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Seele in Not e.V. für „Experten in eigener Sache“

Depression ist ein beängstigender und kräftezehrender Zustand. Viele der Betroffenen und ihre Angehörigen haben Angst davor, über ihre Probleme zu reden. Doch Depressionen können verhindert werden, wenn man sie behandelt. Eine Depression zu erkennen und sich Hilfe zu suchen, ist der erste und wichtigste Schritt zur Besserung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO () macht darauf gemeinsam mit dem Schriftsteller und Zeichner Matthew Johnstone in der Geschichte „I had a black dog“ aufmerksam. Seele in Not e. V., Hindenburgstraße, zeigte den Film, den Sprecher Andreas Sparberg und der Verein Freunde fürs Leben e.V. ins Deutsche übersetzt und bei YouTube eingestellt hat, am Donnerstag in der Sitzung des städtischen Integrationsrates.

Monika Erdmeier, die Vorsitzende des Verein “Seele in Not“ e.V.“, der im Haus  Hindenburgstr. 10 eine Beratungsstelle für Menschen mit psychischen Erkrankungen unterhält und das „Café MoccaSiN“ (zur Zeit geöffnet sonntags und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr
und an Veranstaltungstagen /Fotos links), hatte am vergangenen Donnertag im städtischen Integrationsrat Gelegenheit, den Verein und seine Arbeit vorzustellen. Dabei zeigte sich, dass der Verein, obwohl schon 2001 aus der Selbsthilfegruppenarbeit von Betroffenen und Angehörigen hervorgegangen, nicht allen Beiratsmitgliedern bekannt war. „Nicht jedes Problem ist bereits eine psychische Krankheit“, betonte Erdmeier. Deshalb seien den zwanzig ehrenamtlichen Berater/innen generell „Menschen in schwierigen Situationen“ willkommen, ebenso deren Angehörige, mit anderen Worten: Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Behinderung oder solche, die davon bedroht sind. Diesen werde geholfen, zu „Experten in eigener Sache“ zu werden, führte Monika Erdmeier aus.

Dabei bildeten Fachkräfte, Betroffene und Angehörige ein „empathisches, trialogisches Team auf Augenhöhe“. Das Ziel: Soviel Unterstützung wie nötig und so wenig fremde Hilfe wie möglich bei weitestgehend selbstbestimmter Lebensführung. Die Experten sind dabei sowohl die Fachkräfte als auch die Betroffene selbst – die Einen mit erlernter, die Anderen mit durch Leid erworbener Kompetenz. Gemeinsam arbeiten sie daran, dass psychische Störungen oder Behinderungen den weiteren Lebensweg nicht beherrschen. Das verdeutlichte das YouTube-Video "Ich hatte einen schwarzen Hund", das Monika Erdmeier und Markus Pickhardt, der ausgebildete „Ex-In Genesungsbegleiter“ des Vereins, in der Sitzung zeigten. Ein Film, der bei Menschen, die unter Depressionen leiden, Hoffnungen wecken kann!

Der Verein “Seele in Not“ e.V.“
ist  telefonisch unter den Rufnummern RS 2919 90 und RS 5894852 zu erreichen sowie über E-Mail info@seele-in-not-ev.de">info@seele-in-not-ev.de.

Das Café MoccaSiN ist der zentraler Treffpunkt der Vereinsmitglieder. Hier können sie bei einer Tasse Kaffee, Cappuccino oder Latte Macchiato und/oder einem Stück selbstgebackenen Kuchens „die Seele baumeln lassen“, andere Menschen mit und ohne Behinderung kennenlernen, sich zu Vorträgen und in Selbsthilfegruppen treffen oder ihre Freizeit in Kurse in eigener Regie bzw. unter Anleitung gestalten. Monika Erdmeier: „Das Café MoccaSiN ist eine Kontakt- und Begegnungsstätte mit integrativem Charakter und einer öffentlichen Caféhausatmosphäre! Hier sind alle willkommen, die neugierig auf Neues sind, die Interesse an den Menschen haben und die helfen wollen.“ Dort zeigt auch die Malgruppe des Vereins, die von Susanne Reichmann geleitet wird, ihre Werke – in den verschiedensten Kunstrichtungen und  Maltechniken (zu sehen alljährlich auch bei der „Nacht der Kultur“).

 

 

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Monika Erdmeier am :

Ein wichtiges ehrenamtliches Angebot von Seele in Not e.V. ist es, dass nicht nur die erkrankte Person sondern, auch ihr Umfeld mit einbezogen wird. Oft finden die Gespräche mit Familien statt, und es ist immer wieder sehr schön zu sehen und zu erleben, wie dass für die Familie eine große Bereicherung ist. Die Kinder von psychisch erkrankten Elternteilen werden oft schon früh in die Verantwortung genommen und müssen viel leisten. Sie fühlen sich oft schuldig und können nicht immer kindgerecht am Leben teilnehmen. Um diese Kinder zu unterstützen und Ihnen eine gute und bessere Zukunft zu ermöglichen, gibt es inzwischen sehr gute Angebote. Wir von Seele in Not e.V. haben uns ebenfalls überlegt, was wir hierzu beitragen können. Ausschlaggebend hierfür war der seit Jahren angebotene Malkurs (Acrylmalerei) für psychisch kranke Erwachsene. Es gibt den Menschen mit einer psychischen Erkrankung und Behinderung wieder einen Wert. Sie sind in der Lage etwas zu schaffen, welches vorher für sie undenkbar war. Unter der Leitung von Susanne Reichmann werden die Menschen motiviert an ihren künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten. So sind tolle Werke entstanden. Bei dem neuen Angebot für Jugendliche vom 11. April bis 11. Juni, dem Manga-Malen („back to the future - Kunst trifft auf Manga“) wurden die Honorarkosten und teilweise auch die Materialkosten vom „Kulturrucksack“ der Stadt Remscheid übernommen. Eine weitere finanzielle Unterstützung wäre von Vorteil, um das Projekt auch gut auszurüsten und hierfür die optimalen Voraussetzungen in unseren Räumen zu schaffen.

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