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Für ein friedliches und demokratisches Miteinander

Den ersten Iftar-Empfang in der Geschichte der Stadt gab es im Großen Sitzungssaal des Rathauses im Juli 2014. Den fünften gestern Abend. Denn in diesem Jahr dauert der Fastenmonat Ramadan für die muslimischen Mitbürger/innen vom 16. Mai bis zum 14. Juni. Und dazu gehört auch wieder das Fest des Fastenbrechens („Iftar“). Das Fest nach Sonnenuntergang ist für viele islamische Familien einer der Höhepunkte des Jahres. Die gegenseitigen Einladungen dazu sind in Remscheid mittlerweile gut gepflegte Gewohnheit. Und auch in diesem Jahr folgten viele muslimische Mitbürger der Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu einem interkulturellen Iftar-Essen im Rathaus. Sämtliche Moscheevereine waren vertreten, der Rat der Stadt Remscheid durch Sven Wolf, Stefanie Bluth, Christine Krupp, Jutta Velte und Bernd Quinting sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates. Von Seiten der Stadtverwaltung nahmen die Beigeordneten Sven Wiertz, Thomas Neuhaus und Peter Heinze sowie Sevinc Brilling, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, an dem gemeinschaftlichen Fastenbrechen teil. Es stand in diesem Jahr im Zeichen einer Deklaration, die in der Vorwoche im Rathaus auf Initiative des stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Cengiz Özdemir von Mast-Weisz zusammen mit der Vorsitzenden des Integrationsrates, der Leiterin des Kl und den Repräsentanten der Moscheevereine vorbereitet worden war. Die Erklärung zu einem friedlichen und demokratischen Miteinander trägt nicht nur deren Unterschriften, sondern wurde gestern Abend – sehr zur Freude des Oberbürgermeisters – auch von den übrigen Gästen des Iftar-Essens unterzeichnet (Der Wortlauft der Deklaration – siehe nebenstehende Kästen)

Deklaration vom 18. Mai 2018

Hiermit erklären wir Vertreter der Remscheider Moscheegemeinden und Vereine zusammen mit den Gästen des gemeinsamen Fastenbrechens am 18.Mai 2018 im Remscheider Rathaus, dass

  • wir für Toleranz und den uneingeschränkten Schutz unseres Grundgesetzes und der darin verfassten Religionsfreiheit und Menschenrechte eintreten.
  • wir uns zusammen mit Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Migrantenselbstorganisationen und Einzelpersonen in Remscheid solidarisch und couragiert gegen fremdenfeindliche, frauenfeindliche, homophobe, islamfeindliche und antisemitische Haltungen einsetzen.
  • wir für ein friedliches und demokratisches Miteinander stehen, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.
  • wir Vielfalt mit Respekt, Akzeptanz und Anerkennung begegnen, ohne anderen die eigenen Ansichten aufzuzwingen.
  • uns die Sicherstellung von Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle Remscheiderinnen und Remscheider wichtig ist.
  • Remscheid tolerant ist- aber keine Ausschreitungen oder Übergriffe toleriert.
  • wir jede Form von Extremismus ablehnen und dazu aufrufen, sich von Provokationen zu distanzieren.
  • wir uns bei der Remscheider Polizei und den Sicherheitskräften ausdrücklich für ihre Kooperations- und Einsatzbereitschaft bedanken. In anderen Städten hat es Übergriffe auf Moscheegemeinden und Einrichtungen gegeben. Dies hat auch hier zu Sorgen und Befürchtungen geführt. Dank des guten Verhältnisses hier ist es aber in Remscheid im Gegensatz zu anderen Städten in den letzten Monaten zu keinerlei derartigen Vorkommnissen gekommen.

„Ich freue mich darüber, dass das Fest des Fastenbrechens in unserer Stadt immer mehr zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens wird, das nicht nur von muslimischen Bürgern wahrgenommen wird. Ich weiß und ich finde es gut, dass es in vielen Familien, Nachbarschaften, in Institutionen und Vereinen gemeinsame Iftar-Essen gibt, zu denen auch Nicht-Muslime eingeladen werden, und in dem sich gemeinsame Lebensfreude ausdrückt“, begrüßte der Oberbürgermeister die Gäste. „Ich bin Herrn Özdemir sehr dankbar für seine Initiative. Es ging ihm darum, dass sich alle teilnehmenden Moscheegemeinden und muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen für den gegenseitigen Respekt der unterschiedlichen Religionen und gegen jede Form von Hetze und Intoleranz aussprechen. Es ging ihm darum, Polizei und anderen Ordnungskräften dafür zu danken, dass es im Gegensatz zu anderen Städten in unserer Stadt auch in den vergangenen Wochen zu keinerlei Provokationen und Ausschreitungen gekommen ist.“

Leider gebe es  politische Kräfte, die dieses Miteinander immer wieder in Frage stellen, Besuche bei Moscheegemeinden skandalisieren und versuchen, daraus politischen Erfolg zu erzielen, fuhr Burkhard Mast-Weisz fort. „Denen sage ich auch hier, dass ich dies in aller Deutlichkeit zurückweise. Ich lasse das gute Miteinander nicht durch solche Aussagen in Frage stellen!“

Der Oberbürgermeister verlas die Deklaration

Um die Transparenz der Moschee-Gemeinden deutlich zu machen, biete sich der Tag der Offenen Moschee am 3. Oktober jeden Jahres an, betonte der OB. „Schon im vergangenen Jahr haben sich die Gemeinden darauf verständigt, dazu reihum in jeweils eine Gemeinde einzuladen. 2017 stellte uns die DITIB-Gemeinde ihre nach wie vor im Bau befindliche Moschee vor. Gerade bei diesem Projekt, das immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen um seine Fertigstellung bietet, war es wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie es um den Baufortschritt steht. Auch in diesem Jahr wollen die Gemeinden wieder zu einem gemeinsamen Tag einladen. In diesem Jahr wird die ATIB-Gemeinde an die Industriestraße eingeladen. An diesem Tag werden wir die Möglichkeit haben, in den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern möglichst aller Gemeinden zu treten. Ich begrüße dieses Herangehen sehr. Es zeigt, dass die Gemeinden bereits sind, sich zu öffnen, den Austausch mit Nicht-Muslimen zu suchen. Es liegt jetzt an den Remscheiderinnen und Remscheidern, auch und gerade aus der Politik, diese Einladung anzunehmen.“

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Wurden auch Lösungsvorschläge für zwischenmenschliche Differenzen - wie z. B. dieses „innerbetriebliche Problem” bei einem bekannten Remscheider Unternehmen - aufgezeigt? Sona-Werk - Mitarbeiter streiten wegen Erdogan: https://www.rga.de/lokales/remscheid/mitarbeiter-streiten-wegen-erdogan-8001576.html

Rainer Hildebrand am :

Hallo Herr Wäscher, dieser von Ihnen angesprochene Vorfall, der übrigens nur durch eine Indiskretion öffentlich gemacht wurde liegt ja nun schon über ein Jahr zurück. Wir hier bei SONA können bestimmt eigenständig immer mal wieder vorkommende Probleme in den Griff bekommen. Dafür brauchen wir keine Politiker. Ich persönlich kann bei SONA keinen Unterschied zu vergangenen Zeiten feststellen.

Lothar Kaiser am :

Ob Indiskretion oder nicht, ist eigentlich irrelevant.o

Rainer Hildebrand am :

Nein, das stimmt so nicht, Herr Kaiser. Das waren interne Informationen, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren.

Lothar Kaiser am :

"Ja wenn das so ist!", könnte darauf jemand sagen, der kein Journalist ist. Journalisten sehen das gelegentlich anders, wenn sie der Meinung sind, das ginge die Öffentlichkeit sehr wohl etwas an. Dieses Recht haben sie in diesem Land. "Zuerst den/die Arbeitgeber, die Partei/en oder die Gewerkschaft/en fragen!" gehört jedenfalls nicht zum deutschen Pressekodex, und das ist auch gut so.

Heinz Wäscher am :

Der verlinkte Zeitungsartikel enthält aber keine Unwahrheiten?

Rainer Hildebrand am :

Der reißerische Artikel des RGA wird der Tatsache nicht gerecht, das Politik nun einmal den Betriebsfrieden nicht beeinträchtigen darf. Diese Information hing bei SONA am "Schwarzen Brett", war werksintern und wurde der Presse illegal zugespielt und dort aufgebauscht. Der deutsche "Pressekodex" sollte verantwortlicher mit solchen Themen umgehen. Sonst ist man ja auch nicht zimperlich im Zurückhalten von Teilinformationen. Der BR hat sich mit einem offenen Brief scharf gegen die Vorgehensweise des RGA ausgesprochen, die nur unnötige Unruhe in der Belegschaft zur Folge hatte. Aber wie gesagt: Das ist "Schnee von gestern".

Altundag Nasif am :

Hallo Herr Wäscher, ich kann mich meinem Arbeitskollegen Reiner Hildebrand nur anschließen. In all den Jahren haben wir Höhen und Tiefen gehabt. Die Kollegen bei Sona sind durch die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Lage, gemeinsam jede Herausforderung anzupacken. Und darauf sind wir stolz.

Norbert Landen am :

Ich bin sehr erstaunt über das, was unser OB gesagt hat. Hat er vergessen, wie die Ditib-Gemeinde von der Türkei aus gesteuert wird? Hat er ignoriert und vergessen zu sagen, dass Tausende in der Tuerkei im Gefängnis ohne Anklage sitzen? Herrscht nur in Remscheid ein gutes Miteinander? Es wäre toll,wenns so wäre. Leider wird hier dem normalen Bürger wieder etwas suggeriert, was es nicht gibt. Leider.

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