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Mai 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Die Rede auf der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Remscheider Rathaus hielt am 1. Mai 2008  Hans Peters, damals Regionsvorsitzende des DGB im Bergischen Land. Und er fragte, auch heute noch aktuell: „In welch‘ einem Land leben wir eigentlich?“. Zitat: „Da lamentieren Arbeitgeber scheinheilig über einen vermeintlichen Fachkräftemangel. Das ist nicht mehr zu ertragen!“ Peters forderte mehr  Qualifizierungsmaßnahmen in der Arbeitsförderung. „Und nicht wie bisher bei teilweise unsinnigen Ein-Euro-Jobs, die zu nichts führen“.

Ohne Verzicht auf bisherige Aufgaben geht es nicht“, hieß es in dem Positionspapier "Neuordnung der Stadtverwaltung Remscheid" von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, das vor zehn Jahren in den Fraktionssitzungen der Parteien diskutiert wurde. Zitat: „Ein Personalabbau in der Remscheider Stadtverwaltung kann nicht ohne Eingriffe in Organisationsstrukturen sowie den Verzicht auf bisher wahrgenommene Aufgaben erfolgen. Die derzeit gültige Dienstvereinbarung zur Sicherung des sozialen Friedens im Zusammenhang mit den notwendigen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung und zur Umstrukturierung der Verwaltung soll weiterhin Anwendung finden. Dies bedeutet, dass vorhandenes Personal mit einer sinkenden Anzahl von Stellen in Einklang zu bringen ist. Gleichzeitig ist jedoch zu berücksichtigen, dass eine aktuelle Alterstrukturanalyse für die Stadtverwaltung Remscheid im Vergleich zu anderen Verwaltungen äußerst positiv ausgefallen ist. So kommen die Experten zu der Einschätzung, dass die Stadtverwaltung in Remscheid vom Alter her sehr ausgewogen besetzt ist und folglich den sich immer mehr verstärkenden demografischen Prozess noch selbst steuern und gestalten kann.  Unter diesen Vorzeichen gilt es, einen spürbaren Stellenabbau bei gleichzeitiger Personaloptimierung zu realisieren.“

 Luftbild vom neuen Remscheider Hauptbahnhof von Mai 2008. Foto: Lothar KaiserWer sagt da, Remscheid hätte keine imposante Skyline?!, fragte der Waterbölles am 3. Mai 2008 und zeigte dieses Foto von dem Bauarbeiten am Remscheider Hauptbahnhof, aufgenommen aus dem Betonkorb eines Baukrans. Der stand damals auf dem Gelände von „Kaufland“, mit dessen Bau gerade begonnen worden war. Bekannt wurde damals im Bauausschuss, dass es am neuen Bahnhof für Passanten einen Regenschutz nur teilweise geben werde. Mit zwei neuen Haltepunkten für den „Müngstener“ (in Mixsiepen und Honsberg) hatte sich der Bauausschuss bereits im Dezember  2007 beschäftigt. Im Mai 2008 wurde ein entsprechender Brief an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Essen  beschlossen. Die beiden neuen Haltepunkte lassen bis heute auf sich warten.

Probleme mit den Eltern und Lehrern, Versagensängste im Unterricht, Angst vor Arbeitslosigkeit, Unkenntnis der deutschen Sprache – es gibt viele Ursachen für Schulverweigerung. Eine vom städtischen Jugendamt 1999 in allen Remscheider Schulen der Sekundarstufe I durchgeführte Befragung  ergab für Remscheid eine Zahl von ca. 100 Schulverweigerern. Grund genug für das Jugend- und Schulamt, ein „Schulmüdenprojekt“ ins Leben zu rufen. Als Kooperationspartner wurde der Verein „Leben Lernen e.V.“ gewonnen, der von Lehrer/innen der städtischen Schule für Erziehungshilfe („Heinrich-Neumann-Schule“)  gegründet worden war und auf gute Erfahrungen mit Langzeitpraktika für Schulmüde an der Natur-Schule Grund verweisen konnte. Harald Sellner, stellvertretender Leiter der Heinrich-Neumann Schule für Erziehungshilfe und damals Jahren Sprecher des "Interdisziplinärer Arbeitskreises", fragte sich im Mai 2008 allerdings, warum nicht alle Remscheider Hauptschulen (heute gibt es nur noch eine)  ihre schwierigsten Fälle in die „Umweltwerkstat“ schickten, sondern nur die Hauptschule Wilhelmstraße. , und dazu in der Mehrzahl nur Mädchen. würden. Tatsächlich kommen jedoch die 14 Hauptschüler, in der Mehrzahl Mädchen, deren sozialer Abstieg zurzeit in der Natur-Schule gestoppt werden soll,  überwiegend aus der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Wilhelmstraße. „Es muss sich doch anhand der Zeugnisse herausfinden lassen, wer ein Schulverweigerer ist. Dabei geht man von 100 geschwänzten Unterrichtsstunden im Halbjahr aus.“ (Angesehen hat sich die Zeugnisse danach dann – niemand.)

Die zur CDU gehörende „Senioren Union Remscheid“ mit Georg Gregull als Vorsitzendem feierte im Mai 2008 im Kolpinghaus an der Palmstraße ihr 20jähriges Bestehen. Nicht nur mit Sekt und einem Imbiss, sondern auch mit einem Festvortrag. Den hielt Dr. Bernhard Worms,  der Vorsitzende der Europäischen Senioren Union.

Gartencenter beendet Dornröschenschlaf des RWE-Betriebshofs“, titelte der Waterbölles am 15. Mai 2008, nach einer Pressekonferenz von Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der ehemaligen Kantine des RWE-Betriebshofs an der Lüttringhauser Straße. Der Großkonzern in Essen hatte es über Jahre hinweg nicht geschafft, sein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück loszuwerden, auf dem seit 1981 in der Spitze 150 Mitarbeiter beschäftigt. waren. Dort plane die Garten-Center Kremer GmbH aus Lennestadt eine neue Filiale mit 6.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (davon 1.000 für Bau & Hobby) sowie 250 Parkplätzen kündigte damals Alexander Kremer an. Für den dafür nötigen Bebauungsplan sorgte alsdann die Stadt Remscheid.

30 Tage nach dem Start der Remscheider Eiswette wurden am 16. Mai 2006  auf der Alleestraße die beiden „Eishäuser“ geöffnet und der Sieger präsentiert: Uwe Knipping hatte getippt, dass der 800 Liter große Eisblock in dem wärmeisolierten Blockhaus in dieser Zeit um 311 Liter abnehmen würde. Damit lag er dem tatsächlichen Ergebnis von 315 Litern (60,625 Prozent) am nächsten. Vom Eisblock in dem „normalen“ Holzhaus nebenan war übrigens nur eine kleine Wasserlache übrig geblieben.

Das Möbelhaus Stosberg wird zum Zentrum der Diakonie, kündige das Diakonische Werk Remscheid im Mai 2008 an. Wo bis zum Sommer 2005 Möbel verkauft worden waren, würden in einigen Monaten Beratungsgespräche geführt und Gruppensitzungen abgehalten: Das frühere Möbelgeschäft Stosberg an der Ecke Kirchhof-/Alte Bismarckstraße werde zurzeit im Auftrag des Evangelischen Kirchenkreises Lennep als neues Beratungszentrum des Diakonischen Werkes ausgebaut. Und so geschah es dann auch.

Vor zehn Jahren ging Franz Lebfromm in Pension. Seine letzte große Arbeit für die Stadt Remscheid war das Programm des „Remscheider Sommers 2008“: Von 1975 bis 1995 hatte er im Sportamt gearbeitet und danach den städtischen Kulturservice übernommen, den er seitdem verkörperte. Seine Stelle bekam im Mai 2008  einen kw-Vermerk:  „Kann wegfallen“. Vermisst wird Franz Lebfromm im Rathaus heute noch.

Unfreiwillig Abschied von der Stadtverwaltung musste vor zehn Jahren Stadtdirektor Jürgen Müller nehmen. Am 27. Mai 2008. stimmten 41 Ratsmitglieder für seine Abwahl. Bei zwei Stimmen weniger wäre der von 47 Kommunalpolitikern (darunter 16 der CDU) unterzeichnete Abwahlantrag gescheitert. An der Sondersitzung nahmen 51 der insgesamt 58 Ratsmitgliedern teil. Von diesen 51 stimmten lediglich zehn gegen die Abwahl. Im Vorfeld hatten 47 Ratsmitglieder – 16 von der CDU – Müller in einer Erklärung mangelnde vertrauensvolle Zusammenarbeit vorgeworfen im Zusammenhang mit verlustreichen Derivatgeschäften (über die die Ratsmitglieder im Übrigen sehr wohl frühzeitig im Bilde waren und in denen die Bezirksregierung kein Dienstvergehen Müllers erkennen konnte). Oberbürgermeisterin Beate Wilding (59. Ratsmitglied) sagte fünf Minuten nach der Sitzung auf dem Flur vor dem Großen Sitzungssaal, sie habe sich der Stimme enthalten. Sie hatte schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Jürgen Müller gerne als Beigeordneten behalten würde.

Florierende Post-Filiale in Lennep soll geschlossen werden“, kündigte der Waterbölles im Mai 2008 an. Die Post AG wolle ihre Filiale an der Kölner Straße in Lennep dicht machen und die Geschäfte mit Briefen und Paketen (wie in anderen Teilen Remscheids auch) einem Einzelhändler überlassen. Und so geschah es dann auch. Bis jetzt. Und wo gibt es künftig „Postverkehr“? Wieder an der Kölner Straße, nur 50 Meter um die Ecke vom bisherigen Serviceleister entfernt.

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