Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Dezember 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Mit Rosen gratulierten die SPD-Delegierten Beate Wilding zur OB-Nominierung. Foto: Lothar Kaiser Einstimmig sprachen sich SPD und Grüne am 1. Dezember 2008 für Beate Wilding als OB-Kandidatin aus. Und Oberbürgermeisterin Beate Wilding strahlte dar ob noch mehr als sonst: „Ich freue mich über das tolle Ergebnis wie jeck!“ Zuerst auf der Versammlung der Remscheider Grünen im Röntgen-Museum und dann anderthalb Stunden später auf dem Unterbezirksparteitag der SPD in der Sophie-Scholl-Schule war sie ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen zur OB-Kandidatin bei der Kommunalwahl 2009 gewählt worden – von 20 Grünen und 57 SPD-Delegierten (acht waren nicht erschienen). Der SPD-Unterbezirksvorsitzenden Lothar Krebs kündigte damals ein gemeinsames Programm von SPD und Grünen für die nächste Kommunalwahl und die Jahre danach, das gleichermaßen sozial wie ökologisch werden solle.

Vor zehn Jahren bekam Remscheid neue Straßen bzw. neue Straßenbezeichnungen, den „Pirna-Platz“ zwischen Kaufland und Unterführung Bismarckstraße, die „Prešover Straße“ Richtung Weststraße und die „Alma-Mühlhausen–Straße“ im neuen Baugebiet „Sonnenhof“. Damit sollte „Leben und Wirken der Remscheider Heimatdichterin gewürdigt werden.“ Alma Mühlhausen geb. Dorfmüller, am 24. September 1883 in Remscheid geboren und dort am 5. Februar 1961 gestorben, wurde ob ihrer Bücher auch am 5. Februar 1961wurde sie liebevoll „die Remscheider Märchentante" genannt.

Im Dezember 2008 beschloss die Bezirksvertretung Süd, den Baumschutz im Südbezirk stärker zu verankern. Konkret: Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die BV vierteljährlich vorab (abgesehen von „Gefahr im Verzug“) über geplante Baumfällarbeiten zu informieren und einmal jährlich eine Baumbilanz vorzulegen, aus der hervorgeht wo Bäume gefällt und wo neue gepflanzt wurden.

Wo jetzt noch Baufahrzeuge stehen, nimmt der künftige 'Bahnhofsgarten' langsam Gestalt an. Einige Steinwälle sind schon fertig. Foto: Lothar Kaiser Vor zehn Jahren entstand am Remscheider Hauptbahnhof der „Bahnhofsgarten“. Auf dem Gelände tummelten sich im Dezember 2008 die ersten Baufahrzeuge. Nachdem sich ein Jahr zuvor auch die letzte Hoffnung zerschlagen hatte, dass das „Schaufenster der Wirtschaft“ doch noch Wirklichkeit werden würde, war die Idee des „Bahnhofsgartens Remscheid“ entstanden.

Landesbehörde hält an Ampelanlage für Müngsten fest“, nahm der städtische Bauausschuss vor zehn Jahren mit Bedauern zur Kenntnis. Gerne hätte er dazu damals den Chef der Gummersbacher Niederlassung des Landesbetriebs Straßen NRW befragt, doch der sagte ab. Stattdessen kam ein Brief des Verkehrsministers mit obiger Aussage.

Was ist eigentlich aus den Konfliktberater/innen für die Bediensteten der Stadt geworden. Nach denen hatte die Verwaltung Angang Dezember 2008 auf gelben DIN A3-Plakaten, die auf allen Fluren des Rathauses zu sehen waren, gesucht – nach „engagierten und interessierten Mitarbeiter/innen, die auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen und/oder ihrer beruflichen Kompetenzen an der Umsetzung der Idee des fairen Umgangs mit Konflikten am Arbeitsplatz mitarbeiten und als Konfliktberater/innen tätig werden wollen“. Eine Arbeitsgruppe des betrieblichen Gesundheitsmanagements hatte zuvor ein Konzept zur Konfliktberatung entwickelt: Nicht gelöste Konflikte oder destruktive Konfliktlösungen am Arbeitsplatz mindern auf Dauer die Zufriedenheit der Arbeitnehmer/innen, verringern die Qualität der Arbeitsergebnisse und beeinträchtigen das körperliche und seelische Wohlbefinden aller Beschäftigten“.

Mit einem Defizit im Jahresetat 2009 von 73 Millionen Euro rechnete im Dezember 2008 der damalige amtierende Stadtkämmerer Burkhard Mast-Weisz. Und der Waterbölles titelte damals: „Hilflose Verwaltung sieht Schuldenberg weiter wachsen“. Da hatte das Rödl-Gutachten, das im Juli 2007 Einsparmöglichkeiten aufgezeigt hatte (realistische, aber leider auch unrealistische), längst Patina angelegt. In der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik der SPD-Bundestagsfraktion beklagte vor zehn Jahren Interimskämmerer und Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz den mangelnden finanziellen Handlungsspielraum der drei bergischen Großstädte.

Auf Basis eines früheren Antrages der CDU-Fraktion empfahl der Jugendhilfeausschuss vor zehn Jahren, die Alleestraße für Familien mit Kindern attraktiver zu machen, d. h. im Bereich der Zange von Mai bis August 2009 einen Groß-Sandkasten einzurichten. An fünf Standorten entlang der Alleestraße könnten weitere Spielmöglichkeiten geboten werden, die Eltern mit kleinen Kindern den Bummel über die gesamte Alleestraße attraktiver machen. Zugleich sollten in diesem Zeitraum wöchentliche Spielaktionen auf dem Theodor-Heuss-Platz stattfinden. Ich gebe zu: An die Realisierung kann ich mich nicht mehr erinnern. Hat es die überhaupt gegeben?

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Mandt, Schornsteinfegermeister, erschien zum Richtfest als Glücksbringer. Foto: Lothar Kaiser Das Richtfest am neuen P+R-Parkhaus am Hauptbahnhof wurde am  5. Dezember 2008 gefeiert. Oberbürgermeisterin Beate Wilding, an ihrer Seite Bezirksschornsteinfeger Klaus Mandt (CDU) als Glücksbringer,  dankte den am Bau beteiligten Handwerkern und den Mitarbeitern der Verwaltung „für umsichtige und gute Arbeit“. Wörtlich: „Ihnen verdanken wir, dass im zurückliegendem halben Jahr dieses Gebäude auf insgesamt 65 Bohrpfählen entstehen konnte. Sie tragen das Gebäude mit Tiefen von zwischen acht bis 15 Meter. Deshalb ist das ein sicherer Standpunkt auf dem bergischen Felsen unserer Heimatstadt. Dieses Parkhaus ist mit Sicherheit nicht auf Sand gebaut! Mit Fördermitteln des Landes und des Bundes wurden hier 2,5 Millionen Euro investiert, und so eine Investition in die Zukunft Remscheids verwirklicht.“  Dass bei der Planung einiges vergessen worden war, stellte sich erst später heraus.

In dieser Woche begann in Müngsten der Abbruch der früheren 'Exit'-Diskothek. Foto: Michael Tettinger Im Dezember 2008 zerkleinerte ein Abbruchbagger  die ehemalige Disco "Exit" unter der Müngstener Brücke. Die Solinger  Lebenshilfe e.V.  hatte das traditionsreiche Ausflugslokal gekauft, um an dessen Stelle künftig in einem Neubau „gehobene Gastronomie für den Brückenpark“ anbieten zu können. (Mehr zur Geschichte des „Exit“-Gebäudes hat Michael Tettinger aus Solingen auf dieser Internetseite zusammengetragen. Von ihm stammt auch obiges Foto).

Im Juni 2008 hatte Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein der Bezirksvertretung Süd zum Gewerbegebiet Mixsiepen  erklärt: „Ein Autohaus möchte noch in diesem Jahr das Grundstücksgeschäft abwickeln und anfangen zu bauen.“ Im Dezember wussten dann alle Beteiligten, dass nach dem ersten Autohändler auch ein zweiter seine Baupläne ad acta gelegt hatte. Dass sich dort doch noch ein Autohändler niederlassen würde, entscheid sich erst Jahre später.

An Wechseln an der Spitze der Ratsfraktion mangelte es der Remscheider CDU nicht. „Philipp Veit führt ab heute die CDU-Ratsfraktion“, überschrieb der Waterbölles am 8. Dezember 2008 eine Pressemitteilung der CDU: „Mit deutlicher Mehrheit haben die die CDU-Ratsmitglieder in ihrer heutigen Fraktionssitzung Philipp Veit zu ihrem neuen Chef gewählt und Hans-Herbert Wilke zu einem der beiden Stellvertreter.“ Veit damals: „Ich möchte die Fraktion so führen, dass sie geeint das eine Ziel vor Augen hat: aus dem Wahlkampf als stärkste Fraktion hervorzugehen. Und das bekommen wir nur hin, wenn alle an einem Strang ziehen“. Am gleichen Tag, spät abends, nominierte der CDU-Kreisvorstand Jochen Siegfried als OB-Kandidaten. Die CDU-Kreisvorsitzende Elke Rühl (MdL) bezeichnete ihn als „die richtige Persönlichkeit für einen überzeugenden Neuanfang“.

In der Nachfolge von Jürgen Müller wählte der Rat der Stadt am 11, Dezember 2008  Sozialdezernenten und Interimskämmerer  Burkhard Mast-Weisz zum Stadtdirektor  und damit zum Vertreter der Oberbürgermeisterin. Für ihn votierten in offener Abstimmung die 31 Ratsmitglieder von SPD, Grünen, W.i.R. und FDP. Dagegen stimmten die 22 Ratsmitglieder der CDU. Es war der erste Auftritt von Philipp Veit im Rat als neuer CDU-Fraktionsvorsitzender: "Die CDU lehnt den Beschlussentwurf ab", fasste er sich äußerst knapp. Eine Begründung für diese Entscheidung gab er nicht ab.

Von der Stadt als Reservefläche für Gewerbeansiedlung vorgesehen. Foto: Lothar KaiserStadt kauft "Reservefläche" für Gewerbeansiedlung“, hieß es am 15. Dezember 2008 im Waterbölles. Die Stadt hatte an der Borner Straße in Lennep eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von ca. vier Hektar (40.000 Quadratmeter) für rund 400.000 Euro gekauft, um es in ein Gewerbegebiet umzuwandeln. Die Realisierung lässt allerdings noch auf sich  warten...

Der am 9. April 2008 gegründete Freundschaftsvereins Kırşehir-Remscheid wurde im Dezember 2008 ins Vereinsregister eingetragen. Mehr als 8.000 Remscheider haben familiäre Wurzeln in der kappadokischen Region von Kırşehir südöstlich von Ankara. Von dort waren sie oder ihre Vorfahren seit 1963 nach Remscheid gekommen.

 

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!