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Remscheider Firmen wollen auf Kipper-Brache ziehen

Was hier zu sehen ist, ist keine Waldlichtung, sondern das Gelände der früheren Brauerei Kipper zwischen Nord- und Haddenbacher Straße, von der Kipper Straße aus dem Blicken durch eine Backsteinmauer und Büsche entzogen. Die Neubebauung dieser Brachfläche wurde gestern im Haupt- und Finanzausschuss in die Wege geleitet. Und gäbe es in der Stadtverwaltung Remscheid jemanden, der sich hauptamtlich für eine „aktive Öffentlichkeitsarbeit“ in Form von Image-Pflege verantwortlich fühlte, hätte er sich die Chancen nicht entgehen lassen, dies als einen Erfolg der städtischen Wirtschaftsförderung zu feiern. Aber dafür hat im Rathaus, wie schon oft beklagt, niemand ein Händchen. Und so wurden denn die ehrgeizigen Erweiterungspläne der Remscheider Firmen, darunter die alteingesessenena KULI Hebezeuge – Helmut Kempkes GmbH (gleich gegenüber dem Brachgelände mit einer Werkshalle vertreten), im Ausschuss gestern durchgewinkt, ohne dass ein Vertreter der Verwaltung sie dort vorher erläutert hätte. Und auch die Kommunalpolitiker blieben stumm, als gäbe es keine Fragen.

Ein Glück, dass sich in der vorausgegangenen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Rosemarie Stippekohl (CDU) mit den neugierigen Pressevertretern erbarmt und Baudezernent Peter Heinze um ein paar Erläuterungen gebeten hatte. Die war er zuvor schuldig geblieben, obwohl Bezirksbürgermeister Otto Mähler ihm den Ball mit der Bemerkung zugespielt hatte: „Wir haben schon lange darauf gewartet, dass da was geschieht!“

Erst durch Stippekohle Frage stellte sich heraus, dass das Kipper-Gelände in fünf Parzellen aufgeteilt worden ist und sich für vier davon Remscheider Unternehmen interessieren:

  • ein Garten-/Landschafts- und Straßenbaubetrieb
  • eine auf Maschinenwartung spezialisierte Firma
  • ein Handwerksbetrieb (Gesundheitswirtschaft) und eben
  • KULI Hebezeuge.

Die Sitzungen der Bezirksvertretung und des Haupt- und Finanzausschusses waren vorverlegt worden, um die Grundstücksverhandlungen zu beschleunigen, wie Heinze erklärte. Denn eigentlich besteht für das große Gebiet zwischen Kipperstraße, Nordstraße, Dorfmühler Straße und Haddenbacher Straße (in Richtung Unterführung weit über das Kipper-Gelände hinaus) eine Veränderungssperre, um den Bau von Discountern an dieser Stelle zu verhindern, weil dies dem vom Rat beschlossenen kommunalen Einzelhandelskonzept zur geordneten Entwicklung des Einzelhandels in der Gesamtstadt widersprochen hätte. Die Ansiedlung von Gewerbebetrieben an dieser Stelle ist aber sehr wohl im Interesse der Stadt, zumal dafür geeignete Flächen schon lange Mangelware sind.

Was  nunmehr im Bereich des Bebauungsplans Nr. 665 im Einzelnen geplant ist, liest sich in den Tagesordnungen der beiden gestrigen Sitzungen so: eine Produktionshalle für Hebezeuge auf dem Gelände Kipperstraße 15 und 19 (KULI Hebezeuge) und drei Gebäude (eine Lagerhalle, eine Lagerhalle mit Büro sowie eine Lager-, Produktions- und Werkstatthalle mit Verwaltung) auf dem Grundstück Kipperstraße 5a.

Die Veränderungssperre im Rahmen des Bebauungsplans wird im Übrigen bestehen bleiben. Denn auf dem einstigen Vöpel-Grundstück zwischen Haddenbacher Straße und Kipper Straße (Foto unten) wäre noch genügend Platz für Discounter. Die will die Stadt aber auch dort nicht haben.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Heute hörte ich, einer der am Kipper-/Vöpel-Gelände interessierten vier Firmen, der Hauptinvestor, habe wegen interner Verhandlungen die Stadtverwaltung gebeten, den Ball vorläufig noch flach zu halten. Diese Infornmation hätte ich mir gestern gewünscht.

Stadt Remscheid am :

Der Rat der Stadt Remscheid hat am 5. Juli den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 674 gefasst. Ziel des Bebauungsplanes ist es, die Ansiedlung von Einzelhandelsnutzungen entsprechend den Zielen des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Remscheid zu steuern. Zentren- sowie nahversorgungsrelevante Einzelhandelsnutzungen werden zum Schutz der zentralen Versorgungsbereiche im Remscheider Stadtgebiet im Plangebiet ausgeschlossen. Am 5. Juli hat der Stadtrat außerdem beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 674 mit der Begründung einschließlich zugehöriger Anlagen öffentlich auszulegen. Die Offenlage findet von Montag, 6. August, bis einschließlich Freitag, 21. September, im Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften, Ludwigstraße 14, 2. Obergeschoss, statt. Während dieser Frist hat jedermann Gelegenheit zur Einsichtnahme und kann Stellungnahmen schriftlich, zur Niederschrift oder per E-Mail (Staedtebauentwicklung@remscheid.de beim Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften einreichen. (aus Pressemitteilung)

Lothar Kaiser am :

Ein Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Großhandels- und Lagerhauses für Kfz-Teile (Kipperstraße 15 und 19) steht am 28. August auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung Al-Remscheid. Antragsteller ist die expandierende Firma von Bezirksbürgermeister Stefan Grote, der sich im Oktober 2010 an der Greulingstraße (vormals Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG) mit einem Ersatzteilhandel („elektro-technik-grote“) selbständig gemacht hatte.

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