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Böker-Villa: Bewerbungen bis Mitte April

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die „Böker-Villa“ wurde bis zuletzt durch die MKS Musik- und Kunstschule genutzt. In den Herbstferien 2017 ist die Musik- und Kunstschule in die neu gestalteten und renovierten Räumlichkeiten der ehemaligen Städtischen Galerie an der Scharffstraße umgezogen, so dass für die „Böker-Villa“ eine Nachfolgenutzung gesucht wird. Die Liegenschaft an der Elberfelder Straße 20 wurde 1985 in die Denkmalliste der Stadt Remscheid eingetragen. Sie ist zu erhalten und im Rahmen der Bestandssicherung zu sanieren und damit in Wert zu setzen. Die bislang bei der Stadt Remscheid gelisteten Kaufinteressenten sind schriftlich über den Ablauf des Vermarktungsverfahrens informiert worden. Im Rahmen eines transparenten Verfahrens, dessen Ziel es ist, eine/n geeignete/n Investor/in mit einem für das Objekt städtebaulich angemessenen, funktionalen und nachhaltigen Nutzungskonzept zu ermitteln, ist die Abgabe einer Bewerbung bis Mitte April erforderlich. Weitere Kaufinteressenten können die Informationen zum Vermarktungsverfahren bei der Stadt Remscheid, Abteilung Wirtschaftsförderung und Liegenschaften (Frank Schulz, Tel. RS 16 - 23 06, oder Ingo Lückgen, Tel. RS 16 - 36 47) erhalten. (siehe auch: Entscheidung über Bökervilla im Juni 2018)

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Kommentare

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Chronist am :

„Im Rahmen des Vermarktungsverfahrens zum Objekt Böker-Villa sind der Verwaltung zwei Bewerbungen eingereicht worden. Die einzelnen Aspekte der eingegangenen Bewerbungen sind in einem ersten Schritt aufgearbeitet und in eine Matrix, welche eine grobe Gegenüberstellung ermöglicht, übernommen worden (Bewerber, ggf. Kooperationspartner, Referenzprojekte, geplante Nutzung / Nutzungskonzept, Kaufpreisangebot, Zeithorizont, Finanzierungskonzept, Vereinbarkeit mit Planungsrecht / Baurecht). Darauf aufbauend werden qualifizierte Gespräche mit den Bewerbern geführt, um ein noch umfassenderes Bild zu den eingereichten Konzepten zu erhalten. Ein zu klärender Aspekt ist beispielweise, unter welchen Rahmenbedingungen eine temporäre Verfügbarkeit bzw. Nutzung der Liegenschaft für bzw. durch die Stadtverwaltung gewährleistet werden kann. Des Weiteren wird in persönlichen Gesprächen mit den Bewerbern die genauere Ausgestaltung einzelner angedachter Nutzungen spezifiziert (z.B. Gastronomie, Büro, etc.). Zur Vorbereitung der Gespräche ist eine interne Abstimmung mit mehreren Fachdiensten notwendig. Das Ziel ist, die politischen Gremien nach der Sommerpause über die geführten Gespräche zu informieren und eine Entscheidungsgrundlage zur Verfügung zu stellen.“ (Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 21. Juni)

Lothar Kaiser am :

Was denn in der Vorlage der Verwaltung zur Böker-Villa mit der „temporären Verfügbarkeit bzw. Nutzung der Liegenschaft für bzw. durch die Stadtverwaltung“ gemeint sei, wollte heute im Haupt- und Finanzausschuss Rosemarie Stippekohl (CDU) wissen. Antwort von Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde: Es gehe unter Umständen darum, während des Rathausanbaus freie Kapazitäten in der Böker-Villa vorrübergehend zu nutzen. Selbstverständlich nur, wenn der Erwerber damit einverstanden sei, ergänzte Stadtdirektor Sven Wiertz.

Christoph Imber, Gründerschmiede Remscheid e.V. am :

Vor rund drei Jahren wurde mit Unterstützung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz beim „Runden Tisch der Wirtschaft“ die Gründerschmiede initiiert. Seitdem konnten in einem starken Netzwerkverbund bereits über 75 Unternehmensneugründungen in Remscheid auf den Weg gebracht werden und der in der Hindenburgstraße provisorisch eingerichtete Coworking-Space kann die Nachfrage nach Arbeitsplätzen und Beratung längst nicht mehr decken. Der Bedarf nach geeigneten Räumlichkeiten ist enorm, und so blickt die Gründerschmiede mit großer Hoffnung auf die kommenden Wochen, in denen die Politik über das eingereichte Konzept zum Erwerb der Böker-Villa entscheiden will. Wir müssen jungen Menschen eine Zukunftsperspektive geben und das Entstehen von jungen, kreativen Unternehmen fördern und sichtbar machen. Die historische Gründervilla wird mit unserem Konzept ein wichtiger Impulsgeber für die Innenstadt und kann eine positive Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus erzeugen.

Chronist am :

Über die vorliegenden Nutzungskonzepte der Bewerber um die Bökersvilla entscheidet der städtische Entwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 15. November im nichtöffentlichen Teil.

Chronist am :

Offenbar will die Verwaltung in der kommenden Woche der Politik den Verkauf der denkmalschützten Böker-Villa an einen externen Interessenten vorschlagen und nicht an die ebenfalls interessierte Remscheider Gründerschmiede. Die Referenzen und das Nutzungskonzept des externen Bewerbers hätten bei der Verwaltung mehr Eindruck hinterlassen als die Bewerbung des Gründerschmiede e. V. um Christoph Imber. Für den Verein sei noch ein anderer Weg denkbar: „er aussichtsreiche Mitbewerber hat ein in Teilen ähnliches Konzept wie die Schmiede – und er kann sich die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern vorstellen“, schreibt die BM.

Lothar Kaiser am :

Der Betrag, den die Gründerschmiede für die Böker-Villa geboten habe, sei um eine fünfstellige Summe niedriger als die des Mitbewerbers, heißt es. Das ist die Wuppertaler Firmengruppe (Thilo und Boris) Küpper. Die ist seit 2015 bereits in Remscheid aktiv: Damals kaufte sie das leerstehende Amtsgericht in Lennep und baute es zu einem so genannten Boarding-Haus um (https://www.booking.com/hotel/de/boardinghouse-roter-lowe.de.html). Zu dessen Fertigstellung schrieb die Firma damals: „Dieses denkmalgeschützte Gebäude war eines unserer absoluten Lieblingsprojekte. (...) Was auf dem Plan schon toll aussah, wirkt in Wirklichkeit noch viel beeindruckender. Jedes Zimmer hat seinen ganz eigenen Charme. Hier können sich Manager, Geschäftspartner oder sonstige Gäste wirklich wohl fühlen. Mit Größen zwischen 40 und 87 Quadratmetern findet auch jeder ein passendes Raumangebot.“ Aus der Böker-Villa will die Firma Büros („Co-Working-Space“) machen für Freiberufliche, junge Unternehmer und Künstler/innen. Und im Erdgeschoss stellt sich Küpper ein „Café mit Mittagstisch vor (keine Partyzone).

Tobias Dehler am :

Der Bericht der BM vom vergangenen Wochenende, dass die Böker-Villa wohl an einen kommerziellen Investor und nicht an die Gründerschmiede verkauft werden soll, zeigt aus meiner Sicht eine eklatante Fehleinschätzung von Rat und Verwaltung hinsichtlich der Wichtigkeit eines solchen Angebots für die Stadtentwicklung. Ich habe daher dem Oberbürgermeister und den(demokratischen) Mitglieder des Rats der Stadt Remscheid einen offenen Brief geschickt, in dem ich ihnen dringend ans Herz legen, „sich vor der anstehenden Entscheidung besonders die Aktivitäten der Stadt Solingen im Rahmen des Gründer- und Technologiezentrums, bzw. des dort angesiedelten Coworkit und 3D-Startup-Campus, anzusehen.Dass hieraus Weltunternehmen wie Codecentric und Instana entstanden sind, ist ein klarer Nachweis, dass derartiges Startup-Engagement für einen Wirtschaftsstandort nachhaltig erfolgreich ist. (...) Mir stellt sich die Frage, warum das, was in Solingen schon geschafft wurde, nicht auch in Remscheid möglich ist. (...) Ich appelliere an Sie, als unsere gewählten „Stadtentwickler“, das Konzept der Gründerschmiede anzunehmen.“

Beatrice Schlieper am :

Sie schreiben am 14. November etwas von der eklatanten Fehleinschätzung von Rat und Verwaltung. Zur Verwaltung äußere ich mich nicht, aber dass Sie bereits schon vor den maßgeblichen Sitzungen wissen, dass sie einer solchen Fehleinschätzung unterliegen, verwundert ein wenig.

Wirtschaftsjunioren Remscheid am :

Die Wirtschaftsjunioren Remscheid glauben an die Ideen und Visionen der Gründerschmiede. Wir sind überzeugt davon, dass die Gründerschmiede die beste Wahl für die Bökervilla ist und hoffen, dass die politischen Vertreter der Stadt das hohe Potenzial des lokalen Bewerbers sehen und eine entsprechende Entscheidung treffen.Ein Gründerzentrum in der Bökervilla würde ein positives Signal setzen für die gesamte Stadt und die Menschen, die in Remscheid etwas bewegen wollen und schon bewegt haben. Die Erfolgsgeschichte der Gründerschmiede zeigt, dass die Stadt mit ihren Tüftlern und kreativen Menschen ein großes Reservoir von Ressourcen, Ideen und Fähigkeiten hat. Es wäre aus unserer Sicht fatal, wenn diese Chance der Bündelung dieser Ressourcen in einem Gründerzentrum in der Bökervilla nicht genutzt würde. (Carina Bürgel, Sprecherin der Wirtschaftsjunioren Remscheid)

Norbert Landen am :

Eine Frage, Herr Dehler: Wen meinen Sie mit demokratischen Mitgliedern des Rates?

Tobias Dehler am :

Damit meine ich, dass ich die Rechtsextremen von "Pro Deutschland" nicht angeschrieben habe.

Tobias Dehler am :

Hier noch der Link zum vollständigen offenen Brief: http://tobiasdehler.com/blog/offener-brief-zum-verkauf-der-boeker-villa/

Lothar Sill, stellv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion am :

Für die SPD ist klar, wir unterstützen die hervorragende Arbeit der GRÜNDERSCHMIEDE seit ihrer Gründung. Wir werden dies auch weiterhin machen. Einige Mitglieder unserer Fraktion, wie unser Vorsitzender Sven Wolf, sind selbst dem Verein GRÜNDERSCHMIEDE beigetreten. Die Beratung in unserer Fraktion ist noch nicht abgeschlossen. In der heutigen Sitzung des Entwicklungsausschusses werden wir daher viele Fragen stellen. Mit den Antworten wollen wir weiter beraten. Wir haben derzeit Angebote von zwei Investoren vorliegen, keiner davon ist der Verein GRÜNDERSCHMIEDE selbst. Heute muss und kann über die Angebote noch nicht entschieden werden. Wir danken Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und dem technischen Beigeordneten Peter Heinze, dass die Diskussion nun sachlich weitergeführt werden kann, nachdem sie sehr emotional war. Wir haben eine einmalige Chance: Die Böker Villa direkt in der Innenstadt kann ein Schmuckstück werden und gleichzeitig könnte die GRÜNDERSCHMIEDE dort einen Anlaufort finden. Das wollen wir als SPD. So könnten wir uns vorstellen, dass die Interessenten erklären, dass sie mit der GRÜNDERSCHMIEDE einen Mietvertrag abschließen. Sollte das nicht möglich sein, könnten wir das Verkaufsverfahren beenden, damit bliebe das Gebäude im Eigentum der Stadt und könnte an die GRÜNDERSCHMIEDE vermietet werden. Um einen dieser Wege zum Erfolg zu führen, können wir heute keine Entscheidung treffen. Jetzt müssen nochmal alle Beteiligten sprechen. Dafür stehen wir jederzeit bereit.

Peter Heinze, Technischer Beigeordneter am :

Sehr geehrter Herr Dehler, sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, in enger Absprache mit Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz antworte ich Ihnen öffentlich als zuständiger Dezernent. Bedauerlicherweise wird die öffentliche Diskussion zum Verkauf der Böker Villa unsachlich und vor dem Hintergrund falscher Tatsachen sowie Fehlinformationen geführt. Ich spreche mich ausdrücklich für Weiterentwicklung und den Fortbestand der Gründerschmiede in Remscheid aus. Der Verein leistet hervorragende, wirtschaftsfördernde Arbeit und ist fester Bestandteil der lebendigen Gründerkultur dieser Stadt. Mit dem Verkauf der Böker Villa steht die Weiterentwicklung der Gründerschmiede nur mittelbar auf der Agenda. Verfahrensrechtlich geht es bei dem Verkauf um ein liegenschaftliches, öffentliches Veräußerungsverfahren, in dem die Gründerschmiede ein Bestandteil sein kann. Die Verwaltung hatte frühzeitig davor gewarnt, die künftige Ausrichtung der Gründerschmiede mit der Verknüpfung des Verkaufs der Böker Villa zu koppeln. Die Hintergründe: Der Rat der Stadt Remscheid betraute die Stadtverwaltung im August 2015 mit der Veräußerung der Böker Villa. Die Rahmenbedingen für den Verkauf wurden in einem zweiten Schritt im Dezember 2017 in politischem Einvernehmen konkretisiert. Gewählt wurde ein Interessenbekundungsverfahren, um verschiedene Nutzungsoptionen für die Böker Villa sowie den möglichen Verkaufspreis zu ermitteln. In Rede standen Ende 2017 verschiedene Nutzungskonzepte wie das angesprochene Gründerzentrum mit Co-Working-Spaces, ein Hotel, Seniorenwohnen mit Mehrgenerationenwohnen sowie ein Interkulturelles Zentrum. Zwei Investoren haben aktuell Kaufangebote abgegeben, um das Objekt mit Gewinnabsicht zu betreiben. Die eingereichten Konzepte planen gleichermaßen Büroflächen mit Co-Working-Spaces und eine gastronomische Nutzung. Für einen Investor ist die Vermietung an die Gründerschmiede Bestandteil des Konzeptes, der zweite Investor könnte eine Vermietung von Flächen an die Gründerschmiede in sein Konzept integrieren. Die Gründerschmiede selbst hat kein Kaufangebot für die Böker Villa abgegeben. Sie würde in das Objekt als Mieter eingebunden werden. Unabhängig davon, für welches der beiden eingereichten Nutzungskonzepte sich der Rat entscheidet, es bestünde für die Gründerschmiede als Mieter bei beiden Investoren eine Perspektive. Darüber hinaus ist die erfolgreiche Arbeit der Gründerschmiede standortunabhängig, wie ihre Aktivitäten aus der Hindenburgstraße in Remscheid heraus belegen. Alternative Standorte über die Hindenburgstraße oder Böker Villa hinaus sollten nicht öffentlich, sondern im Einvernehmen mit der Gründerschmiede selbst erörtert werden. Die Verkaufsempfehlung der Stadtverwaltung für die Böker Villa für den Rat der Stadt Remscheid folgt dem Gleichbehandlungsgrundsatz der Kaufinteressenten wie auch der Verpflichtung, das Vermögen der Stadt Remscheid nicht unter Wert zu verkaufen. Im Klartext: Rat und Verwaltung haben sich durch das festgelegte Interessenbekundungsverfahren gebunden; durch die sehr identischen Nutzungskonzepte der beiden Interessenten steht der gebotene Kaufpreis im Mittelpunkt der Entscheidung. Die erhebliche sechsstellige Differenz in der Angebotssumme lässt hier rechtssicher nur eine Empfehlung zu. Ich hoffe, ich trage auf diese Weise zur Aufklärung über das Verkaufsprocedere bei. Die Verwaltung der Stadt Remscheid steht unverändert voll hinter dem Konzept der Gründerschmiede und wird sie wie bisher in ihren Aktivitäten unterstützen.

Tobias Dehler am :

Letzte Woche ist das Thema Gründerschmiede in Remscheid ja heiß diskutiert worden. In meinem Kopf sind jetzt mehr Fragen als Antworten. Die Diskussion muss weitergehen! Warum wird jetzt die Vermietung der Böker Villa an die Gründerschmiede durch die SPD Remscheid und die Stadtverwaltung in Erwägung gezogen, wenn doch genau das von Anfang an der Wunsch des Vereins war; jedoch aus Sicht der Verwaltung nicht möglich? Wie kann ein fünfstelliger Betrag über wohl und Wehe eines Angebots entscheiden? Bei der kolportierten Investitionssumme von über 1 Mio. € wären das weniger als 10%. Haben die Macher der Gründerschmiede mit Küpper Bros. gesprochen? Wenn nein, warum nicht? Warum hat die Gründerschmiede ihr Angebot nicht komplett öffentlich gemacht? Warum gab es keine Crowdfunding-Kampagne? Warum sind nicht alle Remscheider Unternehmen und Bürger angesprochen worden sich an einem solchen Zukunftsprojekt zu beteiligen? Warum hat die CDU Remscheid nichts Besseres zu tun als ihre Unterstützung der Gründerschmiede mit Geschichten über eine vermeintlich verfehlte Politik der letzten Landesregierung zu verquicken? Machtkalkül vor Sachpolitik? Der Bürger durchschaut das doch … Warum sind die GRÜNE Remscheid die ganze Zeit nur auf der Frage des „Durchstechens“ von Informationen rumgeritten? Was ist die inhaltliche Haltung zum Thema Gründerschmiede/Böker-Villa? Hat die FDP Remscheid der im letzten Bundestagswahlkampf propagierte „GERMAN MUT“ verlassen? Vernehmbar war nur das Schweigen. Haben die DIE LINKE.Remscheid und die W.i.R. – Wählergemeinschaft in Remscheid auch eine Meinung zum Thema? Wieso erreicht man nur knapp die Hälfte der Remscheider Ratsmitglieder überhaupt per E-Mail und wieso gibt es für die Ratsmitglieder keine offiziellen Adresse @remscheid.de? Wann wird die Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, wie in Solingen, auf Zukunft getrimmt? Wann veranstalten wir als Remscheider Bürgerinnen und Bürger endlich gemeinsam mit unserem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie unseren Landtagsabgeordneten Sven Wolf und Jens Nettekoven, den Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung einen Remscheider Zukunftskongress? – Ich schlage den Januar 2019 vor. Last but not least: Warum nur bekomme ich Briefe immer als Thomas Dehler obwohl ich Tobias Dehler heiße? 😉

Gerd Rothbrust am :

Hallo Herr Dehler, Remscheider Politiker und Politikerinnen produzieren sich im Waterbölles nur, wenn sie andere Politiker (von anderen Parteien) in Bedrängnis bringen wollen. Es ist also nur Tamtam, oft leere Ankündigen oder nicht zu erfüllende Forderungen – also Bullshit! ;-)

Beatrice Schlieper am :

Hallo Herr Dehler (Tobias), Sie irren, wenn Sie glauben die Grünen beschäftigten sich nur mit der Tatsache des Durchstechens.Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Person,die das getan hat, sich entweder nicht bewusst war, was sie angerichtet hat oder darauf spekulierte, eine emotionale Diskussion anzuzetteln. Gebracht hat es bis jetzt wenig. Die Grünen haben sich sehr bewusst nicht öffentlich zu den Inhalten der (nichtöffentlichen) Beschlußvorlage geäußert, sondern in der Fraktion beraten,wie es weitergehen könnte. Aber das werden Sie, wie ich Ihnen schon mal sagte, nicht zuerst aus den Medien erfahren. Sie selber werfen ein Menge richtige und berechtigte Fragen auf. Die gilt es sachlich mit den Protagonisten dieses Projekts zu klären.

Tobias Dehler am :

Liebe Frau Schlieper, mein Eindruck ist ganz und gar nicht, dass die Diskussion bis hierhin nichts gebracht hat. Ich fürchte, sie wäre ansonsten überhaupt nicht geführt worden. Konkret teile ich bspw. nicht die Idee von Herrn Beinersdorf, der Einrichtung einer neuen Städt. Galerie in der Böker Villa. Seine Ideen sind aber doch trotzdem bedenkenswert. Auch hieraus könnte sich ja ein Ansatz ergeben (Kunst + Gründer + Gastro). – Da ist mir als Bürger, in der öffentlichen Wahrnehmung, viel zu wenig (von allen Parteien) quergedacht worden. Aber der Zug ist abgefahren. Ich freue mich auf die inhaltlichen Ausführungen der Grünen für den Zukunftsstandort Remscheid nach der Ratsentscheidung für die Küpper Bros.

Norbert Landen am :

Herzlichen Glückwunsch Herr Dehler, jetzt haben auch Sie feststellen müssen mit welcher Politik und Politikern wir in Remscheid leben müssen.

Fraktion der Linken am :

Auf der gestrigen Fraktionssitzung der Remscheider LINKEN wurde die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im Punkt Veräußerung der Böker Villa einer kritischen Auswertung unterworfen. Im Ergebnis stellt DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Remscheid fest: „Die Böker Villa gehörte schon immer zur – Meile der Kultur – (Teo Otto Theater, Bibliothek, Galerie, VHS und Jugend Musik und Kunstschule) durch die Auflösung der Galerie und den Auszug der MKS aus dem Gebäude, entstand ein Leerstand. DIE LINKE hatte vorgeschlagen, das Gebäude der Nutzung als „Kunstmuseum“ zuzuführen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Begründung: Wir schließen nicht die Galerie, um an anderer Stelle ein Kunstmuseum zu schaffen. Das Versprechen des OB in Remscheid einen Ort für zeitgenössische Kunst zur Verfügung zu stellen, ist mit dem Versuch der Implementierung dieses Versprechens in den Büroräumen des Markt 13 als Flop der besonderen Art gescheitert. DIE LINKE spricht sich gegen den Verkauf des Objekts aus. Das denkmalgeschützte Gebäude ist mit dem dazugehörigen Park ein wichtiger Bestandteil zur Revitalisierung der Innenstadt. Im Masterplan Grünes Städtedreieck – Region mit Weitsicht, wird die Bedeutung von Gebäude und Park als enorm wichtiges Element des lokalen Freiraumsystems dargestellt. Mit einer Veräußerung würde die Stadt ihren Einfluss auf die Revitalisierung der Innenstadt im entscheidenden Punkt der Gestaltung des Freiraumsystems aufgeben. Wir sind der Meinung, dass die Idee der ‚Gründerschmiede‘ auch an anderer Stelle sinnvoll verwirklicht werden kann, z. B. in der Technologiefabrik. Die Böker Villa ist weiter für den Bereich Bildung und Kultur zu nutzen. Wenn denn die Meinung vorherrscht, dass die Remscheider Künstler von Weltruf, Johann Peter Hasenclever, Teo Otto, Gerd Arntz und Wolfgang Tillmanns keiner würdigen Präsentation in ihrer Heimatstadt bedürfen, so sollte das Gebäude und der Park für den Bereich Bildung und Kultur genutzt werden. Es bietet sich z. B. an, die Idee der Schaffung einer Dependance der ‚Kinder- und Jugenduniversität‘ in den Räumen der Böker Villa zu verwirklichen. Hier könnten bereits in einem frühen Stadium der Talententwicklung kreative Ansätze, Experimentierfreude und Forschergeist besonders gefördert werden. Die hierfür angedachten Räume im Haus Berger sind weit weniger für diesen Zweck geeignet.“ (Axel Behrend)

Tobias Dehler am :

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lässt sich heute vom RGA mit folgenden Worten zum Verkauf der Böker Villa an die Gründerschmiede zitieren: „Wenn ich ein Haus verkaufe, obwohl ich ein besseres Angebot auf dem Tisch habe, bekomme ich Besuch vom Staatsanwalt.“ Das mag sein. Ist diese Erkenntnis aber, nach den ganzen Treueschwüren, erst in den letzten 2-3 Wochen gereift? Wozu sind dann überhaupt teuer Konzepte erstellt worden? Es hätte doch offensichtlich gereicht, wenn jeder Bewerber konzeptlos sein Höchstgebot abgegeben hätte. – "A mind is like a parachute. It doesn't work when it's not open." (Frank Zappa) – Ich verstehe die mangelnde Kreativität nicht, GEMEINSAM zwischen Politik, Verwaltung und Verein eine Lösung zu finden. Mir fallen mindestens fünf Lösungsmöglichkeiten ein. Die einzige Frage, die man sich doch stellen muss, wenn man das Projekt will, ist "Wie kann es gehen?". – Aber der Zug ist scheinbar abgefahren. Es wäre daher besser dieses Theater nicht weiter zu verlängern, sondern morgen den Beschluss zu fassen nur noch mit den Küpper Bros., die mit Sicherheit einen guten Job machen werden, zu verhandeln. Alea iacta est!

Chronist am :

Während die CDU-Fraktion gefordert hat, der Gründerschmiede den Zuschlag für die Böker-Villa zu verteilen, hat jetzt die Fraktion der Linken den Antrag (zur nächsten Ratssitzung gestellt), die Bemühungen um den Verkauf der Böker Villa einzustellen und das Gebäude einem sozialen, einem kulturellen oder einem Bildungszweck zuzuführen. Die Finanzierung des möglichen zukünftigen Zwecks könne durch eine gut durchdachte und vorbereitete Crowdfunding-Aktion erfolgen. Begründung: „Das denkmalgeschützte Gebäude ist mit dem dazugehörigen Park ein wichtiger Bestandteil zur Revitalisierung der Innenstadt. Im Masterplan Grünes Städtedreieck – Region mit Weitsicht, wird die Bedeutung von Gebäude und Park als enorm wichtiges Element des lokalen Freiraumsystems dargestellt. Mit einer Veräußerung würde die Stadt ihren Einfluss auf die Revitalisierung der Innenstadt im entscheidenden Punkt der Gestaltung des Freiraumsystems aufgeben.“

Fraktion der FDP am :

Die Freien Demokraten sprechen sich gegen die Initiativen von CDU und Linkspartei aus, zum jetzigen Zeitpunkt das Interessenbekundungsverfahren für die Böker-Villa oder gar die Verkaufsbemühungen insgesamt zu beenden. Vielmehr sollte aus Sicht der Rats-FDP das Verfahren fortgeführt, Verhandlungen mit dem Meistbietenden aufgenommen und die Gründerschmiede eingebunden werden. Für Wolf Lüttinger, Vorsitzender der Freien Demokraten im Rat, wäre das sofortige Ende des Interessenbekundungsverfahren ein schlechtes Signal an potenzielle Investoren: „Die Stadt Remscheid hat das Interessenbekundungsverfahren in Gang gesetzt, und private Investoren haben in der Folge Geld in die Hand genommen, um ein attraktives und solides Angebot abzugeben. Nun soll die Stadt nach Vorlage der Angebote das ganze Verfahren dann doch wieder aufheben, weil Teilen der Politik das Ergebnis nicht so recht passt? Ein solches Verhalten ist nicht nachvollziehbar und schadet dem Standort Remscheid.“ Mit der Fortführung des Interessenbekundungsverfahrens ist aus Sicht der Liberalen nicht ausgeschlossen, dass die Gründerschmiede in die Böker-Villa einziehen kann: „Die Verwaltung sollte jetzt mit dem Höchstbietenden verhandeln und dabei die Nutzung durch die Gründerschmiede einschließlich eines entsprechenden Mietvertrags berücksichtigen. Anstatt über ein Ende des Verfahrens nachzudenken, wäre es richtig, eine gemeinsame Lösung zu verhandeln, um eine solche Chance zum Vorteil aller Beteiligten nutzen zu können“, so Wolf Lüttinger. Die Freien Demokraten unterstützen das Anliegen der Gründerschmiede, einen attraktiven Standort in Remscheid zu finden, wie Lüttinger betont: „Die Stadtverwaltung ist gleichzeitig aufgerufen, mögliche andere Standorte für die Gründerschmiede zu prüfen. So kann ein anderer zentraler Standort oder auch der Honsberg mit dem Campus der Rheinischen Fachhochschule ein interessantes Umfeld bieten.“ (Philipp Wallutat, Fraktionsgeschäftsführer)

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