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ThyssenKrupp denkt über Verkauf seiner "Schmiede" nach

Der Essener ThyssenKrupp-Konzern denkt offenbar an den Verkauf seiner Tochtergruppe ThyssenKrupp Präzisionsschmiede GmbH mit insgesamt 1700 Beschäftigten weltweit, zu der neben Werken in München, Duisburg-Wanheim und North Carolina (USA) auch das Werk an der Papenberger Straße in Remscheid gehört. Die Verkaufspläne seien, so Unternehmensprecherin Anja Gerber in Essen gestern auf telefonische Anfrage des Waterbölles, "in einem sehr frühen Stadium". Gleichwohl informierte jetzt der Remscheider Betriebsratsvorsitzende Norbert Römmelt die Kolleginnen und Kollegen über die Verkaufspläne. Die Belegschaft erhofft sich weitere Informationen von der Geschäftsleitung auf  der regulären Betriebsversammlung am 17. November.

Gerüchteweise wird als Kaufinteressent ein Unternehmen aus Indien genannt. Um ihre Arbeitsplätze machen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akut aber keine Sorgen. Sie wissen: Die Auftragsbücher des Unternehmens, das in der Vergangenheit schon einige Male den Besitzer gewechselt hat, sind über Jahre gefüllt. Die Präzisionsschmiede produziert diverse Zahnräder für die Automobilindustrie (für Differentiale und Getriebe), die trotz geringen Gewichts viel Kraft übertragen können. Insgesamt werden pro Jahr mehr als 70 Millionen präzisionsgeschmiedete Getriebe- und Achskomponenten produziert.

ThyssenKrupp steht bei der Belegschaft der "Schmiede"  im Wort, bei einem Verkauf des Tochterunternehmens dem industriellen Konzept eines Kaufinteressenten mehr Gewicht beizumessen als dem finanziellen Angebot. Anja Gerber  spricht hier vom "best owner"-Prinzip, das sei ist Stil des Hauses."

Egal, ob ThyssenKrupp verkaufen wird oder nicht, von der Geschäftsführung erwarten die Mitarbeiter der Schmiede-Gruppe in nächster Zeit Entscheidungen über neue Investitionen, um entsprechend der sehr guten Auftragslage expandieren zu können. Es heißt, derzeit könnten nicht alle Produktnachfragen erfüllt werden. Das Geld für diese Investitionen hätte der Essener Konzern eigentlich: In einer Pressemitteilung des Konzerns vom 7. Oktober bezeichnete der Vorstandsvorsitzender Dr. Ekkehard Schulz das abgelaufene Geschäftsjahr 2006/2007 als das bisher beste des Konzerns und bekräftigte die Prognose, wonach der Gewinn vor Steuern auf rund 3,6 Milliarden € ohne Sondereffekte steigen werde und der Umsatz sollte auf mehr als 50 Milliarden. Im vergangenen Jahr kletterte der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie um 98 Prozent. ThyssenKrupp ist einer der größten Technologiekonzerne weltweit mit fast 188.000 Mitarbeitern.

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Chronist am :

Wie ThyssenKrupp heute mitteilt, ist die „Sona Group“ mit Sitz in Indien Erwerber der „Tochter“ Präzisionsschmiede. Sona ist mit 1.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz in Höhe von 200 Millionen Euro auf die Herstellung von Lenkungssystemen, Hinterachsbauteilen sowie die Produktion von geschmiedeten Teilen für Getriebe, Motoren und Antriebsstrang spezialisiert, verfügt in Indien über neun Fertigungsstätten an fünf Standorten und hält darüber hinaus eine strategische Minderheitsbeteiligung an Fuji Autotech, Europe, mit Betrieben in Frankreich, Tschechien und Brasilien. Der heutigen Pressemitteilung zufolge verfolgt das indische Unternehmen mit dem Kauf der Präzisionsschmiede das Ziel, eine weltweit operierende Präzisionsschmiedegruppe zu schaffen. Der neue internationale Produktionsverbund biete für die Präzisionsschmiede hervorragende Voraussetzungen, die erfolgreichen Tätigkeiten fortzusetzen und auszubauen. Der Erwerb erfolgt wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Oktober 2007. Der Betriebrat des Remscheider Werks hat die Mitteilung positiv aufgenommen.

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