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Zwei neue Führungskräfte "außerhalb" gefunden

Nachfolger von Dietmar Klee als Leiter des städtischen Fachdienstes Recht und Datenschutz ist seit dem 1. März Oberverwaltungsrat Harald Pietz, zuvor Leiter des Ordnungsamtes der badischen Kreisstadt Waldshut-Tiengen nahe der Schweizer Grenze. Zeitgleich trat Amtmann Andreas Levermann, zuvor Leiter Standesamtes Hemer, als neuer Leiter der Abteilung Standesamt im Fachdienst Bürger, Sicherheit und Ordnung in den Dienst der Stadt Remscheid. Gestern stellten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke und Fachdienstleiter Jürgen Beckmann die beiden neuen Führungskräfte vor - offiziell, aber wenig formell, sondern entspannt und gut aufgelegt.

Seit Jahresbeginn habe sich der Verwaltungsvorstand mit dem Thema „Personalentwicklung“ vor dem Hintergrund des finanziell unabdingbaren Personalabbaus („Stärkungspakt“) intensiv beschäftigt, sagte der OB einleitend. Das habe die Ausbildung neuer Mitarbeiter/innen ebenso umfasst wie die Potenziale mehr- und langjährige Beschäftigter der Stadtverwaltung. Diese Potenziale gelte es zu erkennen und zu fördern. Und bei einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren spiele auch das Gesundheitsmanagement zunehmend eine Rolle. Neue Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden, sei schwierig geworden. Denn der sei „weitgehend leergefegt“. Das Problem: In den nächsten Jahren werden einige Amtsleiter in den Ruhestand gehen. Je spezieller Ihr Aufgabengebiet, desto geringer die Aussicht auf einen Nachfolger / eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen. Burkhard Mast-Weisz: „Wir müssen auch weiterhin gezielt versuchen, neue Führungskräfte von außen für unsere Verwaltung zu gewinnen. Und ich freue mich, dass dies jetzt gleich in zwei Fällen gelungen ist!“ Und an Harald Pietz und Andreas Levermann gewandt: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich bei uns richtig wohlfühlen!“

„Meine neuen Jungs“, scherzte Rechtsdezernentin Reul-Nocke, denn sowohl das Standes- als auch das Rechtsamt fallen in ihren Zuständigkeitsbereich, und beide nähmen darin Schlüsselstellungen ein. Wobei der Fachdienst Recht und Datenschutz in den vergangenen Jahren allerdings für Außenstehende den Eindruck erweckt, als litte er unter Auszehrung. Reul-Nocke räume gestern ein, dass die Stadt Remscheid lange Zeit freiberufliche Anwälte mit ihrer Rechtsberatung und anderen juristischen Aufgaben betraut habe. Zugleich betonte sie, dass interner (!) juristischer Sachverstand für eine Verwaltung unentbehrlich sei, ohne dabei ganz auf externe Anwälte verzichten zu wollen und zu können.

„Ich verstehe mich sich als Rechtsberater und Dienstleister für die gesamte Stadtverwaltung“, sagte Harald Pietz (49). Der gebürtige Essener ist Diplom-Verwaltungswirt und arbeitete insgesamt 14 Jahre bei der Stadt Essen, unterbrochen durch ein dreijähriges Jura-Studium an der Uni Bochum, für das die Stadt ihn beurlaubt hatte. Berufsbegleitend absolvierte Pietz noch ein weiteres Studium („Master oh Public Administration“), bevor er vor drei Jahren das Ordnungsamt in der Kleinstadt Waldshut-Tiengen übernahm und Chef von 48 Mitarbeiter/innen wurde. Aber dass es eines Tages nach Nordrhein-Westfalen zurück gehen würde, sei für ihn und seine Lebensgefährtin klar gewesen. Und die Wohnung in Essen soll es bleiben. (Vielleicht bietet sich eine Fahrgemeinschaft an mit einem anderen langjährigen Amtsleiter der Stadt Remscheid...)

Personell sind das Rechtsamt und das Standesamt nahezu gleich aufgestellt. Harald Pietz hat neun Mitarbeiter/innen in Voll- und Teilzeit, 2,5 Stellen davon besetzt mit Jurist/innen, Andreas Levermann sechs. Die Arbeit als Standesbeamter sei seine Passion und Berufung, bekannte der 51 Jahre alte Vater von drei erwachsenen Kindern (25, 23, 21). Danach hatte es am Anfang seines Berufslebens gar nicht ausgesehen: Gelernter Schlosser, Technischer Zeichner, dann Musik-Studium mit Abschluss als Diplom-Orchestermusiker (Musikkorps der Bundeswehr / Fagott), dann Fachhochschule für den gehobenen Verwaltungsdienst in Hagen. Und inzwischen ist er nebenberuflich Dozent an der Akademie für Staatsangehörigkeitsrecht und Meldewesen in Bad Salzschlirf im Bad Salzschlirf im Landkreis Fulda, d e r Aus-und Fortbildungsstätte für die Standesbeamte in Deutschland.

In Remscheid habe er seit dem 1. März bereits 20 Paare getraut, berichtete Andreas Levermann gestern auf Nachfrage. Und er verriet auch seinen Lieblingsspruch an Ende seiner Traurede: Er wünsche dem Brautpaar: „einen schönen Tag, eine schöne Feier - und ein schönes Leben!“

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