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Welt-AIDS-Tag: HIV-Test auch ohne Symptome

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die aktuellen epidemiologischen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass die HIV-Neuinfektionen in Deutschland leicht auf 2700 im Jahr 2017 gesunken sind. Allerdings sind weiterhin ein Drittel der Neudiagnosen in Deutschland Spätdiagnosen. Das bedeutet, dass bis zur Durchführung eines HIV-Tests bereits ein schwerer Immundefekt oder eine AIDS-definierende Erkrankung aufgetreten ist. Die Folge davon ist, dass wertvolle Jahre für eine erfolgreiche Langzeittherapie ungenutzt verstrichen sind und es möglicherweise zu unwissentlichen Weiterübertragungen des Virus gekommen ist. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts lebten Ende 2017 ca. 86.100 Menschen mit HIV in Deutschland. Etwa 11.400 wussten nicht, dass sie mit dem Virus infiziert sind, was heruntergerechnet auf das Bergische Städtedreieck ca. 100 Menschen entspricht.

Da eine HIV-Infektion oft viele Jahre ohne Symptome verläuft, empfiehlt Kirsten Wennmann von der Bergischen Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und AIDS-Beratung, sich nach Ansteckungsrisiken auch ohne Symptome beraten und gegebenenfalls testen zu lassen. „Der HIV-Labortest kann frühestens sechs Wochen nach einem Risiko, der Schnelltests zwölf Wochen nach einem Risiko sicher eine HIV-Infektion nachweisen oder ausschließen. Die Testberatung und Testung erfolgt in den Gesundheitsämtern vertraulich, kostenfrei und anonym.“ In Remscheid und Solingen wird der HIV-Schnelltest angeboten, in Wuppertal gibt es auch die Möglichkeit der Durchführung des Labortests sowie weiterer Untersuchungen. Informationen hat das Bergische ServiceCenter im Internet unter https://www.wuppertal.de/vv/oe/305.23.php.

Eine wirksame HIV-Therapie vermindert die Vermehrung der Viren im Körper so stark, dass die Viren nicht mehr messbar sind. Menschen mit HIV können dank der Behandlungserfolge meist relativ beschwerdefrei leben und haben nach heutiger Kenntnis eine ähnliche Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV-Infektion. Sie können arbeiten und ein weitgehend unbeeinträchtigtes Leben haben. Sind keine HI-Viren mehr messbar und liegen keine anderen sexuell übertragbaren Infektionen vor, wird HIV auch beim Sex ohne Kondom so gut wie nicht übertragen. Dieses Ergebnis fassten die Wissenschaftler der diesjährigen Internationalen AIDS-Konferenz in Amsterdam mit den Worten "Nicht messbar = Nicht übertragbar! (N=N)" zusammen. „N = N" ist aber auch eine wichtige Botschaft für die gesamte Bevölkerung: Obwohl viele Menschen wissen, dass HIV im Alltag und am Arbeitsplatz nicht übertragbar ist, verspüren sie Unsicherheiten im konkreten Umgang mit Menschen mit HIV. Neuere Erkenntnisse wie die Nicht-Übertragbarkeit unter wirksamer Therapie sind oftmals nicht bekannt. "Unwissen und Ängste können aber Quellen der Diskriminierung von Menschen mit HIV sein", führt Karin Hoeltz vom Bergischen Kompetenzcenter AIDS- und STI-Koordination aus. "Wir bieten Beratung für Angehörige ebenso wie Informationsveranstaltungen für Jugendliche, Interessierte oder Personal im Gesundheitswesen sowie in anderen beruflichen Bereichen an."

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