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Bewohnerstruktur in GEWAG-Häusern gut durchmischt

Lebenslanges Wohnen bei der GEWAG Remscheid ist keine Seltenheit und für viele Mieterinnen und Mieter ein erklärtes Ziel. Sie möchten auch im Alter selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Daher hat sich über Jahrzehnte neben der reinen Wohnungsversorgung das Thema „Dienstleistungen rund um das Wohnen" entwickelt. In vielen Lebenslagen sind individuelle Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen nicht selten die Voraussetzung dafür, ob ein Mietverhältnis zustande kommt oder auf Dauer bestehen bleiben kann.

Dabei bedient sich die Gesellschaft auch der Unterstützung erfahrener Partner. Karitative und gemeinnützige Organisationen haben gerade für ältere Menschen Dienstleistungsangebote wie Haushaltshilfe, Pflegeleistung, Essen auf Rädern, Notruf und vieles andere mehr geschaffen, die aufgrund der deutlich älter werdenden Bevölkerung im wachsenden Maße angenommen werden. In altersgerechten Wohnanlagen oder nachträglich barrierearm hergerichteten Bestandsimmobilien der GEWAG Remscheid kann mit dieser Unterstützung trotz eingeschränkter Mobilität, Handlungsfähigkeit und nachlassenden körperlichen Kräften selbstbestimmt gelebt werden.

Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung suchen nach weitgehend selbstständigen Wohnformen, in denen das Zusammenleben in einer Gemeinschaft neben dem begleitenden Betreuungs- und Pflegeangebot zusätzliche Hilfe und Kraft für die Bewältigung des Alltags bietet. Ihr Zuhause finden sie seit einigen Jahren in von der Gesellschaft angebotenen Wohngruppen und in Einzelwohnungen. Darüber hinaus konnte am 1. Dezember 2017 eine Wohnanlage mit Vorbildcharakter offiziell an Bewohner übergeben werden, die ausnahmslos junge Menschen mit Handicap sind und die mit ihren Familien bis zu diesem Zeitpunkt eng in die Planung ihres neuen Zuhauses in der Gerhart-Hauptmann-Str. 4 in Remscheid eingebunden waren.

Um beste Voraussetzungen für eine optimale Förderung und erfolgreiches Lernen zu bieten, hat die Gesellschaft in enger Abstimmung mit der Stadt Remscheid eine weitere vierzügige Kindertageseinrichtung geplant. Auf dem topografisch anspruchsvollen Gelände des Grundstückes Paulstr. 12-16 in Remscheid-Kremenholl entstehen seit August 2017 über 2 Etagen barrierefreie Räumlichkeiten auf einer Nutzfläche von 740 Quadratmeter für die Betreuung von Kindern im Alter bis zum Schuleintritt. Für den Neubau werden Fremd- und Eigenmittel in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen € bereitgestellt.

Die größten Investitionen fielen in den Bereichen Bestandspflege, Modernisierung und energetische Sanierung an. Gemäß den strategischen Zielen der Gesellschaft haben bei Modernisierungen Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zur altersgerechten Bestandsanpassung besondere Bedeutung. Bei Einhaltung der für diese Maßnahmen ggf. zu erfüllenden bautechnischen Normen und baurechtlichen Anforderungen werden die Standards für derartige Maßnahmen so festgelegt, dass die sich aus ihnen ergebenden Mietumlagen (einschließlich etwaiger Erhöhungen oder Verminderungen bei den Betriebskostenumlagen) die Mietzahlungsfähigkeit der Bezieher unterer und mittlerer Einkommen nicht überfordern.

Die energetische Sanierung von Gebäuden bedeutet in erster Linie Verbesserungen an bestehenden Gebäuden vorrangig mit dem Ziel der Verminderung des Energieverbrauchs. Häufig sind damit aber auch Arbeiten zur Verschönerung des Treppenhauses, des Eingangsbereiches sowie der Hauszugangstechnik und des Wohnumfeldes verbunden. Zusätzlich wird dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Bewohner Rechnung getragen und für mehr Sicht und Helligkeit gesorgt. Durch den nachträglichen Einbau von Aufzügen werden die Gebäude nicht nur barrierearm und altersgerecht umgebaut, sondern es steigert sich der Benutzerkomfort für alle Bewohner, egal ob jung oder alt.

Im Berichtsjahr wurde im Quartier Hasenberg in Remscheid-Lennep ein weiterer Sanierungsabschnitt beendet. In den Häusern Carl-Klein-Str. 6-16 sowie Schneppendahler Weg 38-42 wurden mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 2,5 Millionen € 60 freifinanzierte Wohnungen aus den 1960er Jahren mit Einsatz von KfW-Mitteln saniert. Die für die zur Finanzierung der Modernisierung notwendigen Mieterhöhungen wurden zu Lasten der Eigenkapitalverzinsung reduziert, sodass nach Abschluss der Maßnahmen zeitgemäßer Wohnraum zu bezahlbaren Preisen angeboten wird. Für das Jahr 2018 sieht die Planung die Umsetzung eines vergleichbaren Maßnahmenkataloges in 12 Häusern mit 158 Wohnungen und eine Investitionshöhe von rund 5,0 Millionen € vor. Insgesamt fielen in 2017 für die Bestandspflege und Einzelmodernisierung von Wohnungen 8,2 Millionen € bzw. 19,01 € je Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche an, 2,9 Millionen € davon für den Austausch von Oberböden durch Verlegung strapazierfähigen Bodenbelags, Einbau neuer Bäder und Fliesenspiegeln in den Küchen sowie die Erneuerung von Innentüren, Erneuerung der Elektroinstallation usw. in 151 Einheiten.

Die Investitionen lohnen sich, denn die Zahl der Kündigungen war im sechsten Jahr rückläufig. Im Geschäftsjahr 2017 fanden 464 Wohnungswechsel (Vorjahr: 538) statt, das entspricht einer gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Fluktuationsrate von 7,4 Prozent (Vorjahr 8,6 Prozent). Im gleichen Zeitraum wurden 551 Neuverträge für Wohnungen abgeschlossen.

Zum 31.12.2017 bewirtschaftete die Gesellschaft einen Eigenbestand von 6.253 Wohnungen, 88 gewerblichen Einheiten und 1.911 Garagen bzw. Stellplätzen mit einer Wohn- und Nutzfläche von 433.113 Quadratmeter. Der öffentlich geförderte und preisgebundene Wohnraum hat sich im Saldo um 31 auf 1.453 Einheiten verringert.

Die Gesellschaft wird sich weiterhin als verantwortungsvoll handelnder Partner der Stadt den einkommensschwachen Haushalten widmen, damit sich diese am Markt angemessen mit Wohnraum versorgen können und damit die Stadtentwicklung durch soziales Wohnen gestärkt wird. Neben dem Neubau von Wohnungen und Sozialbauten wird das Unternehmen mit der Kombination aus Modernisierungs-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen den Substanzwert der Bestandsimmobilien optimieren und somit zum positiven Erscheinungsbild der Quartiere beitragen. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die GEW AG einen Jahresüberschuss ähnlich wie im Geschäftsjahr 2017 bei leicht steigenden Umsatzerlösen.

Waterbölles: Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Wohnungsbaugesellschaft fand heute Nachmittag Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses statt. Der Hauptversammlung wurde der festgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017, der Lagebericht 2017 sowie der Bericht des Aufsichtsrates vorgelegt.

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