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Neues Personalentwicklungskonzept der Stadt

Mit einem neuen „Beurteilungswesen“ bekommen es zum 1. Januar 20198 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Remscheid zu tun. Dahinter verbirgt sich kein gefährliches Alien von Stern Alpha 7, sondern die erste Phase eines Personal- und Organisationsentwicklungskonzepts. „Inhalt und Prozess wurden mit dem Verwaltungsvorstand, der Gleichstellungsbeauftragten sowie dem Personalrat sukzessive abgestimmt“, heißt es in der Mitteilungsvorlege der Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Donnerstag. Bereits am 19. Januar und am 14. Juni waren die Fachdienstleiter über das neue Konzept informiert, das im Februar auch Gegenstand einer Klausurtagung des Verwaltungsvorstandes war. In dem Konzept ist das neue Beurteilungswesen nur ein Baustein von mehreren, etwa modulare Qualifizierung, Einarbeitungs- und Willkommenskultur, Eingangsämter und Strukturdatenanalyse. Mit anderen Bausteinen zur Personal- und Organisationsentwicklung (E-Recruiting und Bewerbermanagement, duale Studiengänge, neue Lehrgangsformen, Verwaltungslehrgang 1) wird bereits in der Praxis gearbeitet.

„Unter Personal-und Organisationsentwicklung versteht man die Summe aller Aktivitäten, die nach einem durchgängigen, d.h., das ganze Unternehmen betreffenden Konzept, systematisch vollzogen werden“, heißt es in der Mitteilungsvorlage ein wenig akademisch. Damit werde das Ziel verfolgt, „Qualifikation und Leistung durch Bildung, Strukturierung und

  • Karriereplanung zu verbessern, das Potenzial der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu
  • identifizieren und methodisch zu fördern und auf den Unternehmensbedarf
  • abzustimmen“. Die Personal-und Organisationsentwicklung leiste darüber hinaus wichtige Arbeit auf den Gebieten der Motivation, der Zielerreichung sowie der Unternehmenskultur und schließlich „einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers“
  • Die einzelnen Ziele der Personal-und Organisationsentwicklung können sich je nach Blickwinkel (Arbeitgeber/Arbeitnehmer) recht verschieden darstellen. Aus der Perspektive der Verwaltung sind es, so die Verwaltung:
  • Wahrung des erforderlichen Bestandes an Führungskräften
  • Wahrung des erforderlichen Bestandes an Spezialistinnen und Spezialisten
  • Personaleinsatz gemäß den Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Aktivierung und Stärkung individueller Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • Absenkung der Fluktuation
  • Erhalt der Arbeitskraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Steigerung der innerbetrieblichen Kommunikation
  • Entwicklung von Nachwuchsführungskräften

Aus der Perspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es u.a.:

  • Übertragung höherwertiger Tätigkeiten
  • bessere Laufbahn-und Verwendungsmöglichkeiten
  • Aktivierung nicht genutzter Fähigkeiten und Kenntnisse
  • Schaffung karrierebezogener Voraussetzungen für den beruflichen Aufstieg
  • zielgerichtete Fortbildungsmöglichkeiten.

„Es herrscht Ressourcenknappheit. Haushaltskonsolidierung ist das Schlagwort. Strikte Vorgaben im Zuge des Haushaltssanierungsplans bzw. Auflagen aus dem Stärkungspaktgesetz mit der einhergehenden Umsetzung von Stelleneinsparungen aus dem sogenannten kw7-Programm stellen die Verwaltung vor großen Herausforderungen“, beginnt in der Verwaltungsvorlage das Kapitel „Herausforderungen“. Weiter heißt es dann: „Der richtige Personaleinsatz rückt daher immer weiter in den Fokus. Effektivität und Effizienz dieses Einsatzes sind von zunehmender Bedeutung, um auf Aufgabenzuwächse und -veränderungen reagieren aber auch vorausschauend handeln zu können. Permanente Flexibilität sowie lebenslanges Lernen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich spürbar verlangt. (...) Eine immer größer werdende Konkurrenzsituation der Arbeitgeber im öffentlichen Sektor untereinander, ein stetig steigender Altersdurchschnitt der Beschäftigten, Verlust an Fach-und Spezialwissen, um an dieser Stelle nur einige Aspekte zu benennen, führen zu einem absehbaren generellen Fachkräfte-sowie Nachwuchsmangel. Dem kann auf der einen Seite mit stringenter Potenzialerkennung sowie Förderung von Stärken der Beschäftigten begegnet werden, auf der anderen Seite mit Imageverbesserungen des Unternehmens, um Nachwuchskräfte oder aber auch externe Beschäftigte zu gewinnen.“ Neben Gehaltsaspekten oder Aspekten eines sicheren Arbeitsplatzes seien von zentraler Bedeutung Elemente der Selbstverwirklichung, der Förderung, der individuellen Fortentwicklungsmöglichkeiten oder der gelebten Unternehmenskultur.

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Kommentare

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Gerd Rothbrust am :

„… Ressourcenknappheit, Haushaltskonsolidierung, kw7-Programm, Effektivität und Effizienz, permanente Flexibilität sowie lebenslanges Lernen…“ sind Begriffe die wenig mit Arbeitnehmerzufriedenheit zu tun haben und noch viel weniger mit „Selbstverwirklichung“!

Eija Tirkkonen am :

Es gibt nicht nur den Blickwinkel des Verwaltungsvorstandes und den der Mitarbeiter, sondern der wichtigste Blickwinkel wird hier aus guten Gründen gar nicht erst erwähnt: Der politische. Der Fall Sven Wirtz, Kämmerer mit der Qualifikation eines Studienabbrechers, zeigt, dass die politische Versorgungsmentalität die Qualifikation außer Kraft setzt. Vor diesem Hintergrund ist das schöne Konzept mit Unglaubwürdigkeit angehaftet. Hier kommen OB und seine engsten Mitstreiter zusammen, um Verbesserung zu proklamieren! Wenn das Konzept wirklich ernst gemeint wäre, würde eine umfangreiche anonyme, gendermäßig aufgeteilte Umfrage unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Startschuss geben.

Lothar Kaiser am :

Frau Tirrkonen, ich wundere mich sehr über Ihre entschiedene Aussage zu Sven Wiertz. Meiner Meinung nach hätte die Stadt in ihrer kritischen Finanzsituation keinen besseren Stadtkämmerer bekommen können. Vorgezogener Wahlkampf der CDU, wieder einmal?!

Heinz Wäscher am :

Jede(r) Stadtdirektor/-in, der bzw. die mit solchen Summen zum Wohle der Allgemeinheit hantieren darf, sollte meiner bescheidenen Meinung nach einige Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet haben um zu erfahren wie es ist, gewinnorientiertes Handeln als zwingende Voraussetzung betrachten zu müssen und wo das Geld nicht einfach jährlich automatisch „zugewiesen” wird, sondern durch Gewinne erwirtschaftet werden muß.

Gerd Rothbrust am :

Ein Rat Herr Wäscher: Gehen Sie einmal auf die Seite der Stadt Remscheid und durchsuchen unter “Dienstleistungen“ den Katalog der städtischen Aufgaben. Welche dieser Aufgaben sollten „Ihrer bescheidenen Meinung nach“ gewinnorientiert erbracht werden?

Heinz Wäscher am :

Keine - der oder die für die Finanzen einer Kommune Zuständige sollte meiner bescheidenen Meinung nach trotzdem im Berufsleben wirtschaftliches Handeln mit der knappen Ressource Geld kennengelernt haben.

Gerd Rothbrust am :

Da kann ich sie beruhigen, Herr Wäscher: Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst werden nach dem TVöD bezahlt. Somit müssen fast alle, im monatlichen Turnus, die knappe Ressource Geld meistern! Die können DAS!

Eija Tirkkonen am :

Ein Punkt im Personal- und Organisationsentwicklungskonzept ist die Absenkung der Fluktuation in der Verwaltung. Der letzte schmerzliche Verlust betraf gerade die Kämmerei. Die Stadt Langenfeld fand den neuen Kämmerer in Remscheid. Von über 250 Bewerbern fiel die Wahl auf den langjährigen geschätzten Mitarbeiter in der Remscheider Kämmerei. Langenfeld bezeichnete den Remscheider mit einem beachtlichen Lebenslauf als „Volltreffer“. Man braucht nicht lange darüber nachzudenken, welche lähmende Wirkung politisch motivierte Quereinsteiger verbreiten, deren Karriereplan sich weder an Qualifikation noch an Leistung messen muss. Darüber hinaus geht es um etwas Grundsätzliches. Die Grundlage des Verwaltungshandelns darf nicht politisch verfärbt sein. Die politische Mehrheit stellt zwar die Rahmenbedingungen fest, jedoch deren Ausführung muss unabhängig sein und auf Gleichbehandlung bedacht. Das ist die Bedingung für Vertrauen und Glaubwürdigkeit, während politische Einflussnahme beliebig ist. Daher muss man auch die Ehrlichkeit des vorgestellten Konzeptes in Frage stellen dürfen, da die politische Motivation der Machtinhaber doch nur ein Ziel kennt: Weiter so. Übrigens, ich bin seit mehreren Jahren nicht mehr Mitglied der Remscheider CDU.

Lothar Kaiser am :

Wer wie (politische) Hauptgemeindebeante wählt, wissen Sie aber schon, Frau Tirkkonen?!

Eija Tirkkonen am :

Wie würde wohl das Haushaltsergebnis aussehen, wenn nicht die Kompetenzträger der städtischen Tochterunternehmen mit Millionenspritzen dem Kämmerer unter die Arme gegriffen hätten? Was Herr Wäscher hier über die Erfahrung in der Privatwirtschaft vorbringt, wäre sicherlich vom großen Nutzen. Das kann man jedoch nur dadurch erreichen, indem man dem Verwaltungsvorstand in Haftung nimmt. Zum Beispiel die Vorleistungen für das noch lange nicht rechtlich sichergestelltes DOC betragen mehrere Millionen Euro. Nur die Tiefbaumaßnahmen, die in der Ratsvorlage dargestellt wurden, betragen sechs Mio. Euro. Meinen Sie, dass die Stadt das Risiko auf sich nehmen würde, wenn nicht allein die Bürgerschaft das Risiko trägt, sondern die Stadtspitze mit?

Gerda Spaan am :

Den von Ihnen Herr Kaiser formulierten kompletten letzten Absatz, beginnend mit "Es herrscht Ressourcenknappheit..." könnte ich in seiner Gänze auf die Situation des Offenen Ganztages übertragen. Hier stellt sich das Personal den Herausforderungen täglich im Umgang mit Schulkindern. Bildet sich aus, macht Fortbildungen, engagiert sich über das Maß hinaus, das es bezahlt erhält. Und wie bezahlen Land und Kommune diese völlig unverzichtbare Leistung? Wie soll das gute Personal gehalten werden bei dieser Finanzierung? Kein Vergleich mit der Öffentlichen Dienst. Ganz ohne Neiddebatte, ich möchte das einfach mal gesagt haben. Zum Kämmerer: Der kann was und tut den Finanzen der Stadt gut. Für ihn muß allerdings auch gelten, Alles, Alles bitte mit Augenmaß, auch beim Sparen. Und nicht die Werktätigen vergessen, die eine unverzichtbare Leistung erbringen und deren Bezahlung dringend einer Verbesserung bedarf. Genau hinschauen bitte. Auch diese möchten stolz sein in dieser Stadt zu leben und zu arbeiten, wie der OB ja sagte.

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