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Lärmschutz an der Autobahn unterliegt klaren Regeln

In der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 7. März war die Verwaltung gebeten worden, dem Hinweis einer Anwohnerin aus dem Wohngebiet Eibenweg / Haselnußweg nachzugehen, wonach seit Fertigstellung der neuen Autobahn-Anschlussstelle Lennep (Lüttringhausen) der Verkehrslärm in diesem Bereich  deutlich höhern geworden sei. Zugleich hatte die Anwohnerin nach ergänzenden Lärmschutzmaßnahmen gefragt. Für Lärmschutzmaßnahmen an der A 1 ist der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Planungs- und Baucenter Ruhr. der zuständige Straßenbaulastträger Dorthin leitete die Stadt Remscheid Hinweis und  Frage der Bürgerin weiter. Die Antwort legte die Verwaltung jetzt der Bezirksvertretung vor. Heike Edmonds schreibt:

"Nach meiner Ortsbesichtigung und in Abstimmung mit dem Niederlassungsleiter kann ich Ihre Fragen wie folgt beantworten: Sowohl für den Neubau der AS Remscheid-Lennep, als auch für den sechs-streifigen Ausbau der A 1 in diesem Bereich wurde ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Einen Teil der Planfeststellungsunterlagen bildet die lärmtechnische Untersuchung, die, von einem unabhängigen Gutachter durchgeführt, auch den passiven Lärmschutz (Entschädigungsansprüche) auf der Basis des aktiven Lärmschutzes (Lärmschutzwände/-wälle) regelt. Das Planfeststellungsverfahren ist für beide Bauprojekte abgeschlossen und die in der Planfeststellung festgesetzten Entschädigungsansprüche werden z. Zt. abgearbeitet.

Der Bau einer Anschlussstelle bedeutet dem Grunde nach einen erheblichen baulichen Eingriff, aber keine wesentliche Änderung des vorherigen Zustandes, wenn gewisse Parameter eingehalten werden. Dies sind infolge des Baues der AS (Anschlussstelle) eine Erhöhung der Lärmpegel um mindestens 3 dB(A) oder eine Überschreitung des Lärmpegels von 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts. Der Untersuchungskorridor einer lärmtechnischen Untersuchung wird durch empirische Ermittlungen der Lärmpegel eingegrenzt. Im Bereich der AS Remscheid-Lennep ergab sich für die Lärmschutzuntersuchungen ein Untersuchungskorridor von etwa 300 Metern beidseitig der Autobahn. Der hier zur Diskussion stehende Wohnbereich liegt etwa 500 m von der Autobahn entfernt und ist, und da die Lärmpegelwerte unter den Grenzwerten lagen, nicht in der lärmtechnischen Untersuchung erfasst.

Für die Ermittlung der Entschädigungsansprüche wurden beide Lärmschutzberechnungen (Ausbau A 1, Neubau AS Remscheid-Lennep) herangezogen und der jeweils höhere Anspruch für die Entschädigung festgestellt. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um den Abbruch des Lärmschutzes im Bereich der Aus- und Einfahrtsarme, sondern um die Öffnung der Böschung, da die Autobahn in diesem Bereich im Einschnitt liegt. Durch Kontaktaufnahme der Anwohner im Bereich der Siedlung Eibenweg/Haselnussweg sind wir auf die Lärmproblematik hingewiesen worden und werden eine Überprüfung der Lärmsituation vornehmen, sobald in unserem Hause Kapazitäten frei werden. Zurzeit besteht von Seiten der Straßenbauverwaltung keine Veranlassung ergänzende Lärmschutzmaßnahmen vorzunehmen.“ (Zitat Ende)

Die Mitglieder der Bezirksvertretung störten sich an den fehlenden Kapazitäten und fürchteten eine Verschiebung der unbestimmt angekündigten Lärmmessung auf den St. Nimmerleinstag. Deshalb wurde die Verwaltung gebeten, einen konkreten Termin einzufordern.

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Chronist am :

Inzwischen ist der Verkehrslärm an der A 1 in Höhe der neuen Anschlussstelle Lennep/Lüttringhausen neu berechnet worden. Das Ergebnis stellten in der gestrigen BV-Sitzung Axel Jud vom Dortmunder Ingenieurbüro für Umweltakustik und der Ltd. Regierungsbaudirektor Alfred Lützler vor, Chef des „Planungs- und Bau-Centers Ruhr“ des Landesbetrieb Straßen NRW. Danach ist der Geräuschpegel an dieser Stelle zwar um 1,9 dB(A) gestiegen, liegt aber sowohl tagsüber als auch nachts noch immer unter den zulässigen Höchstwerten. Berechnungsbasis waren die Daten von Verkehrszählungen des Bundes. Danach befahren den Streckenabschnitt der A 1 zwischen Remscheid und Lennep täglich 84.000 Fahrzeuge, davon 6.800 die beiden Rampen der Anschlussstelle. Die Beschwerde führenden Anwohner gaben sich damit allerdings gestern nicht zufrieden: „Früher haben wir von der Autobahn gar nichts gesehen, vielleicht mal das Dach eines Doppeldecker-Busses. Heute sehen wir die Räder der Lastwagen. Klar, dass damit auch mehr Lärm zu unseren Häusern dringt!“ Ihre Forderung: „Schütten Sie wieder einen Erdwall auf und das Problem dürfte gelöst sein!“ Nun will das Ingenieurbüro noch einmal rechnen – unter Zugrundelegung eines Erdwalls.

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