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Neuer Doppelpack wegen vielfältiger Beziehungen?

Waterbölles-Kommentar

von Ulrike Kaiser*

Zum ersten Mal auf dem Frühstückstisch: Die "Solinger Bergische Morgenpost" aus dem Hause Rheinische Post. Solinger Morgenpost. Und das in Remscheid, wo der Remscheider General-Anzeiger rga die Führungsrolle beansprucht. Obwohl auch er inzwischen vom Verlagshaus Boll aus Solingen dirigiert wird.

Was ist aus dem ehemaligen Lenneper Kreisblatt/der Remscheider Stadtpost geworden, wo ich vor bald 50 Jahren einen großen Teil meines RP-Volontariates absolviert habe? Schon jetzt übernimmt die "Morgenpost" viele Beiträge aus dem rga, so dass man morgens stets ein Dejavu hat. Noch erscheinen der Solinger und der Remscheider Lokalteil als eigene Bücher im Blatt. Der geneigte Leser hat die Nachbarausgabe schon seit längerem ungefragt erhalten.

Dieser Schritt ist mit dem neuen Titel jetzt sichtbarer und effektiver geworden: Er muss nicht mehr individuell produziert und gedruckt werden. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies nicht das Ende eines einschneidenderen Konzentrationsprozesses ist.                                                                       
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Chronist: Redaktion und Verlag suchten in der gestrigen Ausgabe, den neue „lokale Doppelpack“ den Leserinnen und Lesern schmackhaft zu machen: Ab sofort gebe es noch mehr Nachrichten, Nutzwert, Bewegendes und Unterhaltendes aus den beiden Nachbarstädten Remscheid und Solingen. Die beiden Großstädte hätten vielfältige Beziehungen, die in der Berichterstattung eine wesentliche Rolle spielten. Zitat: „Wir tragen so einer Entwicklung Rechnung, die sich im Alltag unserer Leser längst manifestiert hat: Familie, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Einkaufs- und Freizeitverhalten machen nicht an Stadtgrenzen halt.

 

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Kommentare

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Horst Kläuser am :

ach du liebe Zeit ... Marketinglyrik à la Helene Fischer über die engen Beziehungen "über die Wupper"(!) hinweg: "Familie, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Einkaufs- und Freizeitverhalten machen nicht an Stadtgrenzen halt.“ Puh. Das muss man erstmal aushalten. Wenn dann noch die Wuppertaler WZ hinzukommt und wir in den Remscheider Zeitungen noch mehr Uninteressantes aus der klagenden Nachbarschaft zu lesen sein wird, ist nicht nur der Lokalbezug vollends verloren, der bis zur Unerträglichkeit verbreitete Qualitätsanspruch der Lokalpresse entlarvt sich als traurige Kollegenpflicht nach Regieanweisung aus der Verlagsführung. Anstelle die immer größer werdenden Herausforderungen an seriöse, umfassende, kritisch nachfragende und vor allem professionell belastbare Recherche und Berichterstattung zu erfüllen, wird Medien- und Meinungspluralismus konzentriert, auf sprachlich mangelhaftem Niveau lamentiert und dem Populismus die Tür geöffnet. Schade, denn Lokalzeitungen waren mal unverzichtbar.

Eija Tirkkonen am :

Im letzten Teil eine beeindruckende Analyse, der man mit Bedauern voll zustimmen muss.

Wolfgang Rau am :

Nun gut, journalistisch gesehen vielleicht alles eine ungute Entwicklung und mit anderer Herangehensweise eleganter zu lösen. Der Zeitungsumfang wird ja schon landesweit mit diversen "Mänteln" gerettet. Als ehemaliger Wuppertaler mit GA, WR und NRZ " . im Tal aufgewachsen, weiß ich um die Bedrohung der (Lokal-)Presselandschaft und die Konsequenzen. Die Synchronisierung BM/RGA von Artikeln finde ich schon länger hier vor Ort befremdlich und für den Journalismus ehrenrührig. Das es anders geht, kann in Norwegen mit einer Vielzahl "Norske Lokalaviser" (http://www.onlineaviser.no) beobachtet werden. Aber als Leser ist es mir dann doch lieber mit journalistischen Bauchschmerzen über Solinger Belange informiert zu werden. Die Alternative waren ja auch in der BM Lokalberichte aus D und K, was im wahrsten Sinne des Wortes abwegig ist. Manches Interessante aus SG kippte dann doch in der Wahrnehmung in RS runter. Veranstaltungen im Südpark, der Eissporthalle, Konzerthaus, Botanischer Garten, Kulturveranstaltungen in Gräfrath, Sternwarte, 24h Solingen mit hochinteressanten Firmenpräsentation gehen dann leider hier in RS unter. Es gibt halt mehr als nur ein gemeinsames Orchester.

Norbert Landen am :

Den Qualitätsanspruch hat die Lokalpresse in Remscheid schon lange verloren. Immer nur aufschreiben, was gewisse Leute angeblich tolles zu sagen haben. Und manchmal hat man den Eindruck,das Sie die Pressearbeit der Stadtverwaltung übernommen haben.Auch bei den Vorhabenwie z.B.dem DOC wird nicht objektiv berichtet. Damit wird die Auflage bestimmt nicht gesteigert.

Gisela Cürten am :

Hallo Frau Kaiser, Ihren Artikel über die Morgenpost habe ich mit Interesse gelesen, da ich zeitgleich an die Redaktion der Morgenpost geschrieben habe. Diesen Brief möchte ich Ihnen zukommen lassen: „Sehr geehrte Damen und Herren Da es jetzt offiziell auf der Titelseite zu lesen ist: Solinger-Remscheider Morgenpost, möchten wir dazu etwas anmerken. Als jahrzehntelange Remscheider Morgenpost Leser möchten wir nicht mit Schuld daran sein, dass Remscheid Schritt für Schritt “einfusioniert“ wird. Darum möchten wir deutlich darauf hinweisen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Ob die Solinger-Remscheider Morgenpost weiter unsere Tageszeitung bleibt, wird sich in kurzer Zeit entscheiden. Hoffentlich zeigen die Remscheider, dass sie eigenständig bleiben möchten. Als Leser und Bürger.“

Johann Max Franzen am :

Frau Kaiser, da stimme ich Ihnen bei.

Klaus Kreutzer am :

Remscheid und Solingen liegen zwar gemeinsam beide im Bergischen Land, sie trennen aber mehr als die Müngster Brücke. Unsere Einwände und Empfehlungen nach einer gemeinsamen Ausgabe mit Wermelskirchen, Hückeswagen und Radevormwald blieben ungehört, ja wurden nicht einmal beantwortet. Fazit: Ich habe das ABO nach mehr als 40 Jahren gekündigt. Schade, es ist mir nicht gerade leicht gefallen.

Eija Tirkkonen am :

Investigativer Journalismus findet man nur noch selten, und schon gar nicht in der Lokalpresse. In Remscheid gibt die Presse sich damit zufrieden, was die Stadtspitze mitzuteilen hat. In der letzten BV Lennep bezüglich der Planung Gleisdreieck standen zwei sich widersprechende Aussagen gegenüber: Die Verwaltung behauptete, alle Grundstückseigentümer seien verkaufswillig. Noch während der Sitzung teilte aber ein Eigentümer mit, dass bei ihm gar nicht nachgefragt worden sei und er keineswegs verkaufen wolle. Da stellt sich doch die Frage, ob es noch mehr unbefragte Eigentümer gibt, die das Vorhaben platzen lassen können. Ist das nicht der erste Schritt, bevor man Gutachter beauftragt? Bei der Berichterstattung zum DOC ist die fehlende Kritik besonders auffällig. Da muss ich wieder Herrn Landen Recht geben. Die Stadtspitze gibt Millionenbeträge an Steuergeldern für Vorleistungen frei mit der spärlichen Grundlage „Hoffnung“. Warum geht die Stadt in die Vorkasse, obwohl das Projekt DOC keine Rechtssicherheit genießt? Und das, obwohl der Investor selbst erst nach einem ggf. positiven Gerichtsentschluss mit dem Bau beginnt. Entgegen der offiziellen Darstellung sind die Kanalbaumaßnahmen um das DOC keineswegs von dem Projekt DOC unabhänig. Sie folgen der Grundstücksentwässerungsgenehmigung des Investors maßgeschneidert für das DOC. Wo steht also vertraglich geschrieben, dass die Stadt einseitig das Risiko tragen muss? Der Ratsbeschluss für das DOC ist doch kein Freibrief ohne updating der Risikobewertung. Worauf basiert eigentlich die zahme Berichterstattung in der Lokalpresse, die hartnäckige Recherche dem Wohlgefallen der Stadtspitze unterordnet?

Wieland Gühne am :

Gefühlte 100 Jahre hatte ich den RGA im Abo. Während meiner "politischen Tätigkeit" habe ich 15 Jahre RGA und BM gelesen. Morgens war es äußerst interessant, die teils sehr unterschiedliche "interpretation" von politischen Ereignissen der beiden Lokalredaktionen zu lesen. Es gab Wettbewerb, und es gab den Versuch, hinter die öffentlichen Ereignisse zu schauen. Danach habe ich nur noch die BM gelesen. Als jedoch die Lokalredaktion von RGA und BM zusammengelegt wurden, begann unaufhaltbar ein gravierender Qualitätsabbau. Geradezu erschreckent wurde der Lokalteil kürzer und belangloser. Abo-Kündigung vor knapp einen Jahr und Wechsel zu einer überregionalen Zeitung. Nachdem ich mir einige Ausgaben der "neuen" BM angeschaut habe kann ich nur sagen: RICHTIGE ENTSCHEIDUNG.

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