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MyViertel-Fest führt zur Gründung eines Vereins

Den rund 150 Anwohnern von Kirchhofstraße, Alter Bismarckstraße, Brunnengasse und Neustraße flatterte dieser Tage die Einladung zu einer Vereinsgründung ins Haus. Absender waren drei junge Leute – Marvin Schneider (24), Lukas Weber (21) und Philipp Roth (28). Mit möglichst vielen interessierten Remscheidern, die an der Alten Bismarckstraße oder in deren Umfeld zu Hause sind, möchten sie am Mittwoch, 5. September, um 18.30 Uhr (Einlass 18.15 Uhr) im Diakonisches Werk, Kirchhofstraße 2, einen Verein gründen zu „Förderung von Bildung, Kunst und Kultur ... im Kontext von Stadt- und Quartiersentwicklung“. So steht es in der Vereinssatzung, die im Entwurf schon vorliegt und dem am Mittwoch zu wählenden Vereinsvorstand zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt verhelfen soll. Denn der Satz „ohne Moos nichts los“ gilt auch in diesem Fall. Und so hofft das Trio, das an diesem Abend auch selbst für den neuen Vorstand kandidieren wird, auf Unterstützung durch Sponsoren, um das alte Stadtviertel weiter beleben zu können. Auch die umliegenden Geschäftsleute, sprich: Gastronomen wie Niklas Bergmann, sind daran sehr interessiert. Für die Leitung der Gründungsversammlung konnte mit Unterstützung durch Ralf Wieber, dem Vorsitzenden des Marketingrates Innenstadt, Ralf Engels gewonnen werden, der Geschäftsführer des in Wuppertal ansässigen Handelsverbands NRW Rheinland.

Im Bild v. li. n. re. Foto: Lothar KaiserDie Idee zur Vereinsgründung war beim "MyViertel Fest" am 5. Mai, dem „Tag der Städtebauförderung“, geboren worden. Marvin Schneider (24), Student der Politikwissenschaften an der Uni Wuppertal und gebürtiger Remscheider, sagte dem Waterbölles am Montag: „Das MyViertel-Fest hat stadtübergreifend für Aufsehen gesorgt. Gerne würden wir die Energie, die im Viertel steckt, noch viel mehr nutzen und die Menschen mit Engagement, Spaß und Leidenschaft in eine bunte Gemeinschaft verwandeln. Wir sind zuversichtlich, für den neuen Verein Anlieger gewinnen zu können!“ Wer im Vorstand mitarbeitet will, muss allerdings eine Bedingung erfüllen - die Residenzpflicht. Heißt: Nur wer im Quartier wohnt, ist auch wählbar! Schneider war schon vor einem Dreivierteljahr aufgefallen, dass vor allem junge Leute im Viertel um die Alte Bismarckstraße eine Wohnung suchen.

Bei allem Sturm und Drang sind die Initiatoren des neuen Vereins realistisch genug, die Quartiersverschönerung in kleinen Schritten angehen zu wollen. Philipp Roth, Student der Sozialwissenschaft an der Uni Duisburg/Essen: „“Hier und da erst mal ein weiterer Müllkorb an der Straße!“ Ambitionierter ist da schon der Plan, einen Marktstand für „Food Sharing“ an der unteren  Ecke zur Bismarckstraße aufzustellen. Roth: „Wir denken da an überschüssige Lebensmittel, die wir bei Gastronomen, Privatleuten, Bäckereien und Privatleuten einsammeln und die dann am dem Marktstand von jedermann kostenlos bzw. gegen einen freiwilligen Obolus für ein Sparschwein, das dort steht, abgeholt werden können.“ Dass der Marktstand nicht ständig personell besetzt sein wird, schreckt Philipp Roth nicht: „Wir setzen auf die Ehrlichkeit der Leute!“

Das Wuppertaler Luisenviertel mit seinen vielen, ganz unterschiedlichen Lokalen, Vorbild für die Alte Bismarckstraße? Jedenfalls macht sich das Trio Gedanken, welche Lokale an der Sichtachse zwischen Markt und neuem Kino am Bahnhof noch Platz hätten. Und freut sich über die Nachricht, dass sich am unteren Ende der Alten Bismarckstraße ein neuer Imbiss und ein Weinladen ansiedeln wollen.

Und was wird aus dem MyViertel-Fest? Es soll zur festen Einrichtung werden! Bankkaufmann Lukas Weber: Für 2019 haben wir den 11. Mai schon angepeilt!“

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Lothar Kaiser am :

Ein weiteres ehrgeiziges Ziel: Bei einem eintägigen Straßenfest sollte es (wie bei der Hindenburgstraße) möglich sein, die Kirchhofstraße zu sperren, damit zwischen Markt und Einmündung der Alten Bismarckstraße in die Bismarckstraße „ununterbrochen“ gefeiert werden kann. Eine weitere Idee: Die Fußläufigkeit der Alten Bismarckstraße von der Kirchhof- bis zur Neustraße. Um aus der Neustadt talwärts (nach links) in die Alte Bismarckstraße abbiegen zu können, müsste allerdings die Einbahnstraße umgepolt und eine Zufahrt hinter dem Hotel am Bahnhofskreisel nach rechts zur Brunnengasse geschaffen werden. Da dürfte noch manches dicke Brett zu bohren sein...

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