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Katzenschutzverordnung soll Leid der Tiere lindern

Die SPD hat die Verwaltung aufgefordert, eine Katzenschutzverordnung für Remscheid zu entwerfen und dem Rat zur Beschlussfassung zuzuleiten. Der Antrag stand zunächst auf der Tagesordnung der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag, wurde zu Beginn der Sitzung jedoch vertagt und zunächst an den Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) verwiesen. „Aber im Februar sollte sich dann der Rat damit befassen. Denn es ist eilig“, betonte Christine Krupp (SPD) in der Sitzung. Sie hält in der Partei Kontakt zum Verein „Straßenkatzen Remscheid“.

Die Stadt Remscheid erhebt selbst keine Zahlen über das Vorkommen freilaufender und verwilderter Katzen. Die Mitglieder  des Vereins „Straßenkatzen Remscheid“ – und auch das Tierheim Remscheid – stellen aber seit Jahren ein kontinuierliches Anwachsen der unkontrollierten Population von freilebenden und freilaufenden Katzen fest. Die SPD in ihrem Antrag: „ Davon ausgehend, dass sich die Katzen in einem Umkreis von 5 km um die Futter- bzw. Fundstellen herumbewegen, kann man darauf schließen, dass das Stadtgebiet Remscheid eine hohe Anzahl an Katzen aufweist.  Zunehmend wird dabei festgestellt, dass sich die entlaufenen, ausgesetzten oder zurückgelassenen Hauskatzen und deren Nachkommen in einem äußerst schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand befinden.“

Nach Angaben der Tierschutzorganisationen in Remscheid zeigen nahezu alle aufgenommenen Katzen erheblich Krankheitserscheinungen. Insbesondere Katzenschnupfen mit Fieber und Augenschädigungen bis hin zur Erblindung. Katzenseuche und hohe Sterblichkeitsraten insbesondere bei Jungkatzen werden bei sehr vielen Tieren festgestellt.  Ohne die vielen Ehrenamtlichen Helfer, das Tierheim Remscheid oder die temporäre Aufnahme kranker Katzen einiger Remscheider wäre die Situation bereits viel schlimmer und unkontrollierter. Die Ausbreitung der Krankheiten und des Leidens wird durch die hohe Katzenpopulation beschleunigt. Anders als bei Wildtieren regelt sich die Populationsdichte bei Hauskatzen nicht auf natürliche Weise, da es keine natürlichen Feinde gibt. Wegen der hohen Vermehrungsrate und der fehlenden tierärztlichen Versorgung und Prävention, z. B. durch Impfungen, Entwurmungen, verbreiten sich Krankheiten sehr schnell.

Durch das Ausweisen von Schutzgebieten mit dem Gebot zur Unfruchtbarmachung von „“Freigängern“ und durch den Erlass einer Katzenschutzverordnung für das Stadtgebiet Remscheid (nach dem Beispiel der die Katzenschutzverordnung des Oberbergischen Kreises) sei zu erwarten, dass die Katzenpopulationen langfristig kleiner, der Leidensdruck der Tiere verringert und sich der Gesundheitszustand der Populationen stark verbessern werde. Zudem schlägt die SPD eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen vor.

Hintergrund: Katzen werden sehr früh geschlechtsreif und werfen in der Regel zwei bis dreimal jährlich bis zu sieben Welpen. Unkastrierte Freigänger-Katzen nehmen zwangsläufig Kontakt mit freilebenden Katzen auf, so dass sie fortlaufend zum Vermehrungsgeschehen beitragen. Die von den Tierschutzvereinen und ehrenamtlichen Tierschützer durchgeführten Maßnahmen, insbesondere das Einfangen und Kastrieren freilebender Katzen sowie eine tierärztliche Versorgung erkrankter Tiere, konnten bisher keine dauerhafte Abhilfe schaffen.

Aufgrund der bundesweit bekannten Problemlage der freilebenden Katzenpopulationen hat der Bundesgesetzgeber den Ländern im § 13 b Tierschutzgesetz die Möglichkeit gegeben, durch Rechtsverordnungen den unkontrollierten, freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen zu reglementieren, soweit dies zur Vermeidung erheblicher Schäden, Leiden und Schmerzen bei den im betroffenen Gebiet lebenden Katzen erforderlich ist. Die Ermächtigung zum Erlass entsprechender Regelungen ist in § 5 Zuständigkeitsverordnung zum Tierschutzgesetz NRW auf die Kreisordnungsbehörden-, Kreise und kreisfreie Städte übertragen worden.

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