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Almanach weckt Vorfreude auf viel Theater

Titelbild des neuen Theater-Almanachs.Seit dieser Woche liegt der Theater-Almanach für die neue Spielzeit 2018/2019 sowie die Familienbroschüre mit Vorstellungen für Kinder, Jugendliche und Familien im Teo Otto Theater und vielen öffentlichen Einrichtungen aus. Die digitale Version des Almanachs zum Durchblättern sowie der Online-Veranstaltungskalender erscheinen am 2. Juli.

„Fühlen Sie sich eingeladen in Ihr Theater! Seien sie uns herzlich willkommen, ob jung ob alt, ob reich ob arm, ob "bergischer Jong" oder Frau von Welt, Mensch einer Stadt inmitten einer Bevölkerung aus über 120 Nationen. Die Konkurrenz schläft nicht. Neben Kino und Fernsehen schaffen mittlerweile Netflix & Co. geradezu ein Überangebot, in dem man Gefahr läuft, sich zu verlieren. Sein ganz großer und entscheidender Nachteil: Es geschieht nicht unmittelbar vor unseren Augen und Ohren, funktioniert nur im Wege digitaler Übertragung, ist beliebig reproduzierbar - und eben nicht einmalig und einzigartig. Wenn jedoch der Theatervorhang sich öffnet, passiert auf der Bühne genau hier und jetzt etwas wirklich Originales und Einzigartiges: Echt und analog“, schreiben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz Oberbürgermeister, Stadtdirektor Sven Wiertz, zuständig für Finanzen und Kultur, Lutz Heinrichs als Geschäftsführer und Theaterleiter in ihrem gemeinsamen Vorwort zum Almanach. „Man kann und muss es live erleben - und es ist immer spannend und unvorhersehbar, was es mit uns macht, welche Empfindungen es auslöst, ob es uns gefällt oder nicht, ob es uns fesselt oder durchaus auch schon mal langweilt. Ob es uns die Welt ein Stück weit erklärt - oder einfach nur gut unterhält.“ Zugleich  wird darin dem bisherigen Intendanten Dr. Christian Henkelmann gedankt, der die künstlerische Programmverantwortung für das Haus über viele Jahre erfolgreich wahrgenommen hat, das Programm der bevorstehenden Spielzeit 2018/19 noch eingeschlossen. Zitat: „Ein künstlerisch hochwertiges und ausgewogenes Programm für Sie, verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer.“

Es ist das Vorwort zum Vorwort, könnte man sagen. Denn danach folgt Dr. Christian Henkelmanns Einstimmung auf das neue Theaterprogramm als „bunt, facettenreich und vielschichtig“. Theater dürfe nicht aufhören, alle anlocken zu wollen, Bildungs-, Herkunfts-, Altersunterschieden zum Trotz, betont Henkelmann. „Ob Musical oder Tanz, Schauspiel oder Konzert, Talkshow oder Szenische Lesung, Theater für Kinder oder Jugendliche, Weltmusik oder Schlager, Eisrevue oder Varieté, die neue Theatersaison bietet für jeden etwas und lässt keine Wünsche offen.“

„Wie ein roter Faden zieht sich die Reflexion der LIEBE in all ihren Schattierungen durch das Theaterprogramm: Ende September geht es los im „BEAT- CLUB" mit dem popmusikalischen Liebes-Aufstand der 68er Generation (28.9.18). Das Sorbische National-Ensemble befasst sich am 3.11.18 tänzerisch mit den „Metamorphosen" und dem Frühlingserwachen der Liebe nach Strawinskys „Le Sacre du Printemps". Nach Motiven von Shakespeares „Sommernachtstraum" geraten drei moderne Paare in Woody Aliens Verwirrspiel „Mittsommernachts-Sex-Komödie" (8.11.18) bei einem gemeinsam verbrachten Wochenende in heftige Liebesturbulenzen: Wer liebt wen? Wie lange hält die Liebe7 Kann man Liebe und Sex voneinander trennen? Die lustvolle Aufführung des Potsdamer Theaters Poetenpack erzählt über Verführung, Ängste, Missverständnisse, versäumte Gelegenheiten und Enttäuschungen der Liebe im 21. Jahrhundert.

In einem Zauberwald des antiken Athen ereignen sich die Liebesverwirrungen in Shakespeares hinreißender Komödie „Sommernachtstraum", erstmals aufgeführt vor 1598, in Remscheid gespielt von der für mich derzeit besten deutschen „Shakespeare Company" aus Berlin (14.5.19, siehe auch das Titelbild des Almanachs). Bei Shakespeare geht's hauptsächlich um die Hochzeit eines Herrscherpaares. Um die Liebe eines Prinzen zu der unglücklich verzauberten Schwanenprinzessin geht es zuvor aber am 25.11.18 im Märchenballett „Schwanensee", getanzt vom russischen Ballett der Staatsoper Kasan. Wiederum braucht es einen Prinzen, um „Dornröscher aus hundertjährigem Schlaf wach zu küssen. Dieses farbenfrohe klassische Märchenballett, dessen Musik ebenfalls aus der Feder von Tschaikowski stammt, wird uns präsentiert vom Moldawischen Nationalballett (11.12.18). Ein weiterer Prinz kommt mit seiner erhebenden Liebe zum Zuge im vorweihnachtlichen Familienmusical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (23.12.18). Und auch der österreichische Operet­tenkomponist Oscar Straus, Sohn eines jüdischen Wiener Bankiers und mit der Walzerdynastie Strauss in keinster Weise verbandelt, lässt in seiner Operette „Walzertraum" (12.1.19) einen walzerseligen Prinzgemahl die Hauptrolle spielen, um dessen laue Liebe sich die junge Angetraute im Dreivierteltakt bemüht.

Die Tanztruppe Les Ballets Jazz aus dem kanadischen Montrea macht mit tänzerischen Höchstleistungen deutlich, wie kultiviert und musikalisch heutzutage ein dynamisches Liebeswerben aussehen kann (25.1.19). Zwei Tage später präsentieren die Hamburger Kammerspiele eine völlig verrückte, rasante Rollenwechselkomödie „Tour de Farce" (27.1.19) mit zwei grandiosen Darstellern (Caroline Kiesewetter und Tim Grobe) in den Rollen von sechs Frauenfiguren und vier Männerfiguren um eine durch die tatsächliche Liebespraxis längst sinnentleerte Promotion-Tour für das Buch ,Ehe währt für immer'. In dem Erfolgs-Musica „Hello Dolly" am 8.2.19 geht es um die Liebe mithilfe einer Heiratsvermittlerin. In dem Soloabend der österreichischen Schauspielerin des Jahres Chris Pichler über „Romy Schneider" (10.2.19) geht es um das schwierige Liebesleben eines innerlich zerrissenen  weiblichen  Filmstars.  Im  deutschen  Nationalepos „Die Nibelungen", das von der Deutschen Tanzkompanie aus Neustrelitz in einer sehr interessanten Choreographie tänzerisch umgesetzt wird (17.2.19), geht es letztlich darum, „wie die Liebe am Schluss immer Leid gibt".

In  dem  spaßigen  Musical  „Nur noch  schnell  die  Hochzeit

retten" am Rosenmontag, 4.3.19, drohen feucht-fröhlicher Junggesellen-Abschied und nervtötender Mädelsabend nebst anderen Widrigkeiten die Hochzeit zum Platzen zu bringen. Doch Songs der neuen deutschen Poeten wie Max Giesinger, Revolverheld, Silly, Frida Gold und anderer mehr lassen die Liebes­heirat zustande kommen. Mozarts „Hochzeit des Figaro" droht am sexuellen Appetit des Fürsten zu scheitern, der ausdrücklich bedauert, sein Recht auf das ,ius primae noctis' mit heiratswilligen Jungfrauen voreilig aufgegeben zu haben, doch renkt sich dank der List der Frauen am Ende alles wieder ein (28.3.19). Das 50er-Jahre-Musical „All you need is cheese" (24.5.19) macht spielerisch deutlich, dass die männliche Doppelmoral der Mozart-Zeit auch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts noch keines­wegs überwunden war. Jedoch machten Schwung und Swing der Fünfziger samt Käseigel die moralische Gemütslage bekömmlicher. Da bedurfte es erst des „Beat-Clubs" und der Love-Generation der 60er und 70er Jahre, um die Liebe .freier' zu machen. Die Schauspielerin Marina Matthias nimmt diese Entwicklung in der szenischen Lesung „ach, die Liebe!" am 14. April 2019 aufs Korn. Eine extreme Form der Liebe, nämlich die narzisstische Selbstliebe, bringt die Mainzer Delattre Dance Company unter der choreographischen Leitung des preisge­krönten Stephen Delattre am 18. Mai 2019 auf die Bühne mit dem Handlungsballett „Das Bildnis des Dorian Gray" nach dem gleichnamigen Roman von Oscar Wilde.

Besonders aufmerksam machen möchte ich Sie, liebe Freundin­nen und Freunde des Teo Otto Theaters, auf folgende Veranstaltungen: Am 9. September eröffnet die brillante Gilla Cremer die Theatersaison mit Liedern, Zitaten und Gedichten über den schwer zu fassenden Begriff der Freundschaft. Ein ebenso fröh­licher wie nachdenklich stimmender Saisonauftakt, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten!

Am 4.10.18 wird Arthur Millers Erfolgsstück „Hexenjagd" aus dem Jahre 1953 vom Alten Schauspielhaus Stuttgart darge­boten. Die Tragödie hat religiös bedingten Hexenwahn und Okkultismus zum Gegenstand und zeigt auf, wie in einer Welt aus ,Fake News' sehr schnell eine Menschenjagd entstehen kann. Ebenso ist Lessings „Nathan der Weise", uraufgeführt 1783 in Berlin, angesichts der aktuellen Religionsauseinandersetzungen sicher das Stück der Stunde (12.12.18). Nur im humanen Handeln, in der gelebten sozialen Praxis erweist sich der Bestand der Religionen. In der Rolle des Nathan ist der Theater- und Fernsehstar Peter Kremer zu erleben. Auf spirituelle Sinnsuche begab sich auch der Komiker Hape Kerkeling. „Ich bin dann mal weg" ist die Theatralisierung des gleichnamigen Bestsellers von Hape Kerkeling über seinen Pilgerweg von St.-Jean-Pied-de-Port in den französischen Pyrenäen nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Die Rechte für das zeitgenössische Theaterstück besitzt das Westfälische Landestheater, das mit diesem Stück am 20.3.19 in Remscheid gastiert.

Ans Herz legen möchte ich Ihnen auch folgende Tanzvorstellungen: Das ganz besondere Vietnam Contemporary Dance
Theatre, mit dem die Tanzsaison am 6. Oktober 2018 eröffnet    ,

wird. Sowie die für mich vielleicht derzeit beste moderne euro­päische Tanzcompany von Angelin Preljocaj aus Aix-en-Provence in Südfrankreich: „Ballet Angelin Preljocaj", das am 9.3.19 im Teo Otto Theater auftritt. Preljocaj ist ein französischer Tänzer und Choreograph albanischer Abstammung. Er studierte Modernen  Tanz  in  der  Pariser  Schola   Cantorum   bei   Karin Waehner. Eine weitere Empfehlung ist die sensationelle, junge Tanztruppe „DanzaZ" aus San Sebastian im spanischen Basken­land, die eng mit dem Tanzzentrum von Thierry Malandain in Bordeaux kooperiert und die für den 10.6.19 mit unseren Bergischen Symphonikern einen gemeinsamen Auftritt kreieren wird. Und versäumen Sie nicht die Meisterkonzerte mit US-Professor Park Stickney, dem ,Nigel Kennedy' an der Harfe (21.11.18), und am 30.1.19 das 2. Meisterkonzert mit dem bulgarischen Multi-Instrumentalisten Nikola Parov und der ,Stimme Ungarns' Agnes Herczku.

Das war's! Das wird es sein - das Theater in der Saison 2018/19. Was mir bleibt, ist, an dieser Stelle allen Verantwortlichen der Stadt Remscheid ebenso sehr herzlich zu danken für die geschlossene Unterstützung des Teo Otto Theaters wie dem Rat der Stadt. Ein besonderes Dankeschön dem Generalmusikdirektor Peter Kuhn und den Orchestermusikern und den Orchesterfreunden e.V mit Harald Lux an der Spitze, dem Theater- und Kunstförderverein Pro Arte e.V mit Reinhard Jammers sowie dem Kulturausschuss und seinem Vorsitzenden Karlheinz Humpert. Ebenso dankbar bin ich für den übergroßen Einsatz des ganzen Theaterteams. Ich wünsche dem Theater weiterhin einen anhaltend starken Publikumszuspruch, eine gute Zukunft und toi, toi, toi! Verbringen Sie schöne Stunden in Ihrem Theater - fühlen Sie sich gut unterhalten!

Auf Wiedersehen in Ihrem Teo Otto Theater der Stadt Remscheid
Mit herzlichen Grüßen
Christian Henkelmann
Stadtdirektor a.D. und ehem. Intendant

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