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Verein der Gedenkstätte plant schon für 2019

Zur informellen Eröffnung des ehemaligen Pferdestalls der früheren Polizeikaserne an der Uhlandstraße als Gedenkstätte hat der am 6. Juli im Rathaus gegründete "Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V." für Donnerstag, 20. September, um 10 Uhr in den einstigen Pferdestall der Remscheider Polizei zur Zeit des Nazi-Regimes eingeladen. Der Verein hat die notwendigen Regularien inzwischen schnell erledigt: Er ist ins Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen, und das Remscheider Finanzamt hat ihm den Freistellungsbescheid zur Gemeinnützigkeit zugestellt, der ihn von der Steuer befreit und es ihm erlaubt, Spendenquittungen auszustellen. Zu seinem zahlreichen Unterstützern zählt der Verein, der inzwischen mehr als 30 Mitglieder hat (15 davon gehören dem erweiterten Vorstand an). Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW; sie hat die Schirmherrschaft für das Vorhaben übernommen. Ferner Innenminister Herbert Reul und seine Mitarbeiter, insbesondere Ministerialrat Prof. Dr. Klaus Schönenbroicher, und den neuen Wuppertaler Polizeipräsidenten Markus Röhrl. Schumacher ist zuversichtlich, dass die Polizei die neue Gedenkstätte auch als die ihre versteht.

Einen Nutzungsvertrag zwischen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW als Verwalter der Gebäude im Auftrag des Landes NRW und der Stadt (oder dem Verein) gibt es zwar noch nicht, aber er werde jetzt ausgearbeitet, sagte Vereinsvorsitzender Hans Heinz Schumacher, pensionierter Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, gestern Abend auf einer Pressekonferenz. Das müsse seinen bürokratischen Weg gehen. Bis dahin gibt die Polizei am Quimperplatz den Schlüssel für den Pferdestall heraus, wann immer dort Veranstaltungen stattfinden werden. Am 25. September will dort beispielsweise der Remscheider Jugendrat tagen, auch als Zeichen der Unterstützung des Projekts „Gedenkstätte Pferdestall“. Und das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, das Gertrud-Bäumer-Gymnasium und die Stadt Remscheid wollen in der (künftigen) Gedenkstätte am 10. November eine neue Ausstellung eröffnen anlässlich der Pogromnacht in Deutschland vor 80 Jahren.

Polizeipräsident Röhl will am 20. September in den Pferdestall kommen, ebenso Innenminister Herbert Reul (wenn es seine Zeit erlaubt), um an der Eröffnung der erweiterten Ausstellung der Schülerinnen und Schüler zur lokalen Verfolgung durch die Nationalsozialisten sowie der Wanderausstellung „Im Schatten der Erinnerung: Schandtaten und Verbrechen im Westen, Die NS-Besatzung der Benelux-Staaten und ihre Nachwirkungen“ teilzunehmen. Diese war von der Arbeitsgruppe „Gedenktag 27. Januar“ aus Mainz zusammengestellt worden. Ihr gehört auch Dr. Peter-Otto Ullrich an. Er wird am 20. September durch die Wanderausstellung führen. Der Vereinsvorsitzende Hans Heinz Schumacher: „Wir freuen uns, dass diese Ausstellungserweiterung auf Initiative der Schüler/-innen des Städtischen Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Remscheid und mit überwältigender Unterstützung vieler Einzelpersonen, gesellschaftlicher Gruppen und Parteien möglich wird.“ Für 2019 planen die Schülerinnen und Schüler der Geschichts-AG der EMA bereits eine weitere Ausstellung. Sie wird sich mit dem Schicksal der Sinto und Roma in der Nazizeit beschäftigen und auch auf damalige Geschehnisse in Remscheid eingehen.

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