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Über Hetze fassungslos und tief erschüttert

Erden Ankay-Nachtwein.

Pressemitteilung der Integrationsratsvorsitzenden Erden Ankay-Nachtwein

Seit Sonntagabend (24. Juni), nachdem in der Türkei die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen beendet sind, häufen sich im Internet und besonders in den sogenannten "sozialen Netzwerken“ Beiträge, die Nichtwähler von Erdogan diffamieren und beleidigen.

Es erschien am 26. Juni in den lokalen Medien ein Presseartikel, aus dem zu entnehmen war, dass die alevitischen Vereinsmitglieder, die sich vor ihrem Haus aufhielten, beschimpft und beleidigt worden sind.

Solche Umgangsformen sind für mich nicht hinnehmbar.  Diese Umgangsformen schaden unseren Bemühungen, die Demokratie zu verteidigen, und unseren Bemühungen, mit allen Migrantenselbstorganisationen (MSOs) und den demokratischen Parteien für ein friedliches Miteinander in Remscheid zu werben.

Diese Ereignisse machen mich fassungslos. Ich bin tief erschüttert, wie hier mit dem Grundrecht auf ein freies Wahlrecht umgegangen wird und es nicht respektiert wrd. Wir leben in Deutschland in einer demokratischen Grundordnung, und ich möchte alle Beteiligten dazu auffordern, diese demokratischen Grundrechte zu verteidigen und die demokratischen Regeln einzuhalten. Ein solch übertriebenes und unkontrolliertes emotionales Verhalten darf nicht toleriert und sollte unterbunden werden.

Zu der freiheitlichen Lebenseinstellung in Deutschland gehört die Meinungsvielfalt. Diese Lebenseinstellung, die zu einer weltoffenen und toleranten Lebensweise gehört, müssen wir verteidigen und respektieren. Wer Respekt erfahren möchte, muss auch lernen zu respektieren.

In den Bildern, die in den sogenannten „Sozialen Medien“ veröffentlicht wurden, sind ca. 50 Männer zu sehen. Ob sie alle aus Remscheid sind, weiß ich nicht. Aber eine Sache ist ganz klar: Sie vertreten hier in Remscheid in keinster Weise die „türkischstämmigen Menschen.“ Daher fordere ich alle Beteiligten auf, politische Debatten sachlich mit allen vor Ort vorhandenen politischen Parteien und Menschen zu führen. Hetze, egal von wem sie kommt und gegen wen sie gerichtet ist, ist einzustellen!

Unser gemeinsamer Weg heißt:  „Vielfalt schätzen – Diskriminierungen und Rassismus ächten!“ 

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Kommentare

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Heinz Wäscher am :

Die Bergische Morgenpost hatte doch schon vor knapp zwei Jahren zu dieser Problematik einen auch für Außenstehende interessanten Artikel veröffentlicht. Gibt es diesbezüglich eigentlich keine neuen Erkenntnisse bei den politisch Verantwortlichen? https://rp-online.de/nrw/staedte/remscheid/schwieriger-dialog-der-nachbarn_aid-18140921

Norbert Landen am :

Integration ist wohl nicht so einfach, wie sich mancher denkt. Aber das war auch schon lange abzusehen. Wie immer aber hat man nicht mitbekommen,wie manche Migranten-Gruppen die Integration ablehnen. Dennoch wurden sie von manchen Politikern auch noch hofiert. Es ist ja auch sehr unschön,das wenn man sich kritisch mit dem Problem Integration auseinander setzt sehr schnell in die rechte Ecke gesetzt wird. Das die Integrationsvorsitzende fassungslos ist,kann ich nicht begreifen,sie ist doch noch näher am Geschehen. Man muss sich hüten alles schöner zu reden, als es in Wirklichkeit ist.

Heinz Wäscher am :

Wenn man die lokalen Zeitungsartikel dieses Wochenende aufmerksam verfolgt hat scheinen aber auch weiterführende Schulen an der These festzuhalten, dass Rassismus immer nur von einer ganz bestimmten Ethnie auszugehen scheint. Das Rassismus ein weltweit verbreitetes Problem ist wird dabei - soweit ich das beurteilen kann - irgendwie immer ausgeblendet. Nicht wenige Schüler beenden also ihre Schulzeit mit dem Glauben, dass die eigenen Vorfahren diesbezüglich schuld an sämtlichen Missständen weltweit sind und nur „phöse Rächte” diese Ideologie anzweifeln.

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