das Online-Banking nutzt, die mobile Sparkassen-App sogar fast 200 Mal. im Jahr. “In der Mittagszeit werden die Serviceleistungen in den kleineren Geschäftsstellen kaum noch nachgefragt“, so Herbert Thelen. „Klassische Bankgeschäfte können inzwischen rund um die Uhr online erledigt werden!“

Bewährt hat sich im vergangenen Jahr das neue Kundenservicecenter in Kooperation mit der Stadt-Sparkasse Solingen, telefonisch erreichbar montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr. Dort waren 2017 rund 110.000 Anrufe eingegangen zu diversen Service- und Bankgeschäften. Frank Dehnke sprach gestern gar von einem Boom, den man nicht erwartet habe.

Bei verändertem Nutzungsverhalten und technischen Modernisierungen geht die Stadtsparkasse in den nächsten Jahren von einer sinkenden Mitarbeiterzahl aus, befördert durch Vorruhestandsangebote. Doch der Bedarf an qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern auf die Ausbildungsstellen bleibt – und könne gedeckt werden, wie Frank Dehnke erklärte. Von den fünf Azubi-Stellen  für 2018 ist nur noch eine frei. Bewerbungen für 2018 werden ab dem Frühsommer angenommen.  Gerne auch von Realschüler/innen. Denn mit denen habe man „gute Erfahrungen“ gemacht. An der „Azubi-Geschäftsstelle“ (2017 auf Hasten) will der Vorstand festhalten (2018 auf Handweiser). Verneint wurde gestern die Frage nach Fluktuation in der Belegschaft. Die liegt seit vier Jahren „bei null“.

Auch 2017 engagierte sich die Stadtsparkasse Remscheid in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens. „So stärken wir die Lebensqualität in Remscheid“, sagte Vorstandsmitglied Michael Wellershaus. Von den Spenden- und Sponsoring-Aktivitäten der Sparkasse in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Wissenschaft und Bildung, darunter im Rahmen von „Spenden-Voting“ und „Bürgerpreis“,  profitierten – trotz weiterhin niedriger Zinsen – auch 2017 wieder gemeinnützige Vereine und Institutionen vor Ort im Umfang von mehr als 500.000 Euro. Diese Summe verteilte sich auf rund 280 gemeinnützige Projekte.

Für die die Sommerferien plant die Stadtsparkasse in diesem Jahr wieder ein besonderes Highlight auf dem Rathausplatz, nachdem die Kölner Musikgruppe „Kasalla“ dort im vorigen Jahr beim „Löwen-Festival“ großen Anklang gefunden hatte. Mehr war gestern aber nicht zu erfahren, weil der Konzertvertrag noch unterschrieben werden muss...

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