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Heizkostencheck soll in RS Stromsparen ergänzen

Mit Soforthilfen mehr als 1.215.000 Euro eingespart“, überschrieb der Waterbölles am 15. August 2017 eine Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V. zur Aktion „Stromspar-Check“. Demnach hatte das vierköpfige Team in Remscheid t bis dahin mehr als 1050 Haushalte in Remscheid zu Energiefragen beraten und dabei diese mit über 13.700 Soforthilfen im Wert von 70.800 Euro ausgestattet. Der erzielte Gesamteinsparnutzen summierte sich für die beratenen Haushalte auf Basis der durchschnittlichen Lebensdauer der eingesetzten Soforthilfen auf mehr als 1.215.000 Euro. Und dank einer zusätzlichen Förderung durch den Stromsparcheck NRW erhielten Interessenten ab einem Kühlgeräteverbrauch von wenigstens 200 kWh über dem eines gleichgroßen Gerätes mit der Energieeffizienzstufe A+++ einen Zuschuss in Höhe von bis zu 350 Euro (150 € Förderung durch den Bund, bis zu 200 € Förderung durch das Land NRW) für den Austausch. Damals waren 21 Gutscheine eingelöst worden. Inzwischen wurden in Remscheid 478 Kühlgerätegutscheine ausgegeben und 79 Kühlgeräte getauscht. Das berichteten Sandra Engelberg, Vorstand des Caritasverbandes Remscheid, und Tobias Schönhals vom Projekt "Stromspar-Check Kommunal" kürzlich im städtischen Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung.

Noch bis zum 31. März 2019 führen in Remscheid vier Stromsparhelfer/innen den Stromspar-Check durch. Bis dahin sollen insgesamt 1570 Haushalte mit geringem Einkommen beraten werden (bis zum 15. Juli d. J. waren es 1320). Die Stromspar-Teams ermitteln und analysieren den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte vor Ort. Bei einem zweiten Haushaltsbesuch werden die jeweils notwendige Energiespar-Technik wie Energiesparlampen, schaltbare Steckerleisten und Durchflussbegrenzer mit einem Wert von durchschnittlich 70 Euro eingebaut. Zudem geben die Stromsparhelfer/innen – selbst ehemalige Langzeitarbeitslose – in dieser Beratung auf Augenhöhe Tipps zur Nutzung sowie zum energieeffizienten Verhalten im Alltag.

Folgende Haushalte können in den Genuss einer Beratung kommen:

  • Haushalte im Arbeitslosengeld II-Bezug (SGB II),
  • Haushalte, die Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen (SGB XII),
  • Haushalte, die Wohngeld beziehen,
  • Haushalte, die nachweislich unter der Pfändungsfreigrenze leben und keine Transferleistung beziehen, wie z. B. Frauen und Männer, die eine geringe Rente beziehen,
  • Familien, die Kinderzuschlag beziehen.

Bislang konnten in Remscheid pro Haushalt und Jahr folgende Einsparungen erreicht werden:

  • CO2  266 kg / langfristig 1,6 t
  • Strom p.a. 395 kWh / 109 Euro
  • Strom langfristig  2164 kWh / 598 Euro    
  • Wasser p.a. 9,6 m³ / 48 Euro
  • Wasser langfristig 96 m³ / 480 Euro          
  • Energie für nicht elektrische Warmwasserbereitung p.a. 130 kWh / 10 Euro
  • Energie für nicht-elektr. WWB langfristig 1296 kWh / 96 Euro

Kosteneinsparung p.a. 167 Euro, langfristig 1174 Euro! „Betrachtet man die langfristigen Einsparungen, profitieren durch die Wasser- und Energieeinsparungen für die Warmwasserbereitung bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe-Haushalten auch die Kommunen und der Bund – als Träger der Kosten der Unterkunft (KdU) – durchschnittlich mit 244 Euro pro Check (Stadt Remscheid 124 Euro und Bund 120 Euro)“, stellt Tobias Schönhals fest.

Im Rahmen der Stromspar-Checks werden seit 2008 Soforthilfen zur Strom- und Wassereinsparung installiert, ebenso wie Raumthermometer und Thermohygrometer, um das Heizungs- und Lüftungsverhalten der Haushalte zu optimieren. An 20 Modellstandorten wurde 2017 zusätzlich mit Heizkosten-Check begonnen. Daran möchte nun auch die Caritas Remscheid teilnehmen. Eine ausgewählte Anzahl von Haushalten soll intensiv zu ihren Heizkostenabrechnungen beraten werden. Das bisherige Monitoring – im Rahmen eines dritten Haushaltsbesuchs ein Jahr nach dem Stromspar-Check – würde dabei auf den Wasser- und Wärmebereich (Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung und wo möglich auch für Raumwärme) ausgedehnt. Mit zusätzlichen Daten ließen sich die tatsächlich erzielten Einsparungen bei den Kosten der Unterkunft zu verifizieren und für die Kommunen nachvollziehbar machen. Tobias Schönhals: „Ziel ist es, dass jeder Haushalt, der Wärmesoforthilfen erhält, durchschnittlich sieben Prozent (jährlich ca. 180 kWh) an Heizenergie einspart. Hierdurch erhöht sich das Einsparpotenzial um weitere ca. 170 Euro. Auch die öffentliche Hand als Träger der Unterkunftskosten profitiert vom Heizkosten-Check. Mit jedem Haushalt, der zusätzliche Wärmesoforthilfen erhält, steigen die Einsparungen der Kommune um weitere 96 Euro und für den Bund um weitere 83 Euro.“ Durch die Kombination von Wärme-Soforthilfen, Erläuterung der Heizkostenabrechnungen und Aufzeigen von den Möglichkeiten zur Heizkosten-Reduktion werde der Haushalt in die Lage versetzt, seine Heizkosten deutlich zu reduzieren.

Doch noch ist nicht klar, woher das Geld für die neue Heizkostenberatung kommen könne. Die Caritas hofft auf die Stadt Remscheid. Diese habe durch die bisherigen Beratungen langfristig Heizkosten in Höhe von 22.000 Euro einspart. Da liege es doch nahe, sie auch als finanziellen Förderer des Heizkosten-Checks zu gewinnen...

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