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Nachholbedarf bei Sportangeboten für Behinderte

Behinderte können in deutschen Sportvereinen mehr als 40 Sportarten betreiben – aber nicht alle Sportarten in einem einzigen Verein. Das versteht sich fast von selbst. Doch in manchen Städten bieten Sportvereine Behinderten überhaupt keine Sportart an, weder als Rehabilitation nach einer Krankheit (z.B. Herzinfarkt), noch als Breitensport (Gesundheit); von Leistungssport erst gar nicht zu reden. In städtischen Sozialausschuss war gestern von einem jungen Behinderten aus Remscheid die Rede, der nach Leverkusen fahren muss, um beim dortigen TSV Bayer 04 seinem Sport nachgehen zu können. Davon berichtete in der Sitzung Jörg Frischmann, der in diesem Jahr bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Behinderten in Taiwan die Goldmedaille im Kugelstoßen gewann. Der Diplomsportlehrer aus Leverkusen  war nach Remscheid gekommen, um für den Behindertensport „eine Lanze zu brechen“, und fand damit bei den Ausschussmitgliedern so großen Anklang, dass er auch in den Sportausschuss und den Behindertenbeirat eingeladen werden soll. Denn: Viele Eltern haben weder Zeit noch Geld, um ihre behinderten Kinder zum Sport regelmäßig in Nachbarstädte zu bringen. „Besser wären da schon Angebote örtlicher Sportvereine“, betonten Ottmar Gebhardt (CDU) und Brigitte Neff-Wetzel (SPD) gleichermaßen. Für den Behindertensport für Kinder werde in Remscheid zu wenig getan, beklagte Stefan Schürmann, der stellvertretende Vorsitzende des Reinshagener Turnerbundes. Hinzu komme, dass viele Sportstätten in Remscheid noch nicht barrierefrei seien; das gelte für Sportler wie Zuschauer. Weiter führte Schürmann gestern aus:

„Es fällt außerdem auf das es wenig integrative Angebote gerade im Sportbereich aber auch in allen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens gibt. Zudem wandern viele behinderte Menschen mangels Angebot in andere Städte ab da es dort entsprechende Angebote gibt (z.B. Schiessen für Sehbehinderte in Solingen). Momentan findet als Grundlage für eine Befragung zum Sportverhalten in Remscheid in Kooperation von Stadt und Sportbund statt. Als Grundlage für die weitere Planung wird für Remscheid ein Leitbild ‚Remscheid – die sportgerechte Stadt im Bergischen Land’ im Dialog mit Sportvereinen, sportinteressierten Bürgern/innen und Organisationen erstellt. Im Leitbild ist folgender Satz festgeschrieben: ‚Remscheid hat eine Sportaktive Bevölkerung. Diese gilt es in den kommenden Jahren zu sichern und tendenziell - im Sinne der ‚Orientierung Gesunder und attraktiver Sport für Alle’ nachfragegerecht auszubauen.’ Alle heißt: Alle Menschen egal welchen Alters, welcher sozialen Schicht, welcher Nation, welchen Gesundheitszustandes oder mit welcher Behinderung. Dieses Leitbild dient dann als Grundlage für politische und planerische Entscheidungen im weiteren Prozess der Sportentwicklung im Bergischen Land und sorgt dafür, dass hier der soziale und gesundheitliche Aspekt beachtet wird.

Ich würde mir wünschen wenn der Behinderten- und Reha-Sportverein Remscheid sein Angebot gerade im Kinder und Jugendbereich weiter ausbauen würde. Dieses würde aus meiner Sicht im Leichtathletik- und Schwimmbereich durch Kooperation und Einrichtung integrativer, aber auch spezieller Angebote in Kooperation mit fachkundigen Remscheider Vereinen möglich sein. In ferner Zukunft wäre vielleicht auch eine Kooperation z. B. mit dem TSV Bayer 04 möglich, wohin talentierte Behindertensportler ab einem gewissen Leistungsstand wechseln könnten. Der Behindertensport ist auf dem Vormarsch, und immer mehr Institutionen und Organisationen haben erkannt, wie wichtig der Sport für das Selbstwertgefühl des einzelnen behinderten Menschen, aber auch aus gesundheitlich/therapeutischer Sicht ist. Sogar bei den Krankenkassen verschließt man sich nicht dem Dialog, sondern hat die Vorteile unter gesundheitlichen Aspekten erkannt. Deshalb fordere ich die Vereine und Organisationen und insbesondere die Verantwortlichen der Stadt auf, mehr zu tun, denn die Menschen mit Behinderung stellen auch in unserer Stadt einen recht hohen Anteil der Einwohner dar. Diese Tatsache sollte gerade bei den politischen Vertretern unserer Stadt nicht unterschätzt werden.“

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