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Projekt gegen Jugendkriminalität im Städtedreieck

Die NRW-Initiative „Kurve kriegen“, in der  die Polizei mit anerkannten Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe zusammen, will auch in  Remscheid besonders kriminalitätsgefährdete Kinder und Jugendliche (zwischen acht und 15 Jahren) durch individuelle, passgenaue Maßnahmen vor einem dauerhaften Abgleiten in die Kriminalität bewahren. Dafür stellen die freien Träger per Dienstleistungsvertrag pädagogische Fachkräfte (PFK) zur Verfügung. Diese bieten den Kinder und junge Jugendliche, die freiwillig die „Kurve kriegen“ wollen, in Abstimmung mit dem Jugendamt ihre Hilfe an, die „langfristig kriminalpräventiv wirken soll“. So die Initiative auf ihrer Homepage. Bei der Auswahl der Klientel gehe es neben Art und des Umfangs strafrechtlicher Auffälligkeiten insbesondere auch um die Berücksichtigung der Lebensumstände.- Denn Problembelastungen (sog. Risikofaktoren) können  maßgebliche Ursachen für die Entstehung und Entwicklung von (Jugend-)Kriminalität sein.

Für „Kurve kriegen“ im bergischen Städtedreieck haben  Remscheid, Solingen und Wuppertal am 13. Juli mit dem Polizeipräsidenten von Wuppertal eine Kooperationsvereinbarung getroffen mit dem Ziel, der Kinder- und Jugendkriminalität konsequent entgegen zu wirken. Wie die Verwaltung in einer Vorlage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 19. September mitteilt, startete die Initiative bereits am 1. Mai. In einem Ausschreibungsverfahren hatte die Bergische Diakonie Aprath den Zuschlag erhalten; sie stellt dafür zwei pädagogische Fachkräfte.  Diese haben auf Seiten der Polizei  Ansprechpartner, die ihnen die infrage kommenden Kinder und Jugendlichen benennen. Bislang sind acht junge Menschen in das Programm aufgenommen worden, sechs aus Wuppertal, einer aus Solingen und einer aus Remscheid. Im Laufe dieses Jahr werden es voraussichtlich zehn bis zwölf sein, 2019 dann zwischen 20 und 25.

Das neue Fachkräfteteam hat seinen Arbeitsplatz in den Räumen der Kreispolizeibehörde Wuppertal. Die Auswahl der potenziellen Teilnehmer/innen erfolgt mit Hilfe eines standardisierten Verfahren, in dem strafrechtliche Auffälligkeiten und weitere Beteiligungen an angezeigten Sachverhalten (Zeuge, Geschädigte), und die polizeibekannten individuellen Lebensumstände/ Risikofaktoren des Kindes/Jugendlichen hinsichtlich bewertet werden.  Die sich anschließende Prognose der Kriminalitätsgefährdung durch die Polizei ist in der Regel dann negativ, wenn die Risikofaktoren in ihrer Gesamtheit die Gefahr weiterer Straftaten und eine Entwicklung zum Intensivtäter/zur Intensivtäterin wahrscheinlich erscheinen lassen. Die pädagogischen Fachkräfte suchen sodann die betreffende Familie zu einem persönlichen Gespräch auf und holen, sofern sie freiwillig teilnehmen möchte, ihre Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung ein. Die Teilnahmedauer ist zunächst ein Jahr.

Die Erkenntnisse, die die pädagogischen Fachkräfte in dieser Zweit über die Teilnehmer/innen und deren Familie gewinnen, dürfen (sofern nicht gesetzlich vorgeschrieben) nicht an die Polizei weitergegeben werden.

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