Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Remscheid erhielt zweiten European Energy Award®

Ob die Stadt Remscheid sich auch im nächsten Jahr wieder um den European Energy Award®  bewerben wird, ist noch nicht entschieden. Das hängt mit den noch zu treffenden Sparbeschlüssen zusammen. Gleichwohl stellte Oberbürgermeisterin Beate Wilding heute fest: „Klimaschutz geht uns alle an. Die Stadtverwaltung in Remscheid hat sich dieser Herausforderung gestellt. Die Erfolge beweisen, es hat sich gelohnt - für unsere Stadt und die Umwelt.“ Der Anlass: In der Stadthalle von Castrop-Rauxel zeichnete heute Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW die Städte Castrop-Rauxel, Remscheid, Bielefeld, Düsseldorf und Hemer mit dem European Energy Award 2007 aus;  Remscheid damit nach 2004 zum zweiten Mal. Der European Energy Award® ist ein "Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von Städten und Gemeinden", die durch den effizienten Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet haben und künftig leisten wollen. In den letzten zehn Jahren hatte die Stadt 14 Millionen Kilowattstunden Heizenergie bzw. 700.000 Euro eingespart. Das Verfahren zum European Energy Award® besteht aus einer Bestandsaufnahme von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Kommunale Entwicklungsplanung und Raumordnung
  • Kommunale Gebäude und Anlagen
  • Ver- und Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Externe Kommunikation und Kooperation

Bei der Bestandsaufnahme wurde anhand eines Maßnahmenkataloges das Engagement der Stadt Remscheid in den verschiedenen Handlungsfeldern bilanziert und nach einem Punkteraster bewertet. Insgesamt erreichte die Stadt Remscheid dabei 70 % der möglichen Punkte und verfehlte knapp die Auszeichnung in Gold (75 %).

Besondere Leuchtturmprojekte mit richtungsweisendem Charakter wurden bei der Bewertung berücksichtigt:

  • Seit 1995 wurden vier große Photovoltaikanlagen auf Dächern kommunaler Gebäude errichtet. Die Dachflächen sind von Investoren angemietet.
  • Seit 1997 sind sukzessive 19 thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung auf Schuldächern installiert worden. Dabei werden die Technik und die solare Arbeit für den Unterricht visualisiert. Die Finanzierung erfolgt weitestgehend aus den Energieeinsparungen der Schulen.
  • Seit 2002 findet kontinuierlich eine Potenzialabschätzung zur Nutzung von Holz als Brennstoff statt. Inzwischen hat der Einbau einer Scheitholzkesselanlage in der ehem. Stadtgärtnerei stattgefunden und die Grundschule Siepen wird mit einer automatisch beschickten Holzpelletanlage beheizt.
  • 2004 wurden am Berufskolleg Technik Demonstrationsanlagen zur Vermittlung regenerativer Umwelttechnik und rationeller Energieanwendung eingebaut. Diese Maßnahme wurde finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
  • Die Remscheider Entsorgungsbetriebe haben ihr Bürogebäude aus den 1960er Jahren zum Niedrigenergiegebäude umgebaut. Außerdem wurden verschiedene Fassadenkonzepte ökologisch und ökonomisch bewertet. Im Rahmen einer Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurden im Planungsprozess verschiedene Simulationen zu Licht, Raumklima, Energie und Solaranlagen gefördert. Das Energiemonitoring nach dem Bezug des Gebäudes wird durch die Bergische Universität Wuppertal begleitet und gefördert durch das Programm „EnSan“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Besonders erfolgreich sind bereits seit 1997 die in Zusammenarbeit von Gebäudemanagement und Umweltamt durchgeführten Energiesparprogramme an Schulen und Kindertageseinrichtungen zur Veränderung des Nutzerverhaltens. „Weniger ist mehr - Energie- und Wassersparen an Remscheider Schulen“ und „Das Energiesparschwein - Energie- und Wassersparen in Remscheider Kindertageseinrichtungen“ ist vielen Kindern und Jugendlichen ein Begriff und zeigt ihnen den sinnvollen Umgang mit der Energie. Inzwischen nehmen alle Schulen und Kindertageseinrichtungen teil. Bis heute wurden mehr als 14.000.000 kWh Heizenergie, 1.400.000 kWh Strom und 35.000 m³ Wasser weniger verbraucht. Die Umwelt wurde um 5.500 t CO2 entlastet. Die Einsparungen von 688.500 € kamen zu über 60 % den Einrichtungen zu Gute. Große Teile der hier eingesparten Mittel wurden von den Schulen gemeinsam mit dem Gebäudemanagement in sinnvolle Energiespartechnik investiert. So entstanden insgesamt 19 Solaranlagen auf Schuldächern, die für warmes Wasser in den angeschlossenen Turnhallen sorgen. Zwei Klein-Blockheizkraftwerke erzeugen Strom und Heizungswasser. Viele weitere kleine Sparmaßnahmen konnten so realisiert werden.

Bereits seit 1996 gibt es in Remscheid den Energiebeirat. Hier werden unter Beteiligung aller politischen Fraktionen und der mit Energiefragen betrauten Fachbereiche der Verwaltung vorbereitende und vorklärende Gespräche und Beratungen zu allen energierelevanten Themen der Kommune getätigt. Bei Bedarf komplettieren Experten anderer Institutionen den Arbeitskreis. Der Beirat tagt durchschnittlich 5 Mal im Jahr. Viele Energiesparprojekte wurden hier auf den Weg gebracht. Beste Beispiele sind die Motivationsprogramme an Schulen und Kindertageseinrichtungen und die Teilnahme am European Energy Award®, die ebenfalls durch dieses Gremium angestoßen wurden.

Weitere Informationen zum European Energy Award® erhalten Sie im Umweltamt bei Monika Meves, Telefon (02191) 16 - 33 13 und im Gebäudemanagement bei Wolfgang Künz, Telefon (02191) 16 - 39 09.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen am :

Remscheid hat viel Positives zu bieten: Die Woche scheint eine Woche der überregionalen Ehrungen zu sein. Frau Spaan von der Verlässlichen e.V. und Frau Epe vom Projekt „Familienfreundliches Remscheid“ erhielten eine landesweite Auszeichnung für ihr Engagement. Wir gratulieren. Wir beglückwünschen auch die evangelische Kindertagesstätte Hackenberg, der Minister Laschet einen Preis für ihre Tätigkeit als Familienzentrum überreichte. Und selbstverständlich freuen wir uns sehr über die Verleihung des European Energy Awards an die Stadt Remscheid. Alle diese Preise zeigen: Remscheid ist stark. Auch wenn die Propheten und Prophetinnen für besseres Energiemanagement, für mehr Familienfreundlichkeit und für verlässliche Betreuung an allen Remscheider Grundschulen oft unerkannt unter uns weilen, von außen werden sei zu Recht geehrt. Es ist an der Zeit, dass wir in Remscheid lernen, auf diese stolzer zu sein.

Chronist am :

Der Umweltausschuss befasste sich gestern noch einmal mit der Erfolgsbilanz des Energy Award®. Dabei wiederholte Stephan Jasper (Grüne) seinen Vorschlag, die Stadt möge sich auch künftig daran beteiligen. Doch Hilmar Somborn (CDU) und Michael Garweg (FDP) winkten ab: Die damit verbundenen Ziele ließen auch auch ohne die Zertifizierungsmaßnahmen des Award® erreichen. Gleichwohl will Jasper das Thema im Januar noch einmal auf die Tagesordnung seztzen lassen.

Chronist am :

Dass die Stadt das Energiesparen künftig ohne das externe Management des Energy Award weiterführen will, bezeichnete Beatrice Schlieper von dem Grünen in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses als "provinzielles Verhalten". Über drei Jahre weg 8.000 Euro für den Award auszugeben, sei gut investiertes Geld. Demgegenüber wiederholte Stadtdirektor Jürgen Müller seine Aussage, das könne die Verwaltung auch selbst; die Hauptarbeit liege dabei beim Gebäudemanagement.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!