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Unbekannte Facetten der Schwangerschaftsberatung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Unter dem Titel „Vielseitig und von Anfang an – die unbekannten Facetten der Schwangerschaftsberatung im Kontext Früher Hilfen“ findet heute um 11 Uhr in der Beratungsstelle von Pro Familia Remscheid, Winkelstraße 2a, die 6. Netzwerkkonferenz des  Remscheider Netzwerks Frühe Hilfen "Willkommen im Leben" statt. „Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen haben neben den Gynäkologinnen und Gynäkologen den frühestmöglichen Zugang zu Familien vor der Geburt eines Kindes und können Familien damit bei erkennbaren Risiken frühzeitig eigene Angebote machen oder auf Unterstützungs- und Hilfeangebote in den verschiedenen Systemen hinweisen oder Übergänge in diese vermitteln.“ (Nationales Zentrum Frühe Hilfen, Modellprojekt Guter Start ins Kinderleben). Schwangerenberatung wird als klientinnenzentrierten und  niedrigschwelliges Unterstützungs-angebot also genau dort wirksam, wo im besten Sinne des Wortes Frühe Hilfen greifen (können). Daher ist  sie im Bundeskinderschutzgesetz auch als wichtige Kooperationsstelle explizit benannt, in ihrem vielseitigen Spektrum von Aufgaben und Leistungen jedoch nicht immer umfassend bekannt. Die Netzwerkkonferenz soll dazu dienen, die Schwangerschaftsberaterinnen der Remscheider Beratungsstellen und deren Arbeit kennenzulernen, die Chancen und Grenzen der Kooperation zu benennen und das Netzwerk damit zu stärken.

Hierzu wird es zunächst einen kurzen einführenden Vortrag von Andrea Stachelhaus (in Vertretung der erkrankten Astrid Strieder, Caritasverband Remscheid–Esperanza) geben. Im Anschluss stellen die Beraterinnen der drei Remscheider Beratungsstellen die bekannten und zum Teil unbekannten Facetten der Schwangerschaftsberatung vor und stehen für das vertiefende Gespräch mit den Netzwerkpartnerinnen und –partnern zur Verfügung. Es werden folgende Schwerpunkte thematisiert:

  • Konfliktberatung, vertrauliche Geburt, anonyme Geburt, Adoption (Beratungspflicht, Anonymität, Beratungsbescheinigung, Gesetzgebung § 218 StGB), Iris Nigbur, Diakonisches Werk im Ev. Kirchenkreis Lennep.
  • Sexualberatung und Sexualpädagogik. Anhand von Fragekarten können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich einen genauen Eindruck von der Beratungsarbeit mit Schulklassen und Konfirmanden sowie Einzelratsuchenden und Paaren verschaffen. Maren Wunderlich-Gerwers, Diakonisches Werk im Ev. Kirchenkreis Lennep.
  • Sozialberatung / Wegweiser ins Netzwerk. Gesetzlicher Beratungsanspruch während der Schwangerschaft und nach der Geburt für Mütter und Väter, sozialrechtliche Ansprüche je nach Lebenssituation, Beratung zu finanziellen Leistungsansprüchen (Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld II oder Elterngeld und Kindergeld), Beratung zu sozialen Themen (Elternzeit, Unterhalt, Sorgerecht oder Vaterschaftsanerkennungen). Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Stellen und die Vermittlung dorthin ist Bestandteil der Beratung durch Rosa Longo-Spaan, Caritasverband Remscheid – Esperanza.
  • Flankierende Hilfen / Kinderschutz / Schweigepflicht. Die Schwangerschaftsberatung findet in einem geschützten Rahmen statt und baut auf einem respektvollen, wertschätzenden und vertrauensvollen Umgang mit den oft sehr persönlichen Themen auf. Aus diesen Gründen hat die Einhaltung der Schweigepflicht für die Schwangerschaftsberatungsstellen -ähnlich wie für Ärzte- höchste Priorität. Sollte eine Kindeswohlgefährdung im Sinne des §8a SGB VII gesehen werden, wird diese mit den Eltern besprochen und diese erhalten die Möglichkeit zur Veränderung der Umstände. Sollte keine Veränderung stattfinden werden die Eltern informiert, welche Interventionen die Beraterinnen zum Wohle des Kindes einleiten. Im Laufe der vielen Jahren sind durch die Beratungsarbeit und den dabei gesehen Bedarfen Hilfsangebote für die Familien entstanden – die flankierenden Hilfen, die die Familien mit niedrigschwelligen Angeboten unterstützen. Bspw. die „Esperanza Spielgruppe“ oder das Ehrenamtsprojekt  „Familienpaten“. Daniela Forster, Caritasverband Remscheid
  • Psychosoziale Beratung / Paarberatung / Postnatale Krisen. Die Anlässe und Fragestellungen für eine Beratung rund um die Themen Familienplanung, Sexualität und Partnerschaft sind vielfältig und je nach individueller Lebenssituation sehr unterschiedlich. Anhand einer Lebenslinie werden verschiedene Themen und Fragestellungen exemplarisch veranschaulicht. Barbara Servos, Pro Familia.
  • Situation von Hebammen und Familienhebammen. Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzausbildung, die sie qualifiziert, schwangere Frauen und Eltern mit Säuglingen durch praktische, niederschwellige Hilfeangebote zu unterstützen. Sie beraten und begleiten werdende Eltern und Eltern von Kindern bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres, wenn schwierige Lebensumstände, eingeschränkte Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung oder besondere psychosoziale Unterstützungsbedarfe einen erheblichen Förderbedarf von Eltern und Kind begründen.
  • Die Vermittlung und Einsatzkoordination der Familienhebammen in Remscheid erfolgt über die Fachstelle Frühe Hilfen. Ihre Vermittlung und ihr Einsatz sind vertraulich und kostenfrei. Es werden die unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkte von Hebammen und Familienhebammen dargestellt, um das passende Angebot für Klientinnen zu finden. Simone Picard, Caritasverband Remscheid – Familienhebamme.
  • Medizinische Beratung / Begleitung nach Pränataldiagnostik. Wenn Frauen/Paare sich eine Schwangerschaft wünschen, sie vermeiden möchten oder sie schon bereits schwanger sind, stehen viele Fragen offen: Von der Wahl der Verhütung bis zu den möglichen Untersuchungen in der Schwangerschaft. Consuelo Wrobel, Pro Familia.

Jede/r Teilnehmer/in an der Netzwerkkonferenz wird die Möglichkeit haben, sich zu drei Themenfeldern vertiefend zu informieren.

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