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Revitalisierung (13): Begrenzte Aufenthaltsqualität

Die Innenstadt verfügt mit dem Friedrich-Ebert-Platz, dem Theodor-Heuss-Platz, dem Markt und dem Bereich um den südlichen Eingang des Allee-Centers über vier große Plätze, von denen der Theodor-Heuss-Platz und die platzartige Aufweitung der Alleestraße als Veranstaltungsorte und Aufenthaltsräume der Bewohner genutzt werden können. Die Funktionalität der Plätze als (Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.) räume ist durch die in Remscheid häufig ungünstigen Witterungseinflüsse nur bedingt gegeben. Kleinere gestaltete Platzräume fehlen insbesondere in dem Quartier südlich der Alleestraße.

Potenziale für eine Neudefinition des öffentlichen Raumes bieten Teile des Friedrich-Ebert-Platzes, der westliche Zugang zur Alleestraße von der Fastenrathstraße, die Konrad-Adenauer-Straße mit den angrenzenden Grünflächen und die Einmündungen der Wiedenhofstraße und der Mandtstraße in die Alleestraße. In die Gestaltkonzepte für diese Bereiche sollten die Fassaden der angrenzenden Bebauung einbezogen werden. 

Das heutige Bild der Innenstadt Remscheid geht nicht auf einen historischen, organisch gewachsenen Stadtgrundriss zurück, sondern auf das Zusmmenwachsen verschiedener Siedlungsteile im Rahmen des Stadtwachstums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Raumbildprägend in der Innenstadt Remscheid sind nun neben der von der Alleestraße gebildeten Hauptachse die großen Plätze Theodor-Heuss-Platz, Friedrich-Ebert-Platz und der Markt. Die Struktur des früheren Stadtkerns um die Stadtkirche ist aufgrund gründerzeitlicher Bebauung am Markt und der Sanierung der Altstadt in den 1970er und 1980er Jahren nicht mehr erkennbar. Die Gestalt des Untersuchungsraumes und seine städtebauliche Struktur stellen sich somit sehr heterogen dar.

Die Alleestraße zeichnet eine großstädtische, im Wesentlichen durchgehende, straßenbegleitende Bebauung aus. Im Abschnitt der oberen Alleestraße ist die Bebauung mit bis zu fünf Etagen eher großmaßstäblich, während die Gebäude der unteren Alleestraße tendenziell geringere Höhen aufweisen. Der mittlere Abschnitt der Alleestraße weist kleinere Grundstücke und eine dementsprechende Gebäudestruktur auf. Die Innenbereiche der Baublöcke nördlich und südlich der Alleestraße sind nahezu vollständig versiegelt und z.T. mit Nebengebäuden belegt. Aufgrund einer überwiegend sehr geringen Blocktiefe fehlt die rückwärtige Blockrandbebauung an vielen Stellen. Dadurch wird die Gestaltqualität der angrenzenden Straßen massiv beeinträchtigt. Die Fassadengestaltung auf der Alleestraße repräsentiert eine Stilmischung der verschiedenen Nachkriegsepochen, mit Ausnahme des durch die beiden Baumreihen gegebenen Alleecharakters verfügt die Alleestraße über keine gestalterischen Alleinstellungsmerkmale.

Die Übergänge von der Alleestraße in die angrenzenden Straßenräume (insbesondere Wiedenhoffstraße, Mandtstraße, Scharffstraße, Wilhelm-Schuy-Straße) wurden nicht in die Maßnahmen zur Neugestaltung der Alleestraße einbezogen. Auch aufgrund der topographischen Gegebenheiten wirken die nach Süden gerichteten Zugänge als nicht barrierefrei.

Die ebenfalls geschlossene Randbebauung des Marktes datiert aus der Zeit des Wiederaufbaus, der sich überwiegend in den 1960er bis 1970er Jahren vollzog. Auch hier sind die rückwärtigen Blockseiten in der Regel nicht geschlossen. Der Übergang in den Bökerspark ist daher nicht gestalterisch definiert.

Der Theodor-Heuss-Platz verfügt mit dem Rathaus, der Sparkasse und dem Baukörper des Allee-Centers über ihn vollständig umschließende Raumkanten. Fehlende bzw. unzureichende Begrünung und die geschlossene Fassade des Allee-Centers schränken die Qualität der Platzgestaltung jedoch ein. Hingegen ist der Friedrich-Ebert-Platz aufgrund seiner Größe und vollständigen Nutzung als Busbahnhof nur bedingt als öffentlicher Platz im Bewusstsein der Anwohner. Die umgebende Bebauung ist auf der Südseite nicht geschlossen. An der Nordseite wirkt die Elberfelder-Straße als Barriere zwischen dem Platz und den angrenzenden z. T. öffentlichen Nutzungen.

Die Konrad-Adenauer-Straße zeigt noch Reste der vormaligen Villenbebauung, die nordseitige Bebauung zeichnet sich durch uneinheitliche Solitärbauten aus.

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

 

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