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Sponsoren verhinderten Ebbe in der Vereinskasse

Jürgen Drews beim 2. Eschtival im Eschbachtal zeigte der Waterbölles am 9. September in einem YouTube-Video. Für den Veranstalter, den Fördervereins Freibad Eschbachtal e.V., hatte dieses Gastspiel zwei Seiten: Einerseits war es für den Verein ein voller Image-Erfolg und brachte ihm zahlreiche neue Mitglieder ein (aktueller Stad: 130, auch dank der gut besuchten „Hundeschwimmen“). Andererseits war es ein finanzielles Desaster und hätte zum Konkurs des Vereins geführt, wenn es nicht so viele Freunde und Förderer gegeben hätte, die das Defizit ausgeglichen hätten, mit dem dieses Konzert endete. Große Erleichterung sprach aus dem Geschäftsbericht von Stefan Grote, seit 20 Jahren Vorsitzender des Fördervereins, in dem er in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag in Gemeindezentrum „Die Esche“ auf dem Hohenhagen den 17 erschienen Mitgliedern das Dilemma schilderte, in das der Verein mit dem 2. Eschtival geschliddert war: „Nach dem Diebstahl der Freibadkasse 2015 (Anm.: 37.914,20 Euro fehlen, aber: "Alles richtig gemacht!", siehe Waterbölles vom 18. August 2015) hatten wir uns entschlossen, mit dem Eschtival 2017 in die Offensive zu gehen. Und tatsächlich kam die Kölner Gruppe ‚Köbes Underground‘ bei dem Konzert im Freibad gut an, auch wenn zunächst manche Besucher mehr Karnevalsmusik erwartet hatten!“

Das schlug sich in der Vereinskasse positiv nieder. Ende 2016 befanden sich in ihr rund 40.000 Euro, Ende 2017 rund 43.000 Euro. Und die Entscheidung, aus einem eintägigen Event ein dreitägiges Open-Air-Festival zu machen, das 2. Eschtival in 2018, hätte sich sicherlich ausgezahlt, wenn die damalige Erkrankung von Jürgen Drews die Fans im Vorfeld des Konzerts nicht verunsichert hätte. „Viele fragten sich: ‚Kommt er, oder kommt er nicht“, berichtete Stefan Grote am Donnerstag. „Gegen einen Ausfall des Konzerts waren wir versichert, gegen dieses Hin und Her leider nicht!“ Ergebnis: Statt 3.000 kamen gerade mal 1.300 Besucher. Das riss ein so großes Loch in die Kasse, dass sich der Verein nicht über Wasser hätte halten können, wie Schatzmeister Willi Korff berichtete. Der aktuelle Kassenbestand (am 27. November): 8.392,32 Euro. Zahlreiche Sponsoren hatten in den vergangenen Monaten die Zitterpartie des Vorstands durch ihre Spenden beendet. Der Empfehlung von Kassenprüferin Veronika Hartung, dem Vorstand Entlastung zu erteilen, folgten die Mitglieder einstimmig. Aber der Schock des Finanzdebakels sitzt tief. Ein 3., wieder eintägiges Eschtival mit Köbes Underground und dem Comedian Bernd Stelter soll es deshalb auch erst im übernächsten Jahr (5.9.2020) geben.

Positiv wurde von den Mitgliedern eine Liste mit Investitionen aufgenommen, die der Förderverein in den vergangenen 20 Jahren finanzierte, um den Betrieb des Freibades aufrecht zu erhalten. Stefan Grote: “Das waren mehr als 300.000 € an Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Diese Investitionen sind in das Eigentum der Stadt Remscheid übergegangen.“ Gespannt ist der Vorstand, ob die Stadt mit ihrem Antrag auf Teilnahme an dem Bundesprogramm „Sanierung von kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Erfolg haben wird. Denn das könnte einen „Jungbrunnen“ für das Freibad Eschbachtal bedeuten („Neun Millionen Euro zur Renovierung des Freibades?“, fragte der Waterbölles am, 4. September). Das entscheide sich wahrscheinlich noch in diesem Jahr, sagte Grote. Aber: „Das Programm ist zwanzigfach überzeichnet!“

Vor den Vorstandswahlen stand am Donnerstag der Dank an Willi Korff, der in den vergangenen 15 Jahren die Kasse geführt hatte und aus Altersgründen nicht wieder kandidierte. Die Vorstandswahlen per Akklamation fielen allesamt einstimmig aus: 1. Vorsitzender: Stefan Grote, stell. Vorsitzender Klaus Pier, Schriftführer Hans Werner Degiorgio, Kassierer Ulrich Hartung, Besitzer Alexandra Grote, und. Das galt auch für die Wahlen der Revisoren (Veronika Hartung und Willi Korff).

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Chronist am :

Nach Mitteilung des Deutschen Städtetags vom 27. November hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Bundesmittel zum Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ nach 2019 verschoben und um weitere 100 Millionen Euro (2019-2023) erhöht. Insgesamt stehen nun 200 Millionen Euro für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration in der Kommune und die Stadt(teil)entwicklungspolitik zur Verfügung.

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