Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Soziale Arbeitsfelder bis 2010 liegen jetzt der Politik vor

Um die Aufgabenfelder Jugend, Soziales, Gesundheit und Migration kümmern sich in den Kommunen die Träger der freien Wohlfahrtspflege und die freien Träger der Jugendhilfe – gemeinsam Kommunalverwaltungen. Das ist auch in Remscheid so. Die Tatsache, dass die Finanzlage der Stadt desaströs ist (das attestierte den Verwaltungsmitarbeitern und den Kommunalpolitikern im April dieses Jahres Regierungspräsident Jürgen Büssow) macht allen Beteiligten die Arbeit nicht leichter. Schließlich ist „die Gestaltung abhängig vom Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen aller Beteiligten“. So steht es in einer mit 24 Seiten ungewöhnlich umfangreich ausgefallenen Mitteilungsvorlage des Sozialdezernats, die gestern im Sozialausschuss diskutiert wurde; am 23. Oktober folgt der Migrationsausschuss, am 29. November der Jugendhilfeausschuss. Und auch danach dürfte das Papier in den Fraktionen noch für lebhafte Diskussionen sorgen. Es enthält die Ergebnisse von Klausurtagungen, in denen sich Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz und Mitarbeiter/innen des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrtspflege und der Arbeitsgemeinschaften nach Paragraf 78 des Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) auf die ihrer Ansicht nach sinnvollen Schwerpunkte ihrer Arbeit in den kommenden drei Jahren verständigt haben – auf ein „ ungeduldiges Arbeitspapier“, dessen sich die Kommunalpolitiker nunmehr „offensiv und kooperativ bedienen sollten“, wie es sich gestern Ralf Barsties wünschte, der Geschäftsführer des Diakonischen Werks.

Bereits in 2006 hatte die Verwaltung mit den Vertretern von Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk sowie den Arbeitsgemeinschaften Erziehungshilfe, AG Kindertageseinrichtungen, Jugendsozialarbeit, Jugendverbandsarbeit und Offene Türen über die künftige Arbeit unter Berücksichtigung der problematischen Finanzlage diskutiert. Damals war Einvernehmen über Einsparungen im Haushalt der Stadt in Höhe von fünf Prozent erreicht worden (was übrigens lediglich dem Sozialdezernat gelang, wie im Sozialausschuss gestern Ottmar Gebhardt von der CDU) lobend hervorhob). Konsens hatte damals aber auch darin bestanden, dass alle Beteiligten die künftige Arbeit aktiv mit gestalten sollten.

In diesem Sinne fand am 12. Januar 2007 eine Klausurtagung statt, auf der Handlungsbedarfe für die Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren/Seniorinnen und Migranten/Migrantinnen erarbeitet wurden. Aufgrund der Vielzahl der erörterten Handlungsfelder erfolgte dabei schließlich eine Konzentration auf drei oder vier Schwerpunkte je Zielgruppe. Am 3. August folgte eine zweite Klausurtagung, nachdem in der Zwischenzeit Arbeitsgruppen für die einzelnen Zielgruppen strategischen Ziele formuliert und deren Umsetzungsmöglichkeiten und Kooperationspartner - nebst Zeitschiene bis 2010 - beschrieben hatten.

Die besondere Bedeutung dieser Arbeitspapiere liegt in der gemeinsamen Erarbeitung durch freie Träger und Verwaltung. Sie sollen den Gremien die Möglichkeit bieten, für ihre Beratungen auf ein kompaktes Programm für den genannten Zeitraum zurückgreifen zu können“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die gestern Burkhard Mast-Weisz und Ralf Barsties ergänzend erläuterten. Barsties: „Wenn die Politik Fragen hat – wir kommen gerne in die Fraktionen! Die freien Träger kennen die Verhältnisse in den Stadtteilen und wissen, welche Prozesse man dort voranbringen kann!“ Und Mast-Weisz: „Wir müssen nun über die vorgeschlagenen Schwerpunkte diskutieren!“

Lothar Sill (SPD), Ottmar Gebhardt (CDU) und Angelika Heinzel (W.I.R.) sprachen von einem hervorragenden Positionspapier. Darüber müsse die Politik nun beraten – auch über die finanziellen Möglichkeiten. (Sobald die Verwaltung das Papier auf einer städtischen Internetseite veröffentlicht hat, wird der Waterbölles dorthin verlinken.)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!