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Letztes Haftbuch der Gestapo wieder in Remscheid

Welchen Weg das Haftbuch des Remscheider Polizeigefängnisses nach Ende des zweiten Weltkrieges genommen hat, wird sich wohl nicht mehr rekonstruieren lassen. Auch nicht, wie es die Polizeikaserne an der Uhlandstraße nach Einmarsch der Amerikaner verließ. Tatsache ist: Jetzt ist dieses wichtige zeitgeschichtliche Dokument wieder aufgetaucht und befindet sich im Besitz der Stadt Remscheid. Ihr war es den Kaufpreis von 900 Euro wert, gezahlt an die Helmut Weitze Militärische Antiquitäten AG in Hamburg. Durch Zufall war Johann Max Franzen, der jahrelang auf Remscheider Straßen ehrenamtlich die „Stolpersteine“ zur Erinnerung an ermordete Remscheider Juden säuberte und polierte, auf das „Gefangenen-Buch der Geheimen Staatspolizei“ mit Eintragungen zwischen dem 1. März 1944 und dem 14. April 1945 aufmerksam geworden. Er hatte der Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums einen Tipp gegeben, deren Ziel es ist, dass im ehemaligen Pferdestall des Polizeigebäudekomplexes am Quimperplatz, in Nazi-Zeiten eine Gedenk- und Bildungsstätte eine Gedenk- und Bildungsstätte errichtet wird.

Und so war der Kauf des „Aufnahmebuchs“, wie es auf dem Einband heißt, schließlich zustande gekommen. Gemeinsam mit dem  pensionierten EMA-Geschichtslehrer Klaus Blumberg, selbst im „Projekt Pferdestall“ engagiert, der die Bucheintragungen derzeit Seite für Seite fotografiert und digitalisiert, stellte gestern Stadtdirektor Sven Wiertz dem Waterbölles die Neuerwerbung für das Stadtarchiv in Hasten vor. 

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Eija Tirkkonen am :

Auf Anlass des Simon Wiesenthal Zentrums wird in Finnland erst jetzt untersucht, wie weit Finnen bei dem SS an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Ca. 1.400 Finnen dienten im Wikinger Bataillon, in dem auch andere Skandinavier Adolf Hitler Treueschwur geleistet hatten. Bis jetzt galt diese finnische Gruppe der SS-Soldaten als eine "Elite-Einheit", der verbreitet Hochachtung genoss. Einer der noch lebenden SS-Offizieren präsentierte der Presse einen Relikt aus der Nazizeit, einen Dolch, den er auf einem Antiquitätenmarkt in Riga ergattert hatte. Auf der Schneide war ein Nazispruch eingraviert: "Loyalität ist unsere Ehre." Wenn Loyalität das oberste Gebot ist, braucht man nicht mehr sein eigenes Handeln zu hinterfragen. Der Weg bleibt geebnet für jeden Systemwechsel jederzeit. Der alte finnische SS-Mann antwortete zum Schluss auf die Frage nach der besorgniserregenden gesellschaftlichen Entwicklung heute, dass die neuen national Rechten die Gabe hätten, die Dummheit der Menschen auszunutzen.

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