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Bergischer Löwe leidet unter Pflanzen und Moosen

Das Denkmal des Bergischen Löwen auf dem Rathausplatz sei in keinem guten Zustand, hatte Rosemarie Stippekohl (CDU) am 9. Oktober in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid moniert. Das sieht die Verwaltung nicht anders, wie sie jetzt in einer Mitteilungsvorlage bestätigte, mit der sich die BV am 20. November befassen wird. Darin heißt es: „Der derzeitige Zustand der Bausubstanz des Bergischen Löwen auf dem Theodor-Heuss-Platz, Remscheid weist größere Verwitterungsschäden an der Natursteinfassade, starke Vermoosung und Pflanzenwuchs im oberen Bereich  sowie großflächige Graffiti-Aufträge im Sockelbereich des Denkmals auf. Eine herkömmliche Reinigung scheidet auf Grund der erkennbaren Schadensbilder aus.“

Malgesehen davon, dass nicht der Zustand Schäden aufweisen kann, sondern nur die Bausubstanz, scheint hier tatsächlich Handlungsbedarf zu bestehen. Und die Verwaltung hat auch schon gehandelt: „In Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde wurde zwischenzeitlich ein Diplom-Restaurator für Natursteinarbeiten mit der Begutachtung des Schadensumfangs und der Erstellung eines Sanierungskonzeptes beauftragt. (...)  Die Vorlage der Ergebnisse einschließlich des daraus folgenden Sanierungskonzeptes wird im Januar 2019 erwartet. Daran anschließend erfolgt die Beauftragung der erforderlichen Sanierungsarbeiten. Diese Leistungen werden nur bei entsprechender Witterung durchführbar sein. Mit dem Beginn der Arbeiten ist daher frühestens im März/April 2019 zu rechnen. Die Finanzierung ist im Rahmen des Instandhaltungsbudgets Gebäudemanagement sichergestellt.“

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

"...und bitte nicht vergessen, den Basketballkorb wieder anzuschrauben", erinnerte Bezirksbürgermeister Otto Mähler die Verwaltung in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid.

Lothar Kaiser am :

Wie gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid bekannt wurde, plant die Stadt eine Fugensanierung des Bergischen Löwen vor dem Rathaus für das kommende Jahr. Derzeit werde an dem Sanierungskonzept noch gearbeitet, so Heinrich Ammelt.

Johann Max Franzen am :

Reißt endlich den 'Kotzbrocken' in Löwengestalt ab. Wir brauchen dieses Monumentalstatue nicht mehr. Dieser so genannte "Bergische Löwe" wurde am 1. Mai 1939 auf dem "Adolf-Hitler-Platz" vor 27 000 brauen Parteigenossen vom Nazi-Bürgermeister Kraft eingeweiht.

Michael Gers am :

Das mag ja möglich sein, dass der "Bergische Löwe"vor 27.000 brauen Parteigenossen und von Nazi-Bürgermeister Kraft eingeweiht wurde... Zu dieser Zeit waren ALLE braun und ALLE Bürgermeister Nazis. Dass der "Bergische Löwe" zu einem Zeichen der Freiheit und Friedfertigkeit in einer fleißigen und offenen Weltstadt mutiert ist, sollte aber auch beachtet werden. Er hat wie alle Einwohner eine Geschichte und Vergangenheit...... aber verurteilt bis in alle Ewigkeit und bestraft bis ins letzte Glied Kinder,Enkel Urenkel,Ururenkel usw. Diesen Schuh ziehe ich mir nicht mehr an und versuche auch nicht, den an andere Füße zu quetschen. Es war eine böse Zeit, aber die liegt jetzt fast 75 Jahre hinter uns und was damals braun war, sollte heute nicht ROT/GRÜN sein. Toleranz ist das Zauberwort, nicht Selbstgeißelung

Gerd Rothbrust am :

Absolut richtig, Herr Gers!

Johann Max Franzen am :

Sehr geehrter Herr Gers, ich möchte Sie nicht in die "braue Ecke" stellen, aber Ihre Meinung, dass ALLE zu dieser Zeit braun waren, stimmt mich sehr nachdenklich. Ich denke an die vielen Remscheider Widerstandskämpfer, die von den Nazischergen ermordet wurden. 25 "Stolpersteine" erinnern an aufrichtige Remscheider Bürger, deren Meinung nicht braun war.

David Schichel am :

Die NS-Zeit mag 75 Jahre hinter uns liegen, die Gesinnung dahinter offenkundig nicht. Darum geht es auch nicht um Selbstgeißelung, wenn wir daran erinnern und davor warnen, sondern um das Wahrnehmen kollektiver Verantwortung. In etwa so, wie Steuern zu zahlen. Sich diesen „Schuh“ nicht mit anziehen zu wollen heißt, andere die Verantwortung übernehmen zu lassen und selbst in der sprichwörtlichen Wohlstands-Sonne zu sitzen. Obwohl man da schön braun wird, ist das nebenbei wenig patriotisch. Ich meine, dieser Verantwortung nachzukommen, ist sogar unser ureigenes Interesse, denn vor 74 Jahren, lag auch unsere Stadt dann in Schutt und Asche. Von daher finde ich den Vorschlag einer Gedenktafel am Löwen absolut richtig.

Jürgen Koball am :

Friedfertigkeit kann ich beim Anblick des Löwen beim besten Willen nicht erkennen. Schaut er doch recht grimmig Richtung Frankreich. Außerdem hat der bergische Löwe m. E. einen Doppelschwanz.

Sascha von Gerishem am :

Absolut richtig, Herr Koball! Das ist kein "Bergischer Löwe".

Jürgen Koball am :

Stellt sich nun die Frage was machen wir mit dem "Kuckucksei", das uns 1939 in das Nest gelegt wurde? Restaurieren oder gar nichts solange die Statik nicht gefährdet ist. Es kann auch mittels einer Gedenktafel als Mahnmal deklariert werden.

Chronist am :

Die Fraktion der Linken hat zu den nächsten Sitzungen des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung, der Bezirksvertretung Alt-Remscheid und des Rates der Stadt (12.12.2019) den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „im Zuge der Sanierung des ‚Löwendenkmals‘ auf dem Theodor-Heuss-Platz am Sockel des Denkmals eine Tafel anbringen, die die Historie des Denkmals wahrheitsgetreu und unverfälscht darstellt. Insbesondere die ursprüngliche Widmung: ‚Dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches 1. Mai 1939‘ und die Umwidmung von 1966 in ‚Bergischer Löwe, Wappentier des Bergischen Landes seit 1225‘sollten im Text der Tafel enthalten sein.“ In der Begründung heißt es: „Immer wieder wird in der Bevölkerung über das Denkmal gestritten. Teilweise sind diese Diskussionen unsachlich. Mit der Tafel kann die ganze Geschichte des Denkmals dargestellt werden. Ein Denkmal ist immer ein Relikt seiner Zeit und sollte besonders in diesem Fall in seinem historischen Kontext dargestellt werden.“

Eija Tirkkonen am :

Die Beseitigung der Löwen-Statue wäre eine richtige Botschaft in unserer Zeit. Ich fürchte, Gedenktafeln werden genau so wenig gelesen, wie über Stolpersteine gestolpert.

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