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Auch den Neubau von Schienenbahnen planen

Neuer Bus eine Alternative für Zug nach Köln?“, fragte der Waterbölles am 25. Mai, nachdem die Fraktionen und Gruppen von SPD, Bündnis 90/DIEGRÜNEN, FDP und W.i.R. zur Ratssitzung am 5. Juli den Antrag gestellt hatten, die Verwaltung möge prüfen, „ob eine langfristige Anbindung der Stadt Remscheid nach Köln unter Einbeziehung der Stadt Wermelskirchen, des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Oberbergischen Kreises möglich ist.“ In der von den Antragstellern modifizierten Form stimmten in der Sitzung sämtliche anwesenden 49 Ratsmitglieder dem Antrag zu. Demnach wird die Verwaltung wird beauftragt, „gemeinsam mit allen betroffenen Aufgabenträgern und den zuständigen Verkehrsverbünden VRR und VRS die Einrichtung einer Schnellbuslinie zwischen Remscheid und Köln als kurzfristige Ergänzung des Schienenpersonennahverkehrs zu prüfen.“ Zusätzlich sollen als mittel- und langfristige Lösung aber auch alle weiteren denkbaren Alternativen mit heute und zukünftig verfügbaren Verkehrsmitteln untersucht werden, darunter auch „der Neubau von Schienenbahnen jeglicher Art“. Im Bild die neue Magnetbahn von Max Bögl: Der deutsche Mittelständler hat die leise und emissionsfreie Bahn marktreif entwickelt.  "Etwas für die Strecke Remscheid - Köln?", fragt Waterbölles-Leser  Wolfgang Rau (siehe Kommentare).

Zur Begründung stellen die Antragsteller fest: „Auf der Achse Remscheid – Köln gibt es eine sehr hohe Verkehrsnachfrage, die zum größten Teil durch den motorisierten Individualverkehr bewältigt wird. Die heute vorhandenen Linien im ÖPNV, einschließlich der Bahnverbindungen, sind im Hinblick auf Reisezeiten oder Verfügbarkeit keine gleichwertige, bzw. attraktive Alternative zum Individualverkehr.“ Ein direkter Vergleich für die beispielhaft betrachtete Verbindung Remscheid Hbf (Willy-Brandt-Platz) und Köln Hbf (Breslauer Platz) ergebe für die Zeit werktags/tagsüber folgendes Bild:

  • Pkw (über BAB 1): ca. 45 Minuten Reisezeit: Durch hohe Verkehrsbelastung, Unfälle oder Baustellen sind allerdings in der Hauptverkehrszeit morgens und nachmittags erhebliche zeitliche Zuschläge zu berücksichtigen.
  • Bahn (S 7 und RB 48), ca. 61 Minuten Reisezeit, oder Bahn (S 7 und RE 7), ca. 54 Minuten Reisezeit: Hierbei handelt es sich um die günstigsten, fahrplanmäßigen Verbindungen. Durch Verspätungen und/oder Zugausfälle und/oder Streckensperrungen und/oder ungünstige Anschlüsse beim Umsteigen können extreme Verzögerungen auftreten.
  • Bus (Linie 260): 110 Minuten Reisezeit: Aufgrund der Linienführung über Stadtstraßen (ohne Autobahn) und die Zeitverluste durch zahlreiche Haltestellen ist die Linie 260 nicht als regionale Direktverbindung geeignet, sondern dient in erster Linie der Feinerschließung.

Für die Stadt Remscheid sei daher eine Verbesserung der ÖPNV-Verbindung in Richtung Köln und Leverkusen anzustreben und verschiedene Alternativen und Verkehrsmittel zu untersuchen. Dabei seien Reisezeit und Taktung (Fahrten pro Stunde) zu betrachten. An der Prüfung möglicher Maßnahmen seien auch die Verkehrsverbünde VRR und VRS zu beteiligen, „da diese Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr sind und dieses im Einzelfall auch für regionale Schnellbusverkehre sein können.

Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme wird eine Schnellbusverbindung genannt. Aber auch die langfristige Perspektive sei zu betrachten, „und daher sollen auch alternative Verkehrsmittel, mögliche Optimierungen der vorhandenen Schienenverbindungen und auch der Neubau von Schienenbahnen jeglicher Art geprüft werden.“ Die Stadt Wermelskirchen sei bereits seit kurzem mit einem derartigen Prüfauftrag befasst.

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Kommentare

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Wolflgang Rau am :

Zitat aus dem heutigen "Morning-Briefing" des Handelsblatt: "Zu den Beispielen deutscher Ingenieurskunst gehörte die Magnetschwebebahn... Nun will es die Firmengruppe Max Bögl (Umsatz 1,7 Milliarden Euro) mit einem veränderten System (ohne Hochgeschwindigkeit) neu wissen." Das Bergische Land hatte mit der Wuppertaler Schwebebahn bereits einmal gezeigt, dass es Innovationen zugetan ist. Vielleicht liegt in einer Magnetschwebebahn im Hinterland Richtung Köln ja die Zukunft mit einer Präsentationsstrecke für dieses System.

Lothar Kaiser am :

So macht mir der Waterbölles noch mehr Spaß. Ich berichte über einen Ratsbeschluss, und ein Leser hat prompt die tagesaktuelle Ergänzung dazu, die auch die Kommunalpolitiker interessieren sollte. Wolfgang Rau, danke dafür!

Felix Staratschek am :

Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen, Gleise liegen bis in die Zentren der Großstädte und man kann mit einer Stadtbahn überall fahren, auf Eisenbahnstrecken, auf Stadtbahnstrecken und auf der Straße. Deshalb wird sich, wenn es zu Wiederbelebung der Balkanstrecke kommt, eine klassische Rad- Schiene- Bahn durchsetzen. Aber die Magnetbahn könnte Strecken fahren, wo heute gar keine Bahnstrecke vorhanden ist, auch keine stillgelegte, die man reaktivieren kann, etwa von Velbert nach Essen, Bamberg nach Bayreuth, von Emden nach Wilhelmshaven, von Göppingen nach Schwäbisch Gmünd oder von Tübingen zum Stuttgarter Flughafen (mit vorhandenen S- Bahn- Anschluss). Die Wuppertaler Schwebebahn taugt hier nicht als Beispiel, da diese ein Unikat geblieben ist, dass genau für die Sondersituation von Wuppertal ideal ist. Es gibt genug Platz für solche Magnetbahnen, wen man die nicht versucht mit Gewalt hin zu zwingen, wo die Netzwirkung der klassischen Schienenwege der größte Vorteil ist. Denkbar wäre noch die Barmener Bergbahn wieder zu beleben als Magnetbahn.

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