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Service mit vielen Adressen und Telefonnummern

Womöglich schneller als bisher können sich im Remscheider Südbezirk künftig Senioren, darunter 1.541 älter als 80 Jahre, im Bedarfsfall Rat und Hilfe holen. Denn den druckfrischen „Seniorenwegweiser“, den gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus in einer Pressekonferenz vorstellten, können sie sich zu Hause griffbereit neben ihr Telefon legen. In den nächsten Tagen werden interessierte Bürgerinnen und Bürger die 48-seitige Broschüre im Din A3-Format Remscheid-Süd an zahlreichen öffentlichen Stelle kostenlos abholen können, so etwa in der Stadtverwaltung (Pflegeberatung, Wohnberatung, Seniorenbüro), vor allem aber im Südbezirk selbst in den Begegnungs- und Beratungszentren Rosenhügel und Esche, in Frischmärkten und Bäckereien, Arztpraxen und Apotheken, bei Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften, im Sana-Klinikum Remscheid, beim Sportbund Remscheid e.V., im Westdeutschen Tourneetheater (WTT) und im Bürgerhaus-Süd. Auf 39 Seiten nennt der neue Wegweiser, Zitat. „vielfältige Angebote und tatkräftige Akteure“, die in Remscheid-Süd „einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität“ leisten. Und das sind eine ganze Menge, mehr als man hätte glauben können. Insofern ist er mit seinen vielen Adressen samt dazu gehörigen Telefonnummern ein echter Service speziell für ältere Mitbürger, die häufiger auf Hilfe angewiesen sind.

Im Grußwort des Oberbürgermeisters heißt es dazu: „Der demografische Wandel im Sinne einer älter werdenden Gesellschaft spiegelt sich auch im Remscheider Süden wider. Das Altersbild hat sich in den letzten Jahrzehnten ohne Zweifel stark gewandelt. Viele ältere und sogar hochaltrige Menschen sind bemerkenswert vital. (...) Dennoch steigt mit einem höheren Lebensalter das Risiko gesundheitlicher Einschränkungen. Soziale Isolation und Vereinsamung können die Folge sein.“ Dies habe die Stadt Remscheid erkannt. Mit dem Projekt „Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd" gehe sie auf die Chancen und Herausforderungen ein, die mit dem höheren Lebensalter verbunden seien. Der OB: „Wir wollen für ältere Menschen Strukturen schaffen, die einen Verbleib in der vertrauten Umgebung ermöglichen.“ Und dazu gehöre auch die Nahversorgung im Quartier. Darüber habe er erst kürzlich auf einer Tagung in Berlin mit dem Vertreter einer Discounter-Kette gesprochen und habe mit ihm verabredet, das Gespräch fortzuführen, konkret auf Remscheid bezogen. Denn: „Es muss sichergestellt werden, dass ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wohnen bleiben und am Leben in ihrem Umfeld teilhaben können!“

Das unterstrich auf der Pressekonferenz auch Bezirksbürgermeister Stefan Grote. Für die Hausbesitzer / Wohnungsunternehmen ergäben sich aus dem demografischen Wandel neue Verpflichtungen und Aufgaben, um beispielsweise einem betagten Rentnerpaar auch nach 30 Mieterjahren das weitere Wohnen im dritten Stock zu ermöglichen durch Einbau eines Aufzugs.

Die Devise „Ambulant vor stationär“ sei für die Kommunen in NRW zur Pflichtaufgabe geworden, betonte Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Es komme darauf an, in ganz Remscheid für altengerechte Quartiere zu sorgen. Und da könnten die Erkenntnisse aus den zurückliegenden zwei Projektjahren im Südbezirk zur Entwicklung von Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen auch in anderen Remscheider Stadtteilen beitragen, quasi als eine Art „Blaupause“. Darauf hoffen auch Thomas Köppchen und Carsten Thies vom Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen. Sie nahmen an der gestrigen Pressekonferenz ebenso teil wie Andreas Schrills von der Düsseldorfer „Presse-Informations-Agentur & Edicus Agentur“. Diese hatte zu der Broschüre Anzeigen heimischer Dienstleister beigesteuert, so dass der Stadtsäckel nicht belastet werden musste, und die grafische Aufarbeitung des umfangreichen Datenmaterials übernommen.

Das Land Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) unterstützt die Kommunen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der gesetzlichen Anforderungen des Alten- und Pflegegesetzes bei der Entwicklung altengerechter Quartiere finanziell. Das Remscheider Projekt begann am 1. April 2016 und endet am 31.Dezember 2018. Der dafür befristet eingestellte Projektkoordinator ist der bekannte Lenneper Langläufer Daniel Schmidt. Ihm bescheinigten Mast-Weist und Neuhaus gestern, einen guten Job zu machen. Und der kommissarische Fachdienstleiter Carsten Thies ergänzte, Schmidts Aufgabe als „Netzwerker“ sei es, „die richtigen Leute zusammenzubringen“. Das ist dem Land NRW über zweieinhalb Jahre einen Zuschuss von insgesamt 108.500 Euro wert. Weitere 20 Prozent hat die Stadt aufzubringen zur Entwicklung altengerechter Quartiersstrukturen. Der neue Seniorenwegweiser ist für den Oberbürgermeister da nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein „Werkzeug zu Austausch, Kommunikation und besserer Versorgung“. Wobei sich die „Anregungen“ im Untertitel der Broschüre („Akteure, Angebote und Anregungen rund um das Älterwerden“) individuell auf den Nutzer beziehen, wie Schmidt erklärte, nicht aber auf eine Stärken- und Schwachstellen-Analyse, die dem künftigen Konzept des/der altengerechten Quartiers/Quartiere vorauszugehen hat. In diesem Zusammenhang nannte Daniel Schmidt als Handlungsfelder einer altengerechten Quartiersentwicklung Remscheid-Süd

  • Information und Beratung
  • Infrastruktur und Mobilität
  • Alltagshilfen, Unterstützung, Gesundheit, Pflege
  • Begegnung und Nachbarschaften, soziale Netzwerke
  • Beteiligung/Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement
  • Wohnen und Wohnumfeld
  • Freizeit, Kultur und Bildung. (siehe dazu auch „Wohnen im Alter bedeutet Abbau von Barrieren“ im Waterbölles vom 2. Dezember 2016).

Daniel Schmidt hat sein Büro im Stadtteilzentrum / BBZ Rosenhügel, Stephanstraße 2, und ist dort unter Tel. RS 4601045 erreichbar. „Mit Unterstützung einer aus Fachleuten bestehenden Lenkungsgruppe und einer die Bewohnerschaft repräsentierenden Quartierskonferenz hat er in Remscheid-Süd vielfältige Maßnahmen ... initiiert und begleitet“, hieß es gestern von Seiten der Stadtverwaltung. „TOP 10-Maßnahmen" seien ausgewählt und entwickelt worden, die bis Ende 2018 umgesetzt werden sollen, so Thomas Köppchen. Den neuen „Seniorenwegweiser“ ordnete er dem Bereich „Information und Beratung“ zu: „Eine sehr wichtige Maßnahme, die Transparenz schafft über die Angebote für älter werdende Menschen im Südbezirk!“ Die übrigen „TOP 10-Maßnahmen" seien an dieser Stelle nur stichwortartig erwähnt, weil sie sich gegenwärtig noch im Stadium von Absichtserklärungen befinden nach Kontaktaufnahmen von Daniel Schmidt mit diversen Akteuren:

  • Entlastende Versorgungassistenz
  • Elektronische Sprechstunde
  • Senioren-Werkstatt
  • Spaziert-Paten/Patinnen (Vereinsgründung?)
  • „Bürgerbus-Süd“ (ehrenamtliche Begleiter)
  • Barrierefreies / barrierearmes Wohnen (Kontakte zu GWG, GEWAG und Haus & Grund)
  • Unterstützung der Vereinsarbeit im Quartier (Kontakte zum Sportbund Remscheid und zum Bürgerhaus Süd
  • Abstimmung von Vereinen unter den Vereinen und Migrantenorganisationen initiieren)
  • Gleichgewichts-Trimm-Dich-Pfad / Motorikpark (hält der Sportbund am der Eschbachtalsperre für realisierbar / Zu den Konsumterrassen: Kontakt zur IG Hasenberg wurde hergestellt, wo ein Motorikpark besteht)
  • Mehrgenerationen-Café (DRK bewertet die Idee positiv)
  • Kochkurse für Senioren (eine solche Veranstaltung in den Räumen der Alevitischen Gemeinde will Daniel Schmidt aktiv begleiten).

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Chronist am :

„Der Seniorenbeirat bittet die Verwaltung, eine Vorlage bezüglich der Koordinierung der verschiedenen Quartiersentwicklungen und der Differenzierung der wirtschaftlichen Interessen der einzelnen Verbände zu erstellen und Herrn Beigeordneten Neuhaus in die nächste Sitzung des Seniorenbeirates am 20.09.2018 einzuladen.“ (Zitat aus dem Prtotokoll des Seniorenbeirats vom 6. Juni)

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