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Worst-Case-Szenario: 15 Prozent weniger ÖPNV

„Momentan erfüllt der Friedrich-Ebert-Platz seine Funktion als Zentraler Omnibusbahnhof. Doch das Mobilitätsverhalten dürfte sich in den nächsten Jahren gravierend ändern (deutliche Zuwächse beim Nahverkehr, mehr E-Mobilität mit der entsprechenden Infrastruktur an Ladestationen, Zunahme von Carsharing und Bikesharing etc.). Sind alle diese möglichen und von weiten Teilen der Politik auch gewünschten Veränderungen unserer Mobilität bei den Planungen des Umbaus des Friedrich-Ebert-Platzes berücksichtigt worden? Wenn ja, in welcher nachvollziehbaren Form? Falls nein, warum hat man auf entsprechende Überlegungen verzichtet?“ So die Anfrage der CDU-Fraktion zur morgigen Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Zur Begründung verweist die CDU darauf, dass es nach Meinung von Experten bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent mehr Nahverkehr geben könnte. Deshalb werde den Kommunen eine maßgebliche Rolle bei der Gestaltung der „modernen Mobilität“ bzw. „Verkehrswende“ zukommen. Deshalb wolle sie von der Verwaltung wissen, ob und in welcher Form bei den derzeit durchaus kontrovers diskutierten Planungen für den Friedrich-Ebert-Platz seitens der Verwaltung, der Stadtwerke sowie der Architekten und Planer berücksichtigt wurde, welche Anforderungen ein ZOB in den nächsten Jahren aufgrund des veränderten Mobilitätsverhaltens erfüllen muss.

Zur Sitzung liegt inzwischen die Antwort der Verwaltung vor. Darin wird darauf verwiesen, dass der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) unabhängig von anderen Betrachtungen schon allein deshalb geplant sei, weil die Haltestellen und die Betriebsflächen sanierungsbedürftig seien und den Ansprüchen der Barrierefreiheit nicht genügen. Im Übrigen hätten“ im Vorfeld des städtebaulichen Wettbewerbs Stadt und Stadtwerke gemeinsam mit einem Planungsbüro die verkehrlichen und funktionalen Ansprüche für den ZOB ermittelt und dabei sowohl die heutigen betrieblichen Anforderungen, als auch die für die Zukunft absehbaren Entwicklungen im Remscheider Nahverkehr berücksichtigt“.  So gebe es bei der Anzahl von Halte- und Wartepositionen auch eine Reserve für eventuelle künftige Erweiterungen der Betriebsleistung. Aber: „Diese Reserven wurden nur aus grundsätzlichen Erwägungen vorgesehen. Aus heutiger Sicht ist in den nächsten Jahren keineswegs mit einer erheblichen Steigerung der Betriebsleistung zu rechnen, da die gegenwärtigen Finanzierungssysteme im ÖPNV auf eine vollständige Finanzierung der Defizite durch die zuständige Kommune hinauslaufen und deren finanziellen Spielräume aber auch mittelfristig nur gering sein werden.“

Auch die von der CDU zitierten „30 Prozent mehr Nahverkehr bis 2030“ aus der VDV-Studie „Deutschland mobil 2030“ stellten nur die wünschenswerte Entwicklung im Best-Case-Szenario dar, die sich ergeben könnte, wenn die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Dafür wären laut Studie aber deutliche preis- und ordnungspolitische Maßnahmen zur Begrenzung des Pkw-Verkehrs erforderlich. In ihrem Worst-Case-Szenario gehe die Studie davon aus, „dass es in naher Zukunft keine preis- und ordnungspolitischen Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs geben wird, was dann sogar zu einer Absenkung des ÖPNV-Anteils um 15 Prozent führen würde.“

Schon in naher Zukunft werde sich die Verwaltung verstärkt um eine Integration der E-Mobilität in den Remscheider Stadtverkehr bemühen, heißt es in der Antwort weiter. Das schließe die Errichtung von öffentlichen Ladestationen im Stadtgebiet ein. Auch Carsharing und Bikesharing lasse sich sinnvoll auf den Stellplätzen vor dem Ämterhaus oder in der Konrad-Adenauer-Straße anordnen.

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Kommentare

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Gerd Rothbrust am :

Getreu Konrad Adenauer: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden." Alle haben sich weiter gebildet: Die gesamtstädtische Mobilitätsstrategie landet im Reißwolf…?

Lothar Kaiser am :

Auch ein kleinerer Omnibusbahnhof auf dem Friedrich-Ebert-Platz habe bei Bedarf noch Kapazität für weitere Busse, sagte die Verwaltung gestern im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Derzeit müssten die Stadtwerke von den tatsächlichen Kosten des ÖPNV-Unterhalts mit acht Millionen Euro etwa die Hälfte zahlen.

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