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Nur wenige Sitzmöglichkeiten auf dem Rathausplatz

Eine Aufwertung des öffentlichen Raums sollte an der Alleestraße und den ihr zugeordneten Straßen und Plätzen ansetzen: Theodor-Heuss-Platz und Fastenrathstraße, Markt mit Übergang zur Elberfelder Straße sowie Vorplatz Teo Otto Theater/ Konrad-Adenauer-Straße. Begrünung, öffentliche Sitzmöglichkeiten, Beschränkung technisch notwendiger Ausstattungselemente, Reduzierung von Verkehrskonflikten und deutliche Wegeverbindungen sind vordringliche Maßnahmen. Dabei ist anzustreben, den hochwertigen Gestaltungsduktus der Alleestraße in den sich anschließenden öffentlichen Räumen weiterzuführen sowie Blickbeziehungen zu historischen Gebäuden und in die Landschaft zu stärken.

Damit die Innenstadt auch über die Haupteinkaufsstraße hinaus als solche wahrgenommen wird, sind alle weiteren Ein- und Übergänge zur Alleestraße ebenfalls gestalterisch aufzuwerten und in ihrer Verbindungsfunktion zu stärken. Das gilt vor allem für die Scharffstraße, die Wiedenhofstraße und die Mandtstraße, die im Bereich der Pavillons auf die Alleestraße treffen und sich hier platzartig aufweiten. Es gilt aber auch für die Wilhelm-Schuy-Straße.

Der Theodor-Heuss-Platz ist seit dem Bau des Rathauses zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der höchsten Stelle des Stadtzentrums der zentrale Stadtplatz und Veranstaltungsort für Märkte und Feste aller Art. (...) Der Theodor-Heuss-Platz wurde mit hochwertigen Materialien gestaltet, einige Mauerelemente sind jedoch in schlechtem Zustand. Die Fassaden des Allee-Centers, fehlendes Grün und nur wenige Sitzmöglichkeiten bieten kaum Aufenthaltsqualität. Darüber hinaus fehlen deutliche Wegeverbindungen nach Norden und über die Fastenrathstraße zur Alleestraße. (...)

Ziel muss es sein, den zentralen Theodor-Heuss-Platz in seiner Aufenthaltsqualität deutlich aufzuwerten. Dazu bietet sich vor allem die Nordseite an. Als „Sonnenseite“ ist sie prädestiniert für Sitzmöglichkeiten, die einen Blick über das gesamte Platzgeschehen bieten. Der leblosen Kollonadenfassade des Allee-Centers kann ein belebendes Element vorgestellt werden, das die benachbarte Gastronomienutzung mit einbezieht. Pflanzbeete mit Bäumen und einer Unterpflanzung aus Gräsern würden die Raumkante des Platzes stärken. Durch Beton- oder Stahlelemente eingefasst, können die Beete an ihren Rändern lange Bänke aufnehmen, vorzugsweise mit Holzauflagen und Rückenlehnen ausgestattet. Eine Unterflurbeleuchtung sollte in den Abendstunden für akzentuiertes Licht sorgen. Die Fußwegeverbindung von der Hochstraße auf den Theodor-Heuss-Platz kann durch zusätzliche Beete und eine Lichtstelenreihe hervorgehoben werden. (...)Für den Theodor-Heuss-Platz und den Markt werden große Pflanzkübel empfohlen. Eine ansprechende Form der Begrünung, die sich ohne viel Aufwand realisieren lässt, mobil ist und gleichzeitig zum Sitzen einlädt. Die Kübel können Bäume bis zu einer Höhe von acht Metern aufnehmen und auch im Wechsel mit gleich hohen Blumen-/Staudenkübeln angeordnet werden. (...)

Die östliche Seite mit Stufen- und Mauerabgrenzung zum tiefer liegenden Niveau des Einkaufzentrums kann bis auf notwendige Reparaturen unverändert bleiben, ebenso die Südseite mit Gastronomiepavillon und großer Außenterrasse. Es wird angeregt, den Platz mit beweglichen Grünelementen auszustatten. Das können große farbige Blumenkübel sein, mit Durchmessern bis 2,5 Meter und ausreichendem Substratvolumen für einen mittelgroßen Baum. Die Ränder in angemessener Höhe bieten zusätzliche Sitzplätze. Die Pflanzkübel könnten so aufgestellt werden, dass die regelmäßige Marktnutzung nicht gestört wird. Lediglich bei größeren Stadtfesten müssten sie eventuell in die Randbereiche gestellt oder an anderer Stelle zwischengelagert werden. Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen auf dem Theodor- Heuss-Platz müssen die begrenzte Lastenaufnahme der unterirdischen Garagenanlage berücksichtigen. (aus: „Gestaltungsleitfaden für den öffentlichen Raum“ (Konzeption, Gestaltung, Bearbeitung: stadtraum Architektengruppe, Bernd Strey, Sylvia Winkel, Christopher Dierkes, Jens Hoppstädter)

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Kommentare

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Klaus Konkel am :

In der Saison 2007 war der Theodor-Heuss-Platz wöchentlich eine Spielstation für das AGOT-Spielmobil - für jeweils 2-3 Studen am Dienstag Nachmittag. Es war meist windig und es reichten wenige Meter Flatterbänder um jede Menge Spaß für die Kinder zu erreichen. Mein Idee damals war, daß Drachensteigen lassen an dieser Stelle Remscheids auch eine Attraktion sein könnte.

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