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Dringende Bitte um Unterstützung für Adil Demirci

Pressemitteilung der AG Jugendsozialarbeit (JSA)

Mit Bestürzung erfuhren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit (AG JSA) und der „Offene Türen“ (AGOT) im Mai aus der Presse von der Verhaftung ihres Kollegen Adil Demirci in der Türkei. Er sitzt seit mehreren Jahren als Vertreter des Internationalen Bunds in der AG JSA. Wir haben ihn immer als engagierte und offene Person erlebt, die sich für die Belange der Remscheider Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt und sie bestmöglich unterstützt. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter beim Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bunds begleitet er neu zugewanderte Migranten beim Start in das neue Leben und unterstützt sie bei ihrer individuellen Lebensplanung. Dazu zählt auch die Vermittlung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen  in die Remscheider Kinder- und Jugendzentren.

Was ihm vorgeworfen wird, konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus den öffentlichen Medien entnehmen. Zur Unterstützung nahmen wir Kontakt zu den Angehörigen und Freunden von Adil Demirci, sowie seinem Arbeitgeber dem Internationalen Bund auf und machten uns bei der Mahnwache des Solidaritätskreises „Freiheit für Adil“ in Köln in Gesprächen mit den Angehörigen ein eigenes Bild von den Umständen seiner Verhaftung.

Adil Demirci, der sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, begleitete den Zeitungsberichten und seiner Familie zufolge im April seine krebskranke Mutter in die Türkei, als er am 13. April von der dortigen Polizei verhaftet wurde. Ihm wird, ähnlich wie weiteren aktuellen und ehemals  Inhaftierten (z. B. Deniz Yücel, Meşale Tolu) Terrorpropaganda und die Mitgliedschaft in der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) vorgeworfen. Was wir wissen ist, dass Adil Demirci nach Angaben aus seinem Umfeld bislang von Deutschland aus als freier Journalist für die Nachrichtenagentur Etha berichtete. In seinen Artikeln zu kulturellen, sozialen und politischen Themen übte er auch Kritik an der türkischen Regierung.

Die Angehörigen von Adil Demirci und auch wir befürchten nach den Erfahrungen, die Deniz Yücel, Meşale Tolu und weitere regimekritische Journalisten machen mussten, dass Adil Demirci monatelang in Haft bleiben muss. Aus diesem Grund entschieden sich die Mitglieder der AG JSA und der AGOT, einen Brief an das Auswärtige Amt zu schicken, damit dieses sich für die Freilassung von Adil Demirci einsetzt:

Sehr geehrter Herr Außenminister,

wir wenden uns an Sie mit einem großen Anliegen, dass uns sehr bewegt und bitten Sie hierfür um Unterstützung bezüglich der Festnahme unseres Kollegen Adil Demirci in der Türkei.

Wir, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften „Jugendsozialarbeit" und „Offene Kinder-und Jugendarbeit* der Stadt Remscheid engagieren uns selbst und arbeiten gemeinsam mit großem Engagement für die gelingende Integration junger Menschen in unserer Stadt Remscheid. Unter diesen betreuten Kindern und Jugendlichen sind viele, die ihre Wurzeln auch in der Türkei haben. Herr Adil Demirci begleitet im Rahmen seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter beim Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bunds in Remscheid junge Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte beim Start in das neue Leben und unterstützt sie bei ihrer individuellen Lebensplanung.

In der täglichen Arbeit wird Adil Demirci von seinem Kollegium im Remscheider Netzwerk als offener und engagierter Mensch wahrgenommen, der sich für die Belange der Remscheider Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt und sie bestmöglich unterstützt.

Wir machen uns große Sorgen um ihn, da er seit vielen Wochen in Untersuchungshaft sitzt. Er fehlt und wir brauchen ihn in Remscheid in der täglichen Arbeit. Unser Mitgefühl gilt auch seiner Familie, für sie ist diese Situation eine große Belastung.

Herr Adil Demirci hat auch als freier Journalist für eine Nachrichtenagentur gearbeitet. Bitte setzen Sie sich für die Presse- und Meinungsfreiheit ein, welche für eine Demokratie unabdingbar ist. Bitte setzen Sie sich auch dafür ein, dass Herr Adil Demirci umgehend freigelassen wird und er ausreisen darf.“ (Diana Mucha, Sabine Schmidt)

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