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Studienreise an den Golf von Neapel

von Dr. Inge Löllgen-Horres

Ein Blick auf den Golf von Neapel: z.B. von der Sorrentinischen Halbinsel, auf den  Vesuv, die Metropole Neapel, die Ausgrabungen der antiken Städte Herculaneum und Pompeji ; südlich von Sorrent die Amalfitana mit ihren die Steilfelsen hinaufkletternden Städten und Dörfern, umrankt von leuchtend roter Bougainville und gelben Zitronenhainen, und weiter südlich Paestum  mit seinen antiken Göttertempeln ...

Der Blick fällt immer wieder auf  den Vesuv, wie er  gelassen da liegt, anders als 79 n.Chr., als er mit Schlamm und Geröll  Ortschaften zu seinen Füssen, damals am Meer gelegen, verschüttete und viele Tausende Menschenleben forderte. Herculaneum, das elegante Domizil wohlhabender Römer, schachbrettartig im Grundriss,  Villen und Gärten, geschmückt mit besterhaltenen Mosaiken und Fresken von wunderbarem Pompejirot, Geschäfte, Backstuben, Bordelle, Thermen. Gefunden und geblieben davon sind verkohltes Brot, verbranntes Holz, Wasserleitungen aus Blei, intakte Brunnen, Amphitheater. Und meterlange Wände  erstarrter Lavaströme. Auf Herculaneums Ruinen breitet sich längst eine neue Stadt (rcolano) aus.

Pompeji dagegen – viel größer, einst eine lebendige Handels- und Verwaltungsstadt, auch hier reiche Kulturstätten und Privathäuser, Thermen, Tempel, Wiederum kostbare Mosaike, Fresken, Statuen, Marmorböden. Etwas außerhalb der Ruinenstädte gelegen: opulente Aristokratenvillen, noch  reicher ausgestattet, staunenswert!

Königliches Neapel– die damalige Hauptstadt  des Königreichs Sizilien ab dem 13.Jahrehundert birgt kostbare Schätze: Dom und Kloster Santa Chiara mit seinen reichen Grabmälern.  Im Dom der Stadtheilige San Gennaro, von dem ein glückbringendes Blutwunder erfleht wird. Neapolitanische Krippen– hier kunstvoll gestaltet,  im Centro storico als aufgestapelter Krippenkitsch. Neben dem Königspalast, Castel Nuovo, 13. Jh., und  dem prächtigen Theater San Carlo  das Archäologische Museum mit den Funden aus den Ausgrabungsstätten, großartige Skulpturen, silberne und bronzene Gebrauchsgegenstände, Keramiken, Mosaike, Statuen, die einen noch besseren Einblick in das damalige hoch kultivierte griechisch-römische Alltags- und Geistesleben vermitteln.

Von Sorrent aus - der Küste vorgelagert sind als Felsen die versteinerten Sirenen des Odysseus - Heimat von Torquato Tasso und Enrico Caruso - mit atmospärischem Hafen, von den Phöniziern gegründet, - beginnt die als weltschönstes Küstenpanorama gepriesene Amalfitana am Golf von Salerno:  alte Städtchen, die an den steilen Felshängen  hochklettern: Positano, Amalfi, einst die älteste Seerepublik Italiens, mit seinem wunderbaren Dom, darin byzantinische, normannische, ,barocke Stilelemente, in der Krypta die  Reliquien des Hl. Andreas. Heute noch ist kostbares, handgeschöpftes Papier zu kaufen, Relikt alter Papiermühlentradition. In Ravello begegnet man wieder byzantinischen, normannischen, barocken Einflüssen und wunderbar üppigen Gärten von Privatvillen, in denen sich auch Richard Wagner wohl und inspiriert fühlte. Einmalige Aussichten weit über den Golf. Pinien, duftende Blumen, Zitronenhaine, Olivenbäume. Am Ende dieses Städtereigens :Salerno mit mittelalterlicher Festungsanlage und romanischem Dom, darin ein byzantinisches Bronzeportal und feinste romanische Steinmetzarbeit . Hier werden die Reliquien des Hl. Matthäus aufbewahrt. Die heutige Universität steht in der Tradition der  berühmten mittelalterlichen Medizinschule .

Und dann Paestum, eine griechische Stadt  aus dem 6. Jh. v. Chr., römisch kolonialisiert im 3. Jh. v. Chr.: griechische Tempel im dorischen Stil auf dem weiten Gelände, bestens erhalten, eine Agora, ein Forum, ein Amphitheater. Und wie schon in Neapel birgt das archäologische Museum die beweglichen Schätze der Ausgrabungsstätte. Ein Höhepunkt ist das Grab des Turmspringers mit der symbolischen Darstellung des Übergangs vom Diesseits ins Jenseits. Auf den Wiesen grasen schwarze Wasserbüffel, geben Milch für die sahnige Büffelmozzarella.

Bliebe noch, ein Blick auf Capri und Ischia zu werfen. Tagestouren, um Ferienstimmung zu genießen, steile Felsen zu erklimmen, auf Capri die Tiberius-Villa zu besuchen, von der aus der Kaiser das römische Reich regierte, die bekannte Villa San Michele mit ihrem wunderschönen Garten, den Hafen ,schicke Geschäfte, und die hier wohl beste Pizza napoletana. Auf Ischia, einer Vulkaninsel, war es viel entspannter, aber auch steiler,  Köstlichkeiten wie frischer Orangensaft und eine Bruscetta  entschädigten für den Verzicht auf den Besuch einer der vielen Thermen.  Auch dort eine Festung aus der Zeit des spanischen Vizekönigs im 16. Jh.

Caffe, Limoncello, Gelati, Pizza, Fisch, Oliven, Wein:  Spezialitäten, die während der ganzen Reise sättigten, beglückten, verführten. Der Höhepunkt der Reise aber: unser ökumenischer Gottesdienst  auf Capri, Gemeinschaft in unserer heterogenen Gruppe, Dankbarkeit für ein großartiges Erlebnis in einer so beunruhigenden Weltzeit, Ermutigung, trotzdem zu leben und zu hoffen. (Bericht über die Studienreise der Remscheider Reisegruppe mit Pfarrer Hans-Jürgen Roth an den Golf von Neapel vom 16. bis 25.Oktober)

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