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Interaktive Messe verspricht Wellness für die Psyche

Gemeinsame Pressemitteilung von pro familia; Evangelische Stiftung Tannenhof; SPZ Remscheid; August Hardt Horizonte; Trialog; Median; Seele in Not; Kath. Ehe-, Familien- und Lebensberatung; Diakonie Remscheid; EUTB

Auch in diesem Jahr haben die Initiatoren der Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt: eine interaktive Messe zur Prävention, Beratung und Behandlung von psychischen Erkrankungen. Abgerundet wird das Mitmach-Angebot von einem Fachvortrag zum Thema „Gar nicht erst depressiv werden“ von Dr. Eva Niederhofer, Leitende Ärztin der Stiftung Tannenhof, und einer Lesung des Bestseller-Schriftstellers Tobi Katze, der selbst an einer Depression erkrankt war. Schirmherr der Veranstaltung ist Thomas Neuhaus, Sozialdezernent der Stadt Remscheid. Beim Veranstaltungsort haben sich die Initiatoren etwas Besonderes einfallen lassen: Alle Angebote finden am Freitag, 5. Oktober, von 14 bis 19 Uhr in der Tanzschule Wieber Ludwigstraße 4, statt. „Uns war es wichtig, einen Ort außerhalb einer unserer Einrichtungen zu wählen. So ist die Hemmschwelle für Interessierte deutlich geringer, einfach mal vorbeizuschauen“, weiß Melanie Clemens, vom Diakonischen Werk. „Zudem steht eine Tanzschule für Begegnungen – und genau die wollen wir mit unserem Angebot schaffen.“  

Im Fokus stehen hierbei Mitmach-Aktionen: Die Besucher können zum Beispiel ein Genusstraining, Angebote aus den Bereichen Ergotherapie, Gruppenangebote zur Verbesserung der Konzentration und der Informationsverarbeitung, Tanz und Bewegung, der Musiktherapie oder Stressprävention bis hin zum Malen in einer Malgruppe oder Filzen ausprobieren. „Wir möchten den Menschen auch zeigen, dass die Behandlung von psychischen Erkrankungen mehr umfasst als Medikamente“, erklärt Dr. Eva Niederhofer. Auch in Remscheid hat sich in den Jahrzehnten nach der Psychiatrieenquete ein buntes Netz aus verschiedensten gemeindepsychiatrischen Angeboten zur Unterstützung bei der Alltags- und Krankheitsbewältigung entwickelt. Über diesen Weg kommt zur wichtigen psychiatrischen Behandlung individuelle Unterstützung im Alltag, die ein Mindestmaß an zufriedenstellender Lebensqualität sichern hilft, trotz weiter bestehender krankheitsbedingter Einschränkungen.  

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit der Begrüßung durch den Schirmherrn, den Sozialdezernenten Thomas Neuhaus. Als Schlusspunkt (Beginn 18 Uhr) liest Tobi Katze aus seinem Bestseller „Morgen ist leider auch noch ein Tag“. Von 14:45 bis 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote auszuprobieren und mit den Initiatoren ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist kostenlos.  Huntergrund: Mehr als 40 Prozent aller Menschen in Deutschland erkranken im Laufe ihres Lebens an einer psychischen Störung. „Zwar rücken psychische Krankheiten vermehrt  in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, doch sie werden nach wie vor von vielen Betroffenen als Makel erlebt. Aus Angst wegen der seelischen Krankheit abgelehnt oder gar abgestempelt zu werden, wird dann versucht, die Erkrankung zu verbergen und Hilfe nicht in Anspruch genommen“, erläutert Dr. Niederhofer. Umso wichtiger sei es, aktiv Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Remscheider Woche der Seelischen Gesundheit eigne sich hierfür besonders gut.

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