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BV Lüttringhausen wurde gar nicht erst gefragt

Neue Freizeit- und Kulturkarte erhältlich“, überschrieb der Waterbölles am 5. September eine Pressemitteilung der Stadt Remscheid. Darin machte die Stadt darauf aufmerksam, dass die neue Freizeit- und Kulturkarte des Stadtmarketings „Interessierten übersichtlich die wichtigsten Freizeitangebote und kulturelle Highlights der Erlebnisregion Remscheid“ zeige. Der Stadtteil Lüttringhausen kommt darin leider eher am Rande vor. Warum zum Beispiel wird darin nicht auf die alte Bandwirkertradition Lüttringhausens hingewiesen? Schließlich gab es im Lüttroinghauser Rathaus einmal ein so genanntes Bandwirkerzimmer. Richtig, gab es!“ Denn das gibt es nicht mehr, wie die Verwaltung in diesem Monat den Kommunalpolitikern mittteilte. Zitat aus der Vorlage für die heutige Sitzung Bezirksvertretung Lüttringhausen: In der so genannten Bandwirkerstube im 1. Obergeschoss des Rathauses Lüttringhausen befand sich bis zum Sommer 2018 ein etwa 80 bis 90 Jahre alter Bandwirkerstuhl / Webstuhl, welcher wohl Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre der Stadt Remscheid von einem Unternehmen mit ehemaligem Betriebssitz an der Olper Höhe zugewendet wurde. Diese Zuwendung erfolgte nach Kenntnisstand der Verwaltung unter Beteiligung des Heimatbundes Lüttringhausen und war mit der Auflage verbunden, das Objekt dauerhaft der Öffentlichkeit als beeindruckendes Schaustück zur  Lüttringhauser Geschichte des Bandwirkens zugänglich zu machen.“ Leider sei der Webstuhl dann in der Folgezeit defekt gewesen, weshalb es keine Vorführungen der Maschine mehr habe geben können.

Daraufhin sei die Bezirksvertretung Lüttringhausen aktiv geworden: „Im Jahr 2014 hat sich dann ein erfolgreiches Lüttringhauser Unternehmen mit Wurzeln in der Bandwirkerei des Webstuhls angenommen. Mit Sachspenden dieses Unternehmens und dem Fachwissen eines ehemaligen Mitarbeiters gelang es, den Webstuhl wieder funktionsfähig zu machen. In der Folgezeit hat der ehemalige Mitarbeiter der Firma für interessierte Bürgerinnen und Bürgern den Webstuhl in der Bandwirkerstube  ein- bis zweimal jährlich in Betrieb gesetzt.

Das änderte sich im vergangenen Jahr, nachdem das Gebäudemanagement den „Auftrag zur Verwaltungsflächenoptimierung“ erhalten hatte dem Ziel, im Rathaus Lüttreinghausen weitere Verwaltungseinheiten unterzubringen. Dazu nun die Verwaltung in ihrer aktuellen Mitteilung: „Im Zuge dessen galt es den Webstuhl aus der Bandwirkerstube zu entfernen, um einen geeigneten Besprechungsraum zu schaffen.“ Die Fa. Halbach Seidenbänder habe sich auf Anfrage spontan bereiterklärt, den Webstuhl mit dem bis dato in der Bandwirkerstube ausgestelltem Zubehör  in ihre Ausstellung an der Ritterstraße aufzunehmen und ihn dort weiterhin nach Absprache der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Auf diesem Wege ist die nachhaltige Sicherung des Erhalts der Betriebsfähigkeit des Webstuhls gewährleistet, da die Firma über das erforderliche Fachwissen im Umgang mit der historischen Maschine verfügt, welches in der Verwaltung nicht vorhanden ist“, so die Verwaltung.  Hierüber habe der Fachdienst Kulturmanagement und Stadtmarketing mit der Firma einen Dauerleihvertrag abgeschlossen. Die zwischenzeitliche Überlegung innerhalb der Verwaltung, den Webstuhl dem Bandwirker-Museum in Wuppertal-Ronsdorf als Leihgabe anzubieten, sei zu Gunsten des Verbleib des Webstuhls in Lüttringhausen verworfen worden.

Hat die Politik der beabsichtigten Aufgabe der Bandwirkerstube im Rathaus Lüttringhausen zugestimmt? Nein! Sie ist vorab gar nicht informiert worden! In der Vorlage wird zwar darauf hingewiesen, dass man die Zustimmung des Heimatbundes Lüttringhausen erbeten und am 18. Juli 2018 auch erhalten habe. Aber: „Die Verwaltung hat versäumt, die Bezirksvertretung Lüttringhausen im Vorfeld der Entscheidung ... zu beteiligen.“

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Lothar Kaiser am :

Wenig begeistern vom Alleingang der Verwaltung beim alten Webstuhl im Lüttringhauser Rathaus zeigte am Mittwoch in der Bezirksvertretung Lüttringhausen. In der Sitzung hieß es, man wolle sich darüber bei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz beschweren. Anders als von der Veraltung dargestellt, sei das Webstuhl schon einige Jahre früher im den Besitz der Stadt gewechselt, sagte der frühere Bezirksbürgermeister Philipp Veit. Und das Museum in Ronsdorf habe den Webstuhl aus Platzgründen nicht haben wollen.

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