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CDU Lennep will Pläne für Knusthöhe erörtern

Mal sollte die Knusthöhe in Lennep Platz bieten für 193 Familien, mal war sie Teil des Regionalen Gewerbeflächenkonzepts im Regierungsbezirk Düsseldorf. Doch im  einen wie im anderen Fall ist das Neubaugebiet jahrelang über erste Planungen nicht hinausgekommen. Das will die Lenneper CDU offenbar nun ändern. In der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am Dienstag forderte Bezirksbürgermeister Markus Kötter die Verwaltung zu einem aktuellen Sachstandsbericht auf. Doch Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, verwies auf das neue Kommunale Gewerbeflächenentwicklungskonzept, das Baudezernent Peter Heinze zunächst im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr generell erläutern wolle und dann erst – stadtteilbezogen – in den vier Bezirksvertretungen. Nur so viel: Es treffe zu, dass für die Knusthöhe noch kein Baurecht bestehe. Und es gebe auch noch keine Vorplanung für einen Bebauungsplan, so Schubert. Rolf Haumann (Grüne) wunderte das, schließlich sei das frühere Gelände der evangelischen Kirchengemeinde Lennep schon vor 34 Jahren, bei seinem Umzug nach Lennep, als neues Wohngebiet im Gespräch gewesen.

Gestern tagte der Entwicklungsausschuss und erörterte das neue Gewerbeflächenentwicklungskonzept der Stadt Remscheid.  Darin wird daran erinnert, dass der mehr als 20.000 Quadratmeter große Bereich Ringstr./Knusthöhe, vom Rat der Stadt im Juni 2012 als Gewerbegebiet vorgesehen, inzwischen wieder mit Wohnungen bebaut werden soll. Zitat: „Während eines Kommunalgespräches vor der Fortschreibung des Regionalplanes hat die Regionalplanungsbehörde am 7.11.2013 klargestellt, dass sie dort einen Allgemeinen Siedlungsbereich mit einem wohnbaulichen Schwerpunkt auszuweisen beabsichtigt. Als solcher ist die Fläche nun ausgewiesen.“ Das gilt übrigens auch für den Flächennutzungsplan der Stadt Remscheid.

„Eine wohnbauliche Entwicklung  (...) bietet hier – nahe der Altstadt Lennep, angrenzend an einen landschaftlichen Erholungsraum sowie in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 1 – den Vorteil, dass ein neues Quartier auch als eine regionale Komplementierung verstanden werden kann. Es ist zwar eine stadträumliche Integration per se vorhanden, allerdings sind auch Pendlerbeziehungen gut möglich“, heißt es im Gewerbeflächenentwicklungskonzept weiter. Es bestehe die Chance, „hier nicht nur ein stadt- und dennoch landschaftsnahes attraktives Wohnquartier zu entwickeln, sondern auch, was für Remscheider Verhältnisse bislang eher untypisch ist, unter Einbezug der angrenzenden Wohnsiedlungen eine zusammenhängende Wohngegend ohne eingesiedelte prägende Gemengelagen.“

„Schützenfeld“ heißt das Plangebiet, das derzeit zum überwiegenden Teil landwirtschaftlich genutzt wird und etwa zur Hälfte bebaut werden soll. Es liegt nördlich der Lenneper Altstadt und wird im Norden von der Ringstraße (B 51) begrenzt, im Westen von der Heinrich-Hertz-Straße bzw. Platanenallee,  im Süden von der Albert-Schmidt-Allee und  im Osten von der Schwelmer Straße.

Tatsächlich hat es schon 2006 Vorplanungen gegeben für einen Bebauungsplan. Der trug (trägt?) die Nummer 475. Den wollte die Bauverwaltung damals gerne zur Grundlage ihrer weiteren Planungen machen: „Bei dieser Planung können 54 freistehende Einfamilienhäuser mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von ca. 800 bis 1.000 Quadratmetern, 101 Doppelhäuser mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von ca. 450 bis 500 Quadratmetern, 20 Reihenhäuser mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 300 bis 350 Quadratmetern und drei Mehrfamilienwohnhäuser mit ca. 18 Wohneinheiten realisiert werden. Zu jeder Wohneinheit gibt es einen Stellplatz und einen Garagenstellplatz.“ Für diese 193 Wohneinheiten wurde damals eine Gesamt-Wohnbaufläche von ca. 12,25 Hektar errechnet.

Planentwurf zur Knusthöhe.Zahlreiche Bürger fanden sich Ende 2006 auf Einladung der Stadt dreimal zusammen, um ihre Vorstellungen zur Entwicklung des Plangebietes einzubringen und mit anderen zu diskutieren. Was bei den „gelungenen Werkstattgesprächen“ heraus komme, werde die Bauverwaltung auf einer CD zusammenfassen, hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein im Dezember 2006 angekündigt. Ursprünglich hatte es geheißen, auf dem „Schützenfeld“ werde nach dem Beispiel des alten Flugplatzes auf dem Hohenhagen gebaut. Als das Neubeugebiet „Knusthöhe“ in November 2006 ins Blickfeld der Öffentlichkeit geriet, konnte sich der Waterbölles die Bemerkung nicht verkneifen, dass die im einem Bebauungsplan festgelegten Baugrenzen, Freiflächen, Geschosszahl sich durchaus noch ändern können, wie das Beispiel Hohenhagen beweise. Merke: Auf der CD fand sich im Januar 2007 als ein Ergebnis der Bürgerbeteiligung der folgende Absatz: „Als negatives Beispiel wurde von vielen Anwesenden das Neubaugebiet Hohenhagen herausgehoben, das nicht als städtebauliches Vorbild für den zu beplanenden Bereich Ringstraße/Albert-Schmidt-Allee dienen sollte. (…) Die Festsetzungen im Bebauungsplan sollten hinsichtlich der Geschossigkeit und Gebäudehöhe präzise definiert werden und keine Spielräume nach oben eröffnen.“

Im Sommer 2008 sollte der Bebauungsplan beschlossene Sache sein. Am 20. Mai 2008 mahnte Sven Wolf (SPD) im Bauausschuss an, – der Ausschuss stimmte nach dem Beispiel der Bezirksvertretung Lennep der Planvariante 2 zu –, die im Bebauungsplan „Knusthöhe“ vorgesehene „aufgelockerte Bauweise“ unbedingt einzuhalten. Zugleich sollten Gestaltungskonzepte entwickelt, der Lärmschutz beachtet und Ausgleichsflächen für abgeholzte Bäume in voller Höhe geschaffen werden. Und Wolf warnte: „In anderen Baugebieten wurde von den Ursprungsplänen teilweise erheblich abgewichen!“

„Der Hohenhagen war vor 15 Jahren das letzte große Wohngebiet. Letztlich hat man dort die Erfahrung machen können, dass nicht etwa Hunderte von Familien nach Remscheid ziehen, sondern dass Familien innerhalb Remscheids umziehen. Mit dem Effekt, dass wir jetzt viel Geld für den Stadtumbau West ausgeben, da der Honsberg entvölkert ist. Bei der Bebauung der Knusthöhe stellt sich folglich nicht die Frage, wie viele Wuppertaler, Radevormwalder oder Wermelskirchener Familien nach Remscheid ziehen, sondern welcher Remscheider Stadtteil als nächstes entvölkert wird“ sagte am 19. Juni 2008 Beatrice Schlieper, die Fraktionssprecherin von B90/Die Grünen, in ihrer Rede  zum Haushalt 2008.

In der Folgezeit blieben die ehrgeizigen Pläne von Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein in der Schublade. „Die Planungen an der Knusthöhe werden zurückgestellt“, berichtet der Waterbölles schließlich  im Oktober 2009. Er bezog sich dabei auf das Kapitel Wohnen“ im Koalitionspapier der „Gestaltungsmehrheit für Remscheid“ von SPD, FDP und Grünen. Angekündigt wurde darin ein „Wohnungsmarktpolitische Handlungskonzept“. Zitat: „Auf die Ergebnisse wird bedarfsgerecht zu reagieren sein. Die Planungen an der Knusthöhe sollen zurückgestellt werden. Wir werden darauf hinarbeiten, aufgelockerte Wohnbebauung zu fördern und im Sinne eines Freiraumkonzeptes Flächen zu entsiegeln.“ Schon in der Bauausschu8sssitzung von Mai 2008hatte Günter Bender im Namen der Grünen das Neubauprojekt insgesamt abgelehnt. Der Bedarf an gehobener Wohnbebauung sei in Remscheid bereits durch andere Projekte (Sonnenhof, Düppelstraße, Bergstraße) gedeckt. Und nun ein Neuanfang??

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