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Als die Presse kam, waren die Experten weg

Netzwerk gegen Radikalisierung hat große Maschen“, berichtete der Waterbölles am 29. Januar 2016 und stellte seinen Leser/innen die Beratungsstelle „Wegweiser im Bergischen Land“, eine Initiative der Landesregierung, die seit April 2015 von Wuppertal aus die Salafisten-Szene im Bergischen Land beobachten. Durch Beratungen von Jugendlichen, Eltern, Lehrern, Sozialarbeiter, Ausbildern etc. wollen die drei Mitarbeiter der Radikalisierung muslimischer bzw. zum Islam übergetretener  Jugendlicher vorbeugen. Die beiden Männer und eine Frau teilen sich zwei Vollzeitstellen, die Verträge sind auf fünf Jahre befristet.

Ein Beispiel: Der 17jährige Hassan fühlt sich in der Schule ausgegrenzt und zieht sich aus fehlender Anerkennung immer mehr zurück. Der Schulabschluss ist gefährdet. Sein vorherrschendes Gefühl: ich habe sowieso nie Erfolg. Die Gesellschaft gibt mir keine Chance. Hassan sondert sich weiter ab. Und genau in dieser Situation locken ihn extremistische Salafisten in ihre Kreise. Sie geben ihm Bestätigung und nehmen ihn ‚als Bruder‘ in ihre Mitte auf.

Dieses Beispiel nannte Sendanur Özcan, Mitarbeiterin von „Wegweiser“ auch gestern, als sie und Robert Gereci, Leiter der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal, im nur mäßig besetzten Sitzungssaal des Remscheider Rathauses vor Fachkräften aus Jugendhilfe, Schule, Kirchengemeinden, Behörden und Politik referierten, die Kontakt mit Jugendlichen haben. Unter den interessierten Teilnehmern waren auch Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt, Rolf Haumann (Arbeitsgemeinschaft Jugendverbandsarbeit/Grüne), Inge Brenning (Seniorenbeirat/SPD) und Karl-Richard Ponsar (Kinderschutzbund Remscheid). Sie erfuhren von den Experten, dass Salafisten in der Stadt bisher nicht auffällig geworden seien. Die wenigen hier lebenden radikalen Muslime träfen sich lieber mit anderen Gleichgesinnten aus anderen Teilen Deutschlands in Hildesheim.  

Dass junge Menschen, die auf Identitäts- und Sinnsuche sind und/oder glauben, keine Perspektive zu haben, Gefahr laufen, Ziel radikaler Gruppierungen zu werden., weiß man auch beim Netzwerk der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (Kerngruppe) der Stadt Remscheid, angesiedelt im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen. Dessen Mitarbeiterin Sabine Poppe hatte anschließend an die interne Informationsveranstaltung "Islamismus-Radikalisierung-gewaltbereiter Salafismus" um 12.30 Uhr die lokale Presse zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Doch daran nahmen Sendanur Özcan und Robert Gereci nicht teil. Sie hätten von ihren Vorgesetzten keine Erlaubnis bekommen, mit den Journalisten zu reden, hieß es. Wieder mal ein „Glanzlicht“ von kommunaler Öffentlichkeitsarbeit von Behörden.

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