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Weiterführende Schulen haben enormen Raumbedarf

Auf der Grundlage der Schülerzahlen aus den Jahren 2014 bis 2018 und den Prognosen für die Jahre 2019 bis  2029 hat der Bildungswissenschaftler Dr. Detlef Garbe der Leverkusener Beraterfirma Dr. Garbe & Lexis den künftigen Raumbedarf für die weiterführenden Schulen in Remscheid ermittelt – die vier Gymnasien, die je zwei Gesamt- und Realschulen sowie die Sekundarschule und die Hauptschule. In seinen Handlungsempfehlungen,  mit denen sich die Mitglieder des Schulausschusses am 30.Mai befassen werden, fällt der stereotype Satz auf „Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption zu erstellen“. Und dies erfordert Millionen.
In seiner Trendprognose geht der Schulentwicklungsplaner von einem Anstieg der Schülerzahl bis 2029 auf 4.131 (2018: 4.039) in den Grundschulen und auf 8.658 (2018: 7.893) in den weiterbildenden Schulen aus. Letzteres ist ein Plus von 765 Schülern, das für Rat und Verwaltung die Planung und Finanzierung zusätzlicher Unterrichtsräume bedeuten wird, sobald der vollständige Schulentwicklungsplan vorliegt. Nachfolgend die Kommentare von Garbe zu den einzelnen Schulen:

Die Knackpunkte

  • Bis 2029 fehlen in Remscheids weiterführenden Schulen mehr als 160 Räume
  • Rückkehr zu G9 kostet insgesamt knapp sieben Millionen Euro.

Röntgen-Gymnasium: “Fünf Unterrichtsräume fehlen, davon drei wegen der G9-Konzeption. 14 Unterrichtsräume sind so klein, dass diese eigentlich nur als Kursräume angerechnet werden können. Gruppen- und Inklusionsräume fehlen zwei; alle beide wegen der G9-Konzeption. Die Unterrichtsräume in den Pavillons müssten wegen der Sanierungsbedürftigkeit und z.T. wegen der Größe erneuert werden. • Die Nutzung von Räumen in der Landwirtschaftsschule ist schulorganisatorisch nicht optimal. Geschätzte Kosten des Raumbedarf für G9: 1.249.500 €. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption unter Wegfall der ersatzbedürftigen Pavillons und der Landwirtschaftsschule zu erstellen.“

Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium:  „Es fehlen 16 Unterrichtsräume, davon vier wegen der Einführung des G9-Konzeptes. Es fehlen acht Gruppen- und Inklusionsräume, davon zwei wegen der Einführung des G9-Konzeptes. Die Unterrichtsräume im Terrapart-Gebäude sind zu klein und qualitativ miserabel. Eigentlich ist ein Unterricht dort für Schüler wie für Lehrkräfte nicht zumutbar. Die zwei Unterrichtsräume im Pavillon sollten mittelfristig ersetzt werden. Es fehlen zwei naturwissenschaftliche Räume: Ein Physikraum ist sehr alt und müsste dringend erneuert werden. Ein Biologieraum ist ebenfalls sehr alt und für 30 Schülerinnen und Schuler deutlich zu klein. Für Kurse in der gymnasialen Oberstufe passt die Ausstattung nicht. Die Einführung von G9 führt zu geschätzten Kosten von 1.582.700 €. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption unter Wegfall der ersatzbedürftigen Pavillons und des Terrapartgebäudes zu erstellen.

Gertrud-Bäumer-Gymnasium: "Es fehlen vier Unterrichtsräume, davon drei wegen der G9-Konzeption. 13 der vorhandenen Unterrichtsräume sind sehr klein. Diese können allenfalls als Kursräume für die Oberstufe als funktional betrachtet werden. Es fehlen neun Gruppen- und Inklusionsräume; davon zwei wegen der G9-Konzeption. Zwei naturwissenschaftliche Räume übersteigen den rechnerischen Bedarf. Deshalb ist es nicht gravierend, wenn in einem von drei Biologieräumen keine entsprechende Ausstattung an den Schülerarbeitsplätzen vorhanden ist. Die Einführung von G9 führt zu geschätzten Kosten von 1.249.500 €-. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption zu erstellen.“

Leibniz-Gymnasium: „Es fehlen sieben Unterrichtsräume, davon drei wegen der G9-Konzeption. Es fehlen zehn Gruppen- und Inklusionsräume; davon zwei wegen der G9-Konzeption. Es fehlen zwei naturwissenschaftliche Räume. Ein vorhandener Raum wird als EDV—Raum vorwiegend genutzt und hier auch so gezählt. Der zweite vorhandene EDV-Raum ist ... deutlich zu klein. Der 2. Kunstraum hat nur die Größe eines Kursraumes. Damit ist er eigentlich als Fachraum ungeeignet. Die Einführung von G9 führt zu geschätzten Kosten von 1.249.500 €. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption zu erstellen.“

Albert-Schweitzer-Realschule: „Es fehlen neun Gruppen- und Inklusionsräume. Der zweite vorhandene EDV-Raum könnte mit einer WLAN-Ausstattung der Schule zu Gunsten einer anderen Funktion aufgegeben werden.“

Alexander-von-Humboldt-Realschule: „Es fehlen sechs Gruppenräume. Der zweite vorhandene EDV-Raum könnte mit einer WLAN-Ausstattung der Schule zu Gunsten einer anderen Funktion aufgegeben werden. Es fehlt ein Selbstlernbereich für die Schüler. Die Hausmeisterwohnung könnte für fehlende Besprechungsräume, SV-Arbeit und Lehrerarbeit genutzt werden; dies sollte ermöglicht werden.“

Nelson-Mandela-Sekundarschule: „Es fehlt ein Klassenraum für eine Seiteneinsteigerklasse. Es fehlen ein Inklusionsraum und ein Kunstraum. Der ursprünglich vorhandene EDV-Raum wurde zu Gunsten eines Klassenraumes aufgegeben. Die Schule müsste dringend mit WLAN ausgestattet werden. Es fehlt ein Selbstlernbereich für die Schüler. Es fehlen ein Büro für die stv. Schulleitung, ein bis zwei Besprechungsräume und ein Raum für die Lehrerarbeit. Mit der Schule sollte eine ergänzende Raumkonzeption erstellt werden.“

Albert-Einstein-Gesamtschule: „Es fehlen elf Gruppen- und Inklusionsräume. Es fehlen ein Kunstraum und zwei Räume für Darstellen und Gestalten. Es fehlt ein Informatikraum. Die Aufenthaltsbereiche „Schulhof“ sind völlig ungeeignet. Man stelle sich vor, das äußere Erscheinungsbild und die Qualität der Außenflächen würden als Indikator für die „Wertschätzung“ der Schule durch den Schulträger genommen. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption zu erstellen. Zum Beispiel könnten kleinere Räume durch Umplanung und Umnutzung der sog. Lehrmittelräume im 1 und 2. OG entstehen. Dringend wäre eine Überplanung der Außenflächen.“

Sophie-Scholl-Gesamtschule: Es fehlen zwei Musikräume. Es fehlen zwei Räume für Darstellen und Gestalten. Es fehlen 17 Gruppen- und Inklusionsräume. Es fehlen Aufenthaltsbereiche für die Oberstufe. Die Lehrerarbeitsstationen sind sehr klein und in der Anzahl zu knapp. Mit der Schule ist eine funktionale Raumkonzeption zu erstellen.“

Hauptschule Hackenberg: Einem Plus bei den Unterrichtsräumen von vier in Hackenberg und einem in der Dependance Wilhelmstraße sowie einem Plus von zwei naturwissenschaftlichen Fachräumen (Wilhelmstraße) und einem Kunstraum (Hackenberg) steht ein Minus von insgesamt 13 Räumen gegenüber (ein Hauswirtschaftsraum und sieben Gruppen- und Inklusionsräume in Hackenberg sowie ein Kunstraum und vier Gruppen- und Inklusionsräume an der Wilhelmstraße). „Mit der Schule sollte eine Raumkonzeption erstellt werden.“

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Kommentare

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Chronist am :

Ob die neuen Räume für G9 in den weiterführenden Schulen die Stadt Remscheid bezahlen müsse, wollte heute im Haupt- und Finanzausschuss Jürgen Kucharczyk (SPD) wissen. Stadtkämmerer Sven Wiertz antwortete, der Deutsche Städtetag gehe von einem „Vollkostenersatz des Landes NRW“ aus.

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