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Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren

Waterbölles-Kommentar

Um den Sport in Remscheid kümmern sich viele. Da wären in erster Linie die Sportvereine zu nennen, dann natürlich der Sportbund Remscheid. Ferner die Politik, die dafür den „Ausschuss für Sport“ eingerichtet hat, und natürlich auch die Stadt Remscheid. Dort ist das Thema im Fachdienst „Sport und Freizeit“ (2.45) angesiedelt unter Leitung von Oberverwaltungsrat Martin Sternkopf. Die Frage, die sich mir nun seit der gestrigen Sitzung des Sportausschusses stellt, ist folgende: Ziehen alle an einem Strang, oder wartet der eine auf den anderen, obwohl es besser wäre, nach dem Motto „Hannemann, geh Du voran!“ zu verfahren? Womit in diesem Fall nicht das Sprichwort gemeint ist, sondern Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes.

An die hätte sich die CDU-Fraktion wenden können, als ihr zwei neue Sport-Projekte aus NRW ins Auge fielen, die auch Remscheid ins Leben gerufen werden sollten. Hannemann hätte die Anregungen „auf kurzem Dienstweg“ an die Vorsitzenden der Sportvereine weiterleiten und nachfragen können, ob bzw. wer hierzu konkrete Angebote machen könnte, wenn er freie Übungsleiter zur Verfügung hat und ein positives Echo aus der Bürgerschaft erwartet. Doch nicht Hannemann wurde von der CDU gefragt, sondern die Stadt Remscheid.

Anfrage Nr. 1 in der zur Sitzung des Ausschusses für Sport am 29. November 2017 betraf das Projekt „Sport im Park“ aus einigen anderen NRW-Kommunen Aachen, Bonn, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr, Viersen etc.), ein niederschwelliges , etwa einstündiges und kostenloses Bewegungsangebot für Jung und Alt, bestehend aus Gymnastik, Tai Chi, Yoga, Pilates oder Qigong  in städtischen Parks. „In Düsseldorf werden die Kurse von erfahrenen Übungsleitern aus Vereinen gegeben“, teilte die CDU der Verwaltung in ihrer Anfrage mit und bat zu prüfen, ob ab dem kommenden Jahr ein solches Projekt auch in Remscheid möglich wäre. Hierzu sollten Gespräche mit dem Stadtsportbund und möglichen Sponsoren geführt werden. Zitat: „Ein Projekt ‚Sport im Park‘ in Remscheid könnte unsere Parks beleben. (...) Darüber hinaus könnten auf diesem Wege auch durchaus potenzielle neue Mitglieder für unsere Remscheider Sportvereine gewonnen werden.“

Anfrage Nr. 2 aus derselben Sitzung galt „Bewegungsangebote für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen“. Die Frage: „Ist Rollator-Walking auch in Remscheid möglich?“ Als positives Beispiel wurde in diesem Fall der Stadtsportbund Duisburg genannt. Die CDU: „ Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘? Welche Angebote im sportlichen Bereich gibt es schon jetzt für Menschen, die auf Rollatoren oder andere Gehhilfen angewiesen sind? (...) Wir könnten uns vorstellen, dass die Verwaltung im Dialog mit dem Stadtsportbund, den Sportvereinen, dem Behinderten- und Seniorenbeirat, dem Seniorenbüro der Stadt Remscheid, Sanitätshäusern etc. eine Lösung auch für Remscheid finden könnte, die das wertvolle Angebot der Stadtwerke im Rahmen des Rollatortags NRW, wo vornehmlich das Einsteigen des Rollators in Busse geübt wird, ergänzt.“

Erbeten wurde eine schriftliche Antwort der Verwaltung. Auf die wartet die CDU heute noch. Denn auch gestern wäre das Thema nicht zur Sprache gekommen, wenn Gabriele Kemper-Heibutzki nicht danach gefragt hätte. Kurzes Zwiegespräch daraufhin zwischen Sportdezernent Thomas Neuhaus und Markus Dobke vom 2.45. Dann die sinngemäße Antwort: Wir haben keine Mitarbeiter, die Übungsleiter sind!

Das war, zugegeben, ein wenig flapsig – und warf den Ball weiter zu Daniela Hannemann (Foto) am anderen Ende des Sitzungssaales. Und da landete er denn auch richtig. Denn sie kennt das Projekt aus der Nachbarstadt Solingen. Dort sei es Aufgabe der Stadt, die finanzielle Seite zu regeln, sagte sie. Da widersprach Neuhaus nicht, betonte aber zugleich: "Jedes neue Sportangebot muss von einem Verein kommen!"

Eine gute Aufgabenverteilung. Zuerst kommt die Idee, dann die Suche nach einem Geldgeber. Umgekehrt würde auch keinen Sinn haben. Und so gesehen hätte die CDU besser daran getan, sich direkt an den Sportbund Remscheid zu wenden. Die Finanzierung von „Sport im Park“ hätte dann anschließend auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses stehen können, einen Finanzierungsantrag des Sportbundes vorausgesetzt. Womöglich stünde das Angebot heute schon abgesichert im Etat 2018, statt weiter durch den Sportausschuss zu geistern.

So aber können die vielleicht gut gemeinten Anträge der CDU an die Verwaltung den Eindruck hinterlassen, als seien sie (auch) geschrieben worden, um den Vorwurf der Untätigkeit anbringen zu können. Was soll man denn antworten, wenn man gefragt wird: „Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘?“ Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren.

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