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Revitalisierung (14): Rückwärts nur wenig Grün

Ein wesentliches städtebauliches Merkmal der Innenstadt Remscheid ist die Zweipoligkeit der Achse Alleestraße mit den Endpunkten Allee-Center und

Die Innenstadt Remscheids ist einerseits durch eine kompakte und dichte Bauweise im Zuge der Alleestraße und des Marktes sowie einzelner geschlossener Blöcke an der Fastenrathstraße und östlich des Marktes und andererseits von Solitätbebauung und teilbebauten Blockrändern gekennzeichnet. Größere Grundstückseinheiten sind häufig vollständig überbaut.

Einige Gebäudezeilen haben bedingt durch die Erschließungsstruktur keine Rückseiten im klassischen Sinne. Die links und rechts angebauten Gebäude grenzen auf ihren Vorder- wie Rückseiten an den öffentlichen Straßenraum (Wilhelm-Schuy-Str., tlw. Daniel-Schürmann-Straße). Insbesondere in den Teilbereichen hoher Dichte fehlen Straßenbegrünungen, Vorgärten und private Freiräume.

Als öffentliche Räume wirken die Stadteingänge, die fußläufigen Zugänge, die Plätze und innergebietlichen Verbindungswege.

Die wesentlichen Innenstadteingänge sind der Willy-Brandt-Platz, der Kreuzungsbereich Elberfelder Straße, Hochstraße und Peterstraße sowie der Zugang von der Fastenrathstraße zur Alleestraße. An diesen Stellen sollen die Zielverkehre eine eindeutige Orientierungshilfe erhalten, wie sie durch das vorhandene Parkleitsystem sichergestellt ist.

Nur bedingt barrierefrei: Die Engels-Passage zwischen Alleestrtaße und Friedrich-Ebert-Platz., Foto: Stadt Remscheid.Die fußläufigen Zugangsräume verbinden die Haupterschließungsstraßen und Sammelstraßen mit der Fußgängerzone Alleestraße/Markt. Einige dieser Räume weisen gestalterische Mängel auf. Auf dem Zugang vom Hauptbahnhof über die Alte Bismarckstraße zum Markt fehlt für den Besucher eine eindeutige Orientierung zur Überquerung der mehrspurigen Bismarckstraße. Im weiteren Verlauf ist die Querung der Johanniterstraße/Kirchhofstraße für PKW-Fahrer nur schlecht einsehbar. Durch eine Neugestaltung kann für den Fußgänger eine größere Sicherheit erzielt werden. Der Zugang vom Friedrich-Ebert-Platz über die Engelspassage ist wegen seines starken Gefälles nur bedingt barrierefrei. Die Passage ist uneinheitlich gestaltet und vermittelt den Passanten kein Sichergefühl. Der Zugangsraum Werthstraße/Luisenstraße ist die wichtigste Fußwegeverbindung der Innenstadt mit den südlich angrenzenden Wohnquartieren und wird als Schulweg der Albert-Einstein-Gesamtschule genutzt. Entsprechend der intensiven Frequentierung ist eine Neugestaltung sinnvoll, die u.a. mit Rücksicht auf die Steigungsverhältnisse auch Möglichkeiten des Verweilens bieten sollte.

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

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