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Landesbetrieb reagiert seit Monaten nicht auf Beschwerden

Mit der kritikwürdigen Verkehrssituation an den Autobahnauf-/ausfahrten Remscheid (Lenneper Strasse) haben sich die politischen Gremien in Remscheid in diesem Jahr wiederholt beschäftigt. Leider ohne großen Erfolg. Der damalige Baudezernent Helmut Kennepohl im Januar: „Der Landesbetrieb Straßenbau in Essen reagiert eigentlich auf gar nichts mehr!“ Inzwischen scheint in der Stadtverwaltung nicht nur ein Geduldsfaden gerissen zu sein, sondern gleich dutzendweise. Anders ist die Vorlage nicht zu erklären, mit der sich gestern der städtische Bauausschuss beschäftigte. Darin lässt die eine Behörde (Stadt Remscheid) eine andere (Landesbebetrieb Straßen NRW) zuemlich alt aussehen. Und das allein ist schon ein ungewöhnlicher Vorgang. Ungewöhnlich ist aber auch die klare Sprache, in der dem Landesbetrieb eklatante Versäumnisse vorgeworfen werden. Der Waterbolles dokumentiert die Vorlage nachfolgend:

Der zuständige Straßenbaulastträger für die B 229, Lenneper Straße, ist einschließlich des VerkehrsknotenpunktesTrecknase (Lenneper Straße / Borner Straße / Ringstraße / Kölner Straße) bis unmittelbar vor dem Verkehrsknotenpunkt Lenneper Straße / Neuenkamper Straße, der Landesbetrieb Straßenbau NRW. Die nachfolgende Dokumentation beinhaltet eine umfassende Darstellung der Aktivitäten der Fachverwaltung, ursächlich des Fachbereiches Straßen und Brückenbau, aber auch des Straßenverkehrsamtes, bezogen auf den in der Zuständigkeit des Landesbetriebes liegenden Streckenabschnitt der Lenneper Straße. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ist dabei jedoch nicht gegeben:

1. Verkehrsknotenpunkt Trecknase

Bereits seit 2004 werden hier in nahezu regelmäßigen Abständen Fehler im Programmablauf dieser Lichtzeichenanlage (LZA) von diversen Verkehrsteilnehmer an die Fachverwaltung gemeldet. Trotz zahlreicher Interventionen an diverse Organisationseinheiten des Landesbetriebs (Straßenmeisterei in Solingen, Niederlassung in Essen, Regionalniederlassung Rhein-Berg in Gummersbach, Schreiben an die jeweiligen Leiter) ist bisher noch kein Erfolg im Sinne einer Fehlerbehebung zu verzeichnen. Das letzte diesbezügliche Schreiben der Fachverwaltung datiert vom 30.04.2007, ist allerdings ohne Antwort geblieben. Nach Aussagen seitens des Landesbetriebs wird aktuell daran gedacht, das Steuergerät auszutauschen.

2.  Lenneper Straße, Vorwegweiser auf die BAB A1

Infolge eines Verkehrsunfalls, bei dem der Verursacher allerdings feststand, wurde der o.g. Vorwegweiser beschädigt und musste anschließend demontiert werden. Bis zur Montage eines neuen Vorwegweisers ver­gingen ca. neun Monate. Während dieser Zeit wurden sowohl vom Fachamt als auch dem Straßenverkehrsamt ungezählte Telefonate und schriftliche Anmahnungen an den Landesbetrieb gerichtet.

3.  Lenneper Straße, Blinker Abfahrt BAB A 1 aus Richtung Dortmund

Mit Datum vom 03.04.2007 wurde diese Maßnahme gemäß § 45 (3) StVO vom Straßenverkehrsamt gegenüber dem Straßenbaulastträger Landesbetrieb Straßenbau, Regionalniederlassung Rhein-Berg in Gummersbach, mit folgendem Text förmlich angeordnet: Für die Fahrzeuge aus Richtung Dortmund ist die Voll-signalsierung an der Abfahrt zur B 229 (zunächst probehalber) durch einen gelben Schutzblinker zu ersetzen". Eine Reaktion hinsichtlich des Ausführungszeitpunktes erfolgte bislang trotzt mehrmaliger Telefonate und Schreiben, zuletzt vom FB 66 am 16.07.2007, nicht.

4.  Lenneper Straße, Fußqängersiqnalisierung

Mit Datum 11.05.2007 wurde der Landesbetrieb abermals vom Straßenverkehrsamt angeschrieben. In diesem Schreiben ist explizit und sehr ausführlich die gewünschte Änderung der Fußgängersignalisierung für die Auffahrt Richtung Dortmund aufgeführt: Auf Vorschlag des Fachbereiches Straßen und Brückenbau soll die Fußgängersignalisierung zukünftig dort lediglich auf Anforderung das Grünsignal zeigen. Für den Fußgänger bedeutet dies, dass er die Straße nicht mehr in einem Zug queren kann. Die hierdurch frei werdenden Kapazitäten innerhalb der Umlaufzeit werden zugunsten der Abbieger auf die Autobahn verwandt. Diese Änderung wird aufgrund der verkehrsabhängigen Schaltung der Lichtsignalanlage jedoch nur in den verkehrsschwachen Zeiten relevante Verbesserungen bringen. In der Hauptverkehrszeit werden dagegen nur sehr wenige Fahrzeuge davon profitieren können. Dies, weil bei maximaler Ausnutzung der Grünzeiten durch die Linksabbieger auf und von der Autobahn der Fahrzeugpulk aus Lennep planmäßig für etwa zehn Sekunden vor der Lichtsignalanlage aufläuft und die kurze Rechtsabbiegespur dann wenig effektiv ist. Auch hier erfolgte bislang keine Reaktion der Landesbetriebes. Die letzte schriftliche Mahnung durch den FB 66 datiert ebenfalls vom 16.07.2007.

5.  Lenneper Straße. Linksabbieger-Ausleger

In Folge eines Verkehrsunfalls musste der Ausleger für die Signalisierung der Linksabbieger auf die BAB A1 Richtung Dortmund bereits im Frühjahr demontiert werden. Obwohl die Sicht auf die verbleibenden Signalgeber, bedingt durch die Masten der Straßenbeleuchtung, eingeschränkt ist, wurde trotzt vielfacher Interventionen von Seiten der Stadt, zuletzt durch die OE 32/1 mit Schreiben vom 30.08.2007, bis dato der Ausleger nicht ersetzt.

6. Lenneper Straße. Markierung

Nach Inbetriebnahme des neu ausgebauten Streckenabschnittes der Lenneper Straße wurde zunächst, was unstrittig auch fachlich in Ordnung ist, eine provisorische Markierung (Farbmarkierung) aufgebracht. Entgegen mehrmaliger Mahnungen (von der Bevölkerung wurde die Fach Verwaltung bereits häufig auf den schlechten Zustand der Markierung hingewiesen) und ausdrücklicher Hinweise, die endgültige Markierung auf jeden Fall in einer verkehrsschwachen Zeit, idealer Weise in den Sommerferien, herzustellen, gelang es dem Landesbetrieb erst in der letzten Ferienwoche nach abermaliger Intervention durch den FB 66, mit der Maßnahme anzufangen.

7. Lenneper Straße, Koordinierung der LZA (Grüne Welle)

Nachdem die Verkehrsverhältnisse im Zuge der vorgenommenen Umstellung der LZA-Schaltungen bis etwa Ende April diesen Jahres befriedigend waren, ist seither eine mehr oder weniger ausgeprägte Verschlechterung des Verkehrsflusses im Zuge der Lenneper Straße zu beobachten. Anhand der Auswertung vorliegender Verkehrsdaten, örtlicher Beobachtungen und Abstimmungen mit den beteiligten Signalbaufirmen und des Landesbetriebes ergibt sich folgende Situation:

  • Der im Rahmen des Umbaues der B 229 durch das Land erfolgte Neubau von 3 LZA ist noch nicht abgeschlossen. Im Hinblick auf die Störungssituationen machte sich lange Zeit eine unstabile Kommunikation zwischen den neuen Steuergeräten und dem Verkehrsrechner negativ bemerkbar. Dies betraf sowohl die Möglichkeiten der Überwachung wie auch Probleme in der Schaltung der Programme. Aktuell ist dieses technische Problem verbessert, aber immer noch nicht behoben.
  • In der Steuerung der LZA Jägerwald bestand ein Planungsfehler der zu einer unzureichenden Berücksichtigung der Linksabbieger ins Industriegebiet führte. Der Fehler ist in enger Kooperation mit dem Landesbetrieb beseitigt.
  • Eine von Anfang bis Ende April dieses Jahres anhaltende Störungssituation war durch die unfallbedingt notwendig gewordene Aufstellung eines - technisch einfachen - Ersatzsteuergerätes an der LZA Jägerwald hervorgerufen. Die Störung ist beseitigt.
  • Beim Umbau der B 229 (Land) wurden verschiedene Schleifendetektoren (Verlängerungsfunktion) nicht eingebaut, so dass die verkehrsabhängigen Schaltungen zunächst nur eingeschränkt funktionstüchtig waren. Die Nachrüstung erfolgte in den Osterferien durch den Landesbetrieb.
  • Saisonal und vermutlich auch mit der verstärkten Annahme der neuen Autobahnanschlussstelle Blume" zusammenhängend, ist das Verkehrsaufkommen im Bereich der Ausfahrt Remscheid deutlich angestiegen. Das führte dazu, dass die an der LZA Autobahn Richtung Köln" bestehende Autobahnvorrangschaltung durch das Überschreiten der Grenzwerte in der Morgenspitze regelmäßig massiv negativ auf die B 229 wirkend in die Schaltung eingriff. Initiativ von der Stadt betrieben, wurden in Abstimmung mit der zuständigen Bezirksregierung als ad hoc" Maßnahme bereits Änderungen im Sinne einer Abmilderung" der Autobahnvorrangschaltung vorgenommen, die aber noch nicht als abschließend betrachtet werden können. Dies liegt u.a. auch daran, dass - wie im Rahmen der Prüfungen festgestellt wurde - auch die installierten Stauschleifen weder nach Anzahl noch in der Positionierung der Planungsvorgabe entsprechen. Der Landesbetrieb hat sich zwischenzeitlich bereit erklärt, versuchen zu lassen, dies durch entsprechende Softwareanpassungen zu kompensieren. Die hier gemeinsam mit dem Ingenieurbüro ausgearbeitete Änderung wurde in den Sommerferien realisiert und wird zur Zeit kritisch beobachtet und ggf. weiter optimiert.
  • An der LSA Hohenhagen trat von KW. 24 bis KW 28 eine Störung der DCF-Schaltuhr mit der Folge, dass die LSA sich nicht mehr in die Koordinierung einpasste, auf. Die Störung wurde in der 28. KW beseitigt, tritt seit dem aber sporadisch immer wieder auf. Meldungen erfolgen ohne zeitlichen Verzug vom FB 66 an den Landesbetrieb.
  • Mehrfacher Ausfall der LSA Autobahnanschlussstelle Richtung. Dortmund wegen von außen eingetragenen Spannungseinbrüchen in der Stromversorgung des Steuergerätes mit Ansprechen der Signalsicherungseinrichtungen und LSA-Abschaltung. Durch den FB 66 wurde jeweils umgehend der Landesbetrieb informiert. Da die Ausfälle deutlich weniger geworden sind, scheint der Fehler behoben zu sein. Eine Rückmeldung hierzu gab es vom Landesbetrieb leider nicht.
  • Auf Grund eines technischen Defektes, der den Austausch eines Datenbank-Servers notwendig machte, war der Verkehrsrechner von 18.06. bis 13.07.07 nur teilfunktionsfähig. Dies führte dazu, dass auch von den eigenen LZA keine Rückmeldungen über z.B. aktuelle Fehler gemeldet werden konnten. Der Fehler ist behoben.
  • An der LZA Lenneper Straße / Auf dem Langefeld treten häufig (zuletzt 13.08. / 16.08. / 20.08.) an der LZA Hohenhagen weniger häufig, Fehlfunktionen mit Störungen der Koordinierung auf. Es ist davon auszugehen, dass die Ursache im altersbedingten technischen Zustand der Steuergeräte zu suchen ist. Diesbezügliche Meldungen wurden und werden vom FB 66 unverzüglich an den Landesbetrieb abgegeben - allerdings auch hier keine Rückmeldungen.
  • Die Verfügbarkeit der Fußgängerschutzanlage (FSA) Wüstenhagen ist aufgrund der häufigen Ausfälle sehr eingeschränkt. Auch hierüber wird die zuständige Stelle des Landesbetriebes jeweils umgehend informiert (auch dabei gibt es keine Rückmeldungen)
  • An der LSA Lenneper- / Neuenkamper Straße wurde eine Programmoptimierung mit dem Ergebnis einer Erhöhung der Grünzeit für den stadtauswärts gerichteten Verkehr vorgenommen. Die im Abschnitt zwischen den Knoten Lenneper- / Neuenkamper und Lenneper- / Hohenhagener Straße vorhandenen gegenläufigen Linksabbiegespuren wurden zeitweise überstaut, was sich insbesondere in der Morgenspitze in FR Innenstadt in Punkto Verkehrssicherheit (Auffahren, Ausscheren) und Leistungsfähigkeit (Rückstau bis in den Knoten) negativ auswirkte. Um diese, aufgrund des Knotenpunktabstandes und der Menge linksabbiegender Fahrzeuge letztlich nicht auszuschließende Situation zumindest abzumildern und verträglicher zu gestalten, wurde eine Änderung der gegenseitigen Fahrspurlängen zu Gunsten der Abbiegespur nach Hohenhagen" zunächst provisorisch, mittlerweile in endgültiger Form vorgenommen. Die diesbezüglich notwendigen Absprachen mit dem Landesbetrieb verliefen problemlos.
  • Nach Vorschlag des FB 66 und Abstimmung im Rahmen der Verkehrsbesprechung wurde zusätzlich zur Leistungssteigerung im Knoten Lenneper- / Neuenkamper Straße vereinbart, die  linksabbiegenden Radfahrer aus Richtung Lennep" nicht mehr zu berücksichtigen. Die hierfür erforderliche Beschilderungsmaßnahme (Radfahrer wird auf FGÜ verwiesen) und die Programmänderung wurden am 16.08. realisiert (Grünzeiterhöhung und damit Leistungssteigerung um 4 Sekunden für den stadtauswärts fließenden Verkehr).
  • Von der Bezirksregierung wurde die Zustimmung zur Anpassung der Autobahnvorrangschaltung der LZA B229 / A1 - Ausfahrt von Dortmund mit dem Ziel einer ausgewogeneren Schaltung zugunsten der B 229 erreicht.  Eine erste (zu radikale) Schaltungsänderung wurde versuchsweise vor den Ferien vorgenommen, erwies sich aber als zu durchgreifend, so dass zwischenzeitlich eine weitere Änderung vorgenommen wurde, die beobachtet und nötigenfalls optimiert wird. Hier hat die Fachabteilung mit ausdrücklicher Genehmigung der Bezirksregierung freie Hand, eigenständig einen für alle beteiligten Verkehrsteilnehmer auskömmlichen Optimierungsprozess durchzuführen. Die Ergebnisse sind ständig der Bezirksregierung mitzuteilen."

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Kommentare

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Chronist am :

Von einem "konstruktiven Gespräch" mit Vertretern des Landesbetrieb Straßen NRW berichtete heute im Bauausschuss Amtsleiter Gerald Hein. Danach hat der Landesbetrieb zugesagt, mit den ausstehenden Arbeiten auf der Lenneper Straße eine Signalbaufirma zu beauftragen, für die Ampelanlage an der Trecknase ein neues Steuergerät anzuschaffen und an der Autobahnausfahrt aus Richtung Dortmund die Ampel kurzfristig auf Blinklicht umzustellen.

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