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Die Standsicherheit von Bäumen stets im Blick

Bäume haben es so an sich, jahrelang still vor sich hin zu wachsen. Wer neben oder gar unter einem solchen Baum wohnt, ist daran gewöhnt und denkt sich zumeist nicht viel dabei. Sollte er aber. Denn heftige Windböen, gar in Orkanstärke, können vom Wetterdienst nicht punktgenau angekündigt werden. Beispiel: Das Sturmtief „Friederike“ am 18. Januar. Etliche Bäume fielen ihm zum Opfer, nicht selten von einer Sekunde auf die andere. Zu besichtigen etwa auf der kleinen Straße im Lobachtal Nähe Diederichskotten (Foto rechts) und auf der Straße zwischen Gründerhammer im Morsbachtal und der Ortschaft Grund. An beiden Straßen haben die Bäume, als der Sturm sie umwehte, die Asphaltdecke der Fahrbahn beschädigt, weil die Baumwurzeln teilweise darunter lagen. Warnbaken der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) markieren diese Stellen, um Unfälle zu vermeiden.

In dem kleinen Seitental unterhalb von Grund liegen schon seit geraumer Zeit einige Baumveteranen, die frühere Stürme umgeweht haben. Sie liegen an einem Waldrand, und der Grundbesitzer scheint keine Veranlassung zu haben, sich um das Holz zu kümmern. „Nicht jeder Waldbesitzer hat seine Bäume im Blick“, weiß Forstamtsleiter Markus Wolff. „Aber das ist kein Fall für die Forstbehörde“.

Das sieht bei den jüngsten Sturm- und Straßenschäden am Diederichskotten und bei Grund (Fotos unten) anders aus. Beide Straßen führen an teilweise recht steilen Hängen entlang, an denen die Wurzelballen der umgewehten Bäume nun senkrecht in den Himmel ragen. Und gleich daneben stehen weitere Bäume, denen beim nächsten Sturm das gleiche Schicksal drohen könnte. Da könnte für die Stadt aus Gründen der Verkehrssicherheit also akuter Handlungsbedarf bestehen, von der notwendigen Reparatur der Straße abgesehen. „Wir haben einen Bodengutachter beauftragt“, sagte Gerald Hein (TBR) dem Waterbölles auf Anfrage. Nicht auszuschließen, dass es an der Straße zwischen Gründerhammer und Grund mit einer partiellen Reparatur der akuten Schäden nicht getan ist...

Auf unseren Kontrollfahrten haben wir die Bäume am Straßenrand sehr wohl im Blick, auch die auf Privatgrundstücken“, berichtet Gerald Hein. Erscheint ein Baum nicht mehr stand-/verkehrssicher, halten die TBR mit dem Eigentümer Rücksprache. Denn dem obliegt für die Bäume auf seinem Grundstück die Verkehrssicherheitspflicht. Das heißt auch, dass er haften muss, wenn ein Baum einen Schaden angerichtet hat, der vermeidbar gewesen wäre. Etwa, wenn ein Baum an einem Hang so lange wachsen durfte, bis er durch sein eigene Gewicht umstürzte.

Hat ein TBR-Mitarbeiter auf einer Kontrollfahrt eine solche Gefahr erkannt, wird der Grundstücksbesitzer aufgefordert, diese zu beheben. Und wenn das dann nicht geschieht? „Dann können wir den Baum im Zuge einer so genannten Selbstvornahme auch selbst fällen lassen und werden dem Besitzer anschließend die Kosten berechnen“, sagt Hein. Das sei aber schon lange nicht mehr nötig gewesen.

Anders sieht es mit unvorhersehbaren Sturmschäden aus. Hier gilt das Prinzip der „höheren Gewalt“. An den Kosten der Straßenreparatur wird sich der Besitzer der nahe Grund von „Friederike“ umgestürzten Bäume folglich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht beteiligen müssen. Das geht dann zu Lasten der Steuerzahler.

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