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Verkehrsberuhigter Neuenhof kostet die Anwohner

Anwohner: Schilder sind keine Problemlöser“, titelte der Waterbölles am 22. September 2016, nachdem Anwohner des Neuenhofs  in einer Sondersitzung der Bezirksvertretung Süd in der Mensa der Sophie-Scholl-Schule die Lösung der allseits kritisierten Verkehrsprobleme in der mehr als 60 Jahren alten Siedlung in den Sommerferien nicht in einem Wald von Halteverbotsschildern, sondern vielmehr in der Fällung „falsch gepflanzter“ Straßenbäume gesehen hatten. Ob der jetzt vorliegende Vorschlag der Verwaltung, die Straße Neuenhof (den sogenannten „Äußeren Ring“) zwischen den Hausnummern 53 (am Sportplatz) und 89 (südliche Einmündung zur Baisieper Straße) verkehrsberuhigt auszubauen, bei den Anwohnern auf breite Zustimmung stoßen wird, muss sich erst noch zeigen. Denn die angesetzten Baukosten von etwa 800.000 € (zzgl. Ingenieur-Kosten in Höhe von 160.000 €) gedenkt die Verwaltung durch Anliegerbeiträge gemäß Kommunalabgabegesetz (KGA) größtenteils zu refinanzieren, konkret: von den Besitzern der anliegenden Grundstücke einzufordern.

In diesem Abschnitt der Straße Neuenhof sei ein Neubau dringend erforderlich; eine einfache Deckensanierung sei dort nicht mehr möglich, so die Verwaltung Im Bereich der Bäume sei die Straße zudem durch das Wurzelwerk geschädigt. Die Neubau-Planung soll in 2019 extern an ein Ingenieur-Büro vergeben werden. Ab 2020 wäre dann der Ausbau der Straße Neuenhof grundsätzlich möglich. Aber: „Der tatsächliche Zeitpunkt des Ausbaus ist mit den TBR bezüglich anderer Baumaßnahmen (z.B. DOC, Revitalisierung Innenstadt) zu koordinieren“, heißt in einer Mitteilungsvorlage für die Sitzung der BV Süd vom 14. Februar. Zitat: „Nach Auskunft der TBR kann der Bau (sogenannte endgültige, erstmalige Herstellung) ... zu großen Teilen aus Anliegerbeiträgen nach KAG finanziert werden.“

Die bisherige Berichterstattung:

Anwohner: Schilder sind keine Problemlöser

Leben im Schilderwald Neuenhof

Hearing im Rathaus zum absoluten Halteverbot

Stadt Remscheid lenkt bei absolutem Parkverbot ein

Absolutes Halteverbot im Bereich Neuenhof

Die im August 2016 umgesetzten umfangreichen Beschilderungsmaßnahmen – um einerseits die notwendige Durchfahrtsbreite für Rettungsfahrzeuge und Lkw der Entsorgungsbetriebe sicherzustellen und andererseits so viele Stellplätze wie möglich zu erhalten – werden in der Vorlage als erfolgreich bezeichnet. Darüber hinaus könnten mit einer veränderten Beschilderung jedoch keine weiteren Stellplätze generiert werden (wegen begrenzter öffentlicher Verkehrsfläche). „Auch durch eine Einbahnstraßenregelung  z.B. in der Breslauer Str., wie von Anwohnern gewünscht, können keine weiteren Stellplätze gewonnen werden. Hier wäre dann eher mit einer Erhöhung der gefahrenen Geschwindigkeiten zu rechnen, weil kein Gegenverkehr mehr zu beachten ist. Außerdem entstehen durch Einbahnstraßen zusätzliche Umweg-Fahrten“, teilt die Verwaltung mit.

Durch Neuplanung als verkehrsberuhigter Bereich könnten überschlägig ca. fünf bis zehn zusätzliche Stellplätze geschaffen werden, meinen die Verkehrsplaner und fügen hinzu: „Ob sich dieses erreichen lässt, wird sich aber erst im  Zuge der Detailplanung zeigen.“ Eine höhere Anzahl an Stellplätzen sei in dem Bereich auch dann nicht möglich, wenn die Bäume im nördlichen Abschnitt gefällt werden würden. Auch bei einer Neuplanung muss die durchgängige Befahrbarkeit der Straßen für Rettungsfahrzeuge Priorität haben.

Nach einer Analyse der GEWAG besteht heute noch ein zusätzlicher Bedarf von 41 Stellplätzen. Seitens der GEWAG wird geprüft, ob unter teilweiser Einbeziehung des Gehwegs und eigener Flächen sechs Stellplätze von der GEWAG erstellt werden können. Außerdem hat die GEWAG in der Breslauer Straße den Bau von zehn Garagen auf ihrem eigenen Gelände als Möglichkeit angedeutet. Darüber hinaus wird von der GEWAG noch ein Stellplatzdefizit von 25 Stellplätzen gesehen. Bis wann die Verwaltung mit einem Ergebnis der Prüfungen rechnen, sagte sie nicht.

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Zitat: „Nach Auskunft der TBR kann der Bau (sogenannte endgültige, erstmalige Herstellung) ... zu großen Teilen aus Anliegerbeiträgen nach KAG finanziert werden.“ - Wieder so eine Straße die noch gar nicht richtig bzw. endgültig hergestellt wurde obwohl der optische Eindruck ganz klar eine fertig gebaute Straße zeigt? Bin ja mal gespannt wie man diese Diskrepanz bei der Begründung für eine solch aufwendige „Sanierung” der Straße seitens der Stadt Remscheid aufrechterhalten will.

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