Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Dienstvereinbarung der Stadt zur Gewaltprävention

Zur Oktober-Sitzung des Rates teilte die Stadtverwaltung mit, dass bereits 12. März eine Dienstvereinbarung zur Gewaltprävention zwischen dem Oberbürgermeister und dem Personalrat geschlossen wurde. Sie soll gewährleisten, dass in den Amtsstuben der Verwaltung

  • durch präventive Maßnahmen Gewalt durch Kundinnen und Kunden gegenüber Mitarbeitenden verhindert wird;
  • Mitarbeitende in Gewaltsituationen professionell handeln können;
  • die Verantwortlichkeit der Handelnden bekannt ist;
  • Mitarbeitende und Teams Gewaltereignisse aufarbeiten können und eine Nachsorge nach psychisch belastenden Ereignissen sichergestellt ist;
  • Gewaltsituationen systematisch erfasst und reflektiert werden, um eine verbesserte Prävention zu ermöglichen.

Zur Durchführung der Dienstvereinbarung ist ein Arbeitskreis gebildet worden, den die Abteilung Arbeits- und Gesundheitsschutz des Fachdienstes Personal und Organisation federführend koordiniert. Mit Stichtag 9. April 2018 wurde mittels Fragebögen ermittelt, welche Gefährdungsstufe die einzelnen Fachdienste für sich sehen.

  • Gefährdungsstufe 0 (unkritisch): 4.62 – Bauen, Vermessung und Kataster. Handlungsempfehlung: Schaffung einer sicheren Arbeitsumgebung, gefahrenbewusste Büroeinrichtung, gefahrenbewusste Absprachen, Umgang mit Stress, professionelle deeskalierende Kommunikation, bei problematischen Kunden Vorsorge treffen.
  • Gefährdungsstufe 1 (verbal aggressiv, unangepasstes Sozialverhalten, Sachbeschädigung): 0.17 – Kommunales Integrationszentrum, 1.44 – Kommunales Bildungszentrum (Volkshochschule), 3.31 – Umwelt, 4.62 – Bauen, Vermessung und Kataster. Empfehlungen: Platzverweis, Hausverbot, Strafanzeige nach Einzelfallentscheidung, Hilfe hinzuziehen, Selbstbehauptungstechniken erlernen, Deeskalation, Körpersprache und Unfallanzeige erstatten.
  • Für die Gefährdungsstufe 2 (Handgreiflichkeiten, körperliche Gewalt, Bedrohung und Nötigung) gelten folgende Empfehlungen: Platzverweis/ Hausverbot durchsetzen, Eigensicherung beachten, Fluchtwege nutzen, Strafanzeige erfolgt grundsätzlich, ggfs. Festhalten bis Eintreffen der Polizei, eventuell medizinische und psychologische Erste Hilfe, Beschäftigte lageangepasst informieren, Unfallanzeige erstatten.
  • Gefährdungsstufe 3 (Einsatz von Waffen oder Werkzeugen, Bombendrohung, Amoklauf, Geiselnahme und Überfall): 3.32 – Bürger, Sicherheit und Ordnung, 3.33 – Zuwanderung, 34.12 – Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften. Hier gelten folgende Hinweise: Sofortige Anforderung der Polizei, Eigensicherung beachten, medizinische und psychologische Notfallversorgung sicherstellen, Unfallanzeige erstatten, Strafanzeige erfolgt grundsätzlich. Sollten darüber hinaus technische Schutzmaßnahmen erforderlich sein, wird das Gebäudemanagement hinzugezogen.

Im Fachdienst 3.32 – Bürger, Sicherheit und Ordnung wurden aufgrund verschiedener Vorfälle die Gefährdungsbeurteilungen für die  betroffenen Arbeitsplätze angepasst. Im Fachdienst 3.33 – Zuwanderung  erprobte die Fachdienstleitung mit Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit eine Gefährdungsbeurteilung zur Gewaltprävention; eine standardisierte Gefährdungsbeurteilung soll allen Fachdienstleitungen zur Verfügung gestellt werden.

In den im Ämterhaus untergebrachten Dienststellen haben nach Angaben der Verwaltung Beleidigungen, Beschimpfungen, diskreditierende Bemerkungen, respektloses und forderndes Auftreten zugenommen. Körperliche Übergriffe gab es aber nicht. In der Führerscheinstelle, der Bußgeldstelle und der Abteilung der wirtschaftlichen Hilfen kam es in diesem Jahr zu Vorfällen, die das Einschalten der Polizei erforderlich machten. Hier wurden im Nachgang Hausverbote ausgesprochen und sichernde Maßnahmen (bspw. Gefährdungsbeurteilung und technischen Sicherungsmaßnahmen, die sich in Umsetzung befinden) eingeleitet.

Der Wachdienst ist im Ämterhaus im Umfang von 34 Wochenstunden tätig. Dessen Mitarbeiter berichteten im diesem Jahr bislang von drei Streitschlichtungen und einem Hausverweis. „2016 hatte der Personalrat den Entwurf einer Dienstvereinbarung nach dem Aachener Modell der Verwaltung vorgelegt.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!