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Gerd Lemmer von heute an Ehrenmitglied der Jungen Union

Am heutigen Empfang zum 60-jährigen Bestehen der Jungen Union Remscheid nahm auch deren erster Vorsitzender teil, Staatssekretär a.D. Lemmer, am Tisch links. Kreisvorsitzender Julian Kleuser, kleines Foto, überreichte ihm eine Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft. Foto: Lothar Kaiser

Mehr Parteimitglieder hätten auch nicht kommen dürfen – es waren knapp 100 -, sonst wäre die Geschäftsstelle der Remscheider CDU am Friedrich-Ebert-Platz zu klein gewesen, um dort heute das 60-jährige Bestehen der Jungen Union (JU) feiern zu können. Die Nachwuchsorganisation der Christdemokraten hat in Remscheid derzeit 128 Mitglieder. Sie sei „60 Jahre jung“, betonte der JU-Kreisvorsitzende Julian Kleuser bei der Begrüßung der örtlichen und überörtlichen Parteiprominenz, darunter NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter, Staatssekretär a.D. Gerd Lemmer, Bürgermeisterin Monika Hein, die Landtagsabgeordnete Elke Rühl, der Europa-Abgeordnete und CDU-Bezirksvorsitzende Herbert Reul, Stadtdirektor Jürgen Müller, Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann, CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Humpert, CDU-Kreisvorsitzender Kai Kaltwasser und Georg Gregull, der Vorsitzende der Senioren-Union.
Gerd Lemmer war nach Ende des Zweiten Weltkriegs der erste JU-Vorsitzende in Remscheid. Ihm folgten später u.a. Humpert und Kaltwasser. Überhaupt hätten viele der heute aktiven Politikerinnen und Politiker in Remscheid ihr Handwerkszeug in der Jungen Union gelernt, betonte Kleuser. Diese ebneten heute den Weg f
ür eine neue Generation ambitionierter Jungpolitiker. So sei die Junge Union „eine Erfolgsstory, die Generationen verbindet“. Derzeit stelle sie drei direkt gewählte Ratsmitglieder, zwei Bezirksvertreterinnen und viele Sachkundige Bürger. Als größte politische Jugendorganisation in Remscheid biete die Junge Union jungen Leuten die Chance, „in die Politik hineinzuwachsen“ und der Partei die Chance, „neue, innovative Ideen und Sichtweisen aufzunehmen und sich für die Wähler von Morgen zu öffnen“.

Dass die Junge Union dabei „auch Fragen stellt, von denen die Partei angenommen hat, sie seien längst beantwortet“, nannte Herbert Reul in seinem kurzen Grußwort „gut und richtig“ und forderte die JU-Mitglieder auf: „Bleiben Sie frech!“ Der JU-Vorsitzende Julian Kleuser hatte dazu passend, als habe er es geahnt, geschrieben: „Diskussion innerhalb der Partei und zwischen den verschiedenen Generationen kann die Entwicklung einer Partei nur fördern und wir werden sie auf jeden Fall fortsetzen."

Aber die Junge Union positioniert sich auch außerhalb der eigenen Partei. Dafür lieferte Julian Kleuser auf dem Stehempfang mit anschließendem Büffet u.a. diese beiden Beispiele:

  • In einem Brief hatte die Junge Union Regierungspräsidenten Jürgen Büssow um Anregungen gebeten, wie Remscheid trotz erhöhter Grundsteuer und Kindergartenbeiträgen die Stadtflucht verhindern könne. Kleuser: „Leider haben wir bis heute noch keine Antwort!“
  • Oberbürgermeisterin Beate Wilding forderte Kleuser auf, „auf sich endlich für das Gewerbegebiet Blume einzusetzen und sich für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt stark zu machen“, damit sie weiterhin in Remscheid arbeiten könnten. Wörtlich: „Dieses Stadtoberhaupt tut alles dafür, die Unternehmen in andere Städte ziehen zu lassen, indem sie nichts tut! Das ist für die JU Remscheid nicht hinnehmbar, weil unsere Generation um Arbeitsplätze bangen muss!

Gerd Lemmer. Foto: Lothar Kaiser Wie schwierig – in vielerlei Hinsicht, auch politisch – in Remscheid die ersten Nachkriegsjahre waren, schilderte Gerd Lemmer frisch, launig und anschaulich. Damals habe die Junge Union gerne die Versammlungen der Kommunisten besucht und kräftig mitdiskutiert. Zwar sei man auch zu den Sozialdemokraten gegangen. „Aber da war es langweiliger!“ Unter dem Beifall der Gäste überreichte Kleuser dem 81-jährigen eine Urkunde, die ihm die Ehrenmitgliedschaft in der JU Remscheid bescheinigt.

Auf den Generationenvertrag kam Georg Gregull (im oberen Bild rechts) zu sprechen. Es sei das JU-Mitglied Dieter Lukowski gewesen, der in den 70-er Jahren die noch heute bestehende „Woche der älteren Generation angeregt habe. Und am Aufbau der Partnerschaft mit Pirna sei Jochen Welp beteiligt gewesen, ebenfalls JU-Mitglied. Gregull: „Ich freue mich darüber, dass wir gemeinsam mit der JU und der Senioren Union Veranstaltungen durchführen. Auf diese Weise können wir einen kleinen Beitrag zum. Generationenkonsens leisten.“

1970 wurde Karl Heinz Humpert (im oberen Bild vorne links) JU-Vorsitzender in der Nachfolge von Alfred Graf. Das sei eine Zeit des Aufbruchs gewesen, erinnerte sich Humpert. „Mit einer ganz neuen Mannschaft.“ Da sei es nicht immer leicht gewesen zu lernen, miteinander umzugehen und Kompromisse einzugehen. Innerhalb der eigenen Partei wie auch gegenüber anderen Parteien. Die Kontakte, die die Nachwuchspolitiker damals im „Ring politischer Jugend“ knüpfen konnten, seien teilweise noch heute hilfreich. 

Die Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete Elke RühlElke Rühl übernahm es, das Grußwort von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zu verlesen. Darin bescheinigte er der Jungen Union Remscheid, zu den ältesten Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen zu gehören, und der JU insgesamt, die Interessen der "Jugendgeneration" zu vertreten und "ihr Sprachrohr in die Gesellschaft hinein" zu sein. Die Junge Union gehöre "ins Zentrum des Selbstverständnis und der Geschichte unserer Partei" (Zitat Ende).

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